Test Monitor Lenovo L2440p
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OSD

Das OSD ist im Wesentlichen identisch mit dem des L220x, der bereits von uns getestet wurde. Zur Auffrischung und Ergänzung der Möglichkeiten, folgen hier ein paar ausgesuchte Fotos des OSDs.
Für alle Menüs gilt stets, dass am unteren Rand des OSDs, falls die Tastenbeschriftung doch nicht ausreichend lesbar sein sollte, zusätzlich noch die Funktion der jeweiligen Taste eingeblendet wird.

Hauptmenü

Das Hauptmenü öffnet sich nach einmaligem Drücken der Taste OSD und bietet Zugriff auf verschiedene Untermenüs. Bei digitalem Anschluss ist der zweite Punkt, also die automatische Anpassung des Bildes, nicht auswählbar. Alle Unterpunkte sind durch einfache monochrome Icons bebildert und auch ohne Text gut zu deuten. Zusätzlich wird jeder gerade angewählte Punkt sofort in grüner Schrift betitelt.

Lenovo L2440p Monitor Osd Hauptmenue Helligkeit Kontrast
Nach dem Aktivieren des OSDs ist gleich der erste Punkt Helligkeit/Kontrast hervorgehoben.

In diesem Beispiel ist der dritte Punkt, der für die Skalierung zuständig ist, ausgegraut, da das Signal bereits in der optimalen nativen Auflösung von 1.920 x 1.200 Bildpunkten zugespielt wird. Dies kann man durchaus ändern und dann wird der nächste Punkt freigegeben:

Skalierung

Es gibt einen Menüpunkt, in dem man die Skalierung zwischen „Seitengerecht mit Eingangssignal“ und „Vollbild“ verstellen kann. Was dieser Punkt genau bewirkt, wird zu einem späteren Zeitpunkt erläutert. Soviel sei vorweggenommen: Die Streckung auf Vollbild funktioniert tadellos.

Lenovo L2440p Monitor Osd Image Properties Scaling
Einstellungsmöglichkeiten für die seitengerechte Darstellung von Bildinhalten.

Eigenschaften und Farbeinstellungen

Unter dem Menüpunkt Eigenschaften, neudeutsch „Properties“, finden sich zwei Möglichkeiten die Farben des Monitors zu justieren. Entweder über die Auswahl von vier vorbereiteten Presets …

Lenovo L2440p Monitor Osd Image Properties Preset Mode
Es stehen vier voreingestellte Farbmodi zur Auswahl: Reddish, sRGB, Neutral und Bluish.

… oder die eigene Einstellung der Grundfarben über den „Custom Mode“.

Lenovo L2440p Monitor Osd Image Properties Custom
Der Einstellbereich reicht von 0 bis 100 je Grundfarbe.

Das OSD reagiert sehr zügig auf jeden Tastendruck und ist leicht zu verstehen. Dank der gut ansprechenden Tasten und intuitiven Menüführung gibt es keinerlei Probleme. Einstellungen, wie z.B. Helligkeit und Farbwerte, werden schnell umgesetzt und sicher gehalten. Die Optik wirkt etwas einfach, erfüllt aber ihren Zweck. Im Gegensatz zu trägen aber grafisch aufwändigen OSDs ist dies eine erfrischend angenehme Abwechslung.

Software

Die Software auf der CD beschränkt sich auf den Adobe Acrobat Reader, den Monitortreiber und ein Handbuch. Nicht im Webinterface verlinkt, aber auf der CD abgelegt, findet man außerdem noch zwei Moiré-Testbilder. Auf einen Screen-Manger oder eine Software zum Justieren des L2440p wurde komplett verzichtet.

Bildqualität

Das verbaute TN-Panel in Lenovos L2440p ist mir einer angegebenen Reaktionszeit von 5 ms durchaus schnell. Die bei diesen Panel-Typen häufig anzutreffende Farbtiefe von 6 Bit pro Kanal wird dann durch Dithering oder eine sonstige FRC-Technik für das menschliche Auge auf scheinbar 16,7 Millionen Farben angehoben, was bei mäßigen Umsetzungen zu sichtbaren Mustern, Unruhe in homogenen Flächen und sogar zu Flimmern in Extremsituationen führen kann. Bei Monitoren, die mit 8 Bit oder mehr pro Farbkanal arbeiten, geben viele Hersteller hingegen eine weitere Nachkommastelle an und nennen den Wert 16,77 als darstellbare Farben.

Während des Betriebs konnten keine Hinweise auf Dithering oder die Verwendung von FRC ausgemacht werden. Auch bei speziellen Moiré-Testbildern war kein flimmern auszumachen.

Größer ist die Farbauflösung allerdings keinesfalls, da bei unterschiedlichen Voreinstellungen der Farbtemperatur mitunter deutliches Banding im Farbverlauf sichtbar wurde. So zeigte sich bei den Modi sRGB und „Reddish“ jeweils eine ausgeprägte Stufe mittig im Grauverlauf. Im Modus „neutral“ waren sechs äquidistant angeordnete Abstufungen sichtbar und im Modus „Bluish“ ergaben sich teilweise starke farbliche Abweichungen nach blau und grün, die ebenfalls zu einer ungewollten Unterteilung des Grauverlaufs führten.

Lenovo L2440p Monitor Banding Einfach
Lenovo L2440p Monitor Banding Zweifach
Lenovo L2440p Monitor Banding Gradient2
Von links nach rechts: Eine deutliche Stufe im Grauverlauf für „Reddish“ und „sRGB“, zwei der sechs sichtbaren Abstufungen im Modus „neutral“ und zuletzt die farblichen Streifen und der starke Abfall innerhalb von elf Abstufungen am dunklen Ende des Grauverlaufs im Modus „Bluish“.

Für den letztgenannten Modus ergab sich außerdem ein interessanter Verlauf der Helligkeit des Graukeils. Die Helligkeitswerte waren in einem weiten Bereich relativ hoch, fielen nahe Schwarz dann aber innerhalb von nur elf Helligkeitsabstufungen bis zu Schwarz ab.

Für jede grobe Abstufung, egal in welchem der Farbmodi, bleibt festzuhalten, dass nicht nur die Helligkeitswerte deutlich von den angrenzenden abweichen, sondern auch die Farbtemperatur mit jeder Stufe abweichend zu sein scheint.

Diese Abweichungen in der Farbtemperatur sind jedoch recht gering und fallen somit wohl nur auf synthetischen Testbildern, wie den gezeigten idealisierten Grauverläufen auf.

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