Test Monitor LG Flatron 24EB23PY-W
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DVD und Video

Schon der fehlende HDMI-Eingang weist darauf hin, dass der 24EB23 kein Videospezialist ist. Folglich sucht man auch die relevanten Optionen im OSD vergeblich: Overscan, RGB-Signallevel, Farbmodell oder Bildformat– alles Fehlanzeige.

Beim Anschluss eines BluRay-Players sollte man darauf achten, dass dieser ein Bildsignal liefert, das so PC-kompatibel wie möglich ist: Vollbilder (progressiv) im HD-Format mit 60 Hz und RGB 0-255.

Lg Flatron 24eb23py W Monitor DVD
Test der Videoeigenschaften.

Die Voreinstellung Cinema im OSD überzeugt uns nicht, daher wählen wir für das Video die Werksvorgabe Warm, die eine Farbtemperatur von 6900K liefert. Den Gamma-Regler lassen wir in der Stellung 1.

Full-HD-Videos vom PC und BluRay-Player sehen sehr gut aus. Das Bild ist sehr scharf, die Farben sind natürlich und nicht überzeichnet. Auch kritische Hauttöne werden gut wiedergegeben. Schwarzwert und Bildkontrast sind sehr gut.

Dunkle wie helle Szenen werden detailreich durchgezeichnet. Nachzieheffekte bei schnellen Szenen sind nicht zu sehen. Die geringe Blickwinkelabhängigkeit der Farbwiedergabe wird in sehr dunklen Passagen ein wenig durch den typischen IPS-Glow getrübt.

Skalierung,Bildraten und Deinterlacing

Die HD-Auflösungen 720 und 1080 skaliert der 24EB23PY korrekt als Vollbild. Weitere Optionen kennt er nicht, jedes zugespielte Format will er vollflächig wiedergeben. Große Probleme wirft das nicht auf, denn die alten SD-Formate (4:3 interlaced) zeigt er ohnehin nicht.

Aber auch HD-Halbbilder mit 720i bzw. 1080i mit 50 und 60 Hz stehen nicht auf der Kompatibilitätsliste, ein Deinterlacer ist nicht eingebaut. Progressives Material mit 24p wird ebenfalls nicht wiedergegeben. Verlassen kann sich letztlich nur auf die PC-typischen Formate 720p60 und 1080p60.

Bewertung

Keine Angaben
4

(GUT)
LG Flatron 24EB23PY-W Monitor weiß
(8 Kundenrezensionen)
Nicht verfügbar
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Fazit

Das Display des LG 24EB23PY-W ist subjektiv betrachtet sehr gut. Reaktionszeit und Bildeindruck sind hervorragend und werden den Anwender nicht enttäuschen. Die von uns beschriebene Wabenstruktur, die unter gewissen Umständen auf dem Display zu erkennen ist, könnte den einen oder anderen Nutzer aber stören.

Ambitionierte Anwender, die gesteigerten Wert auf eine farbtreue Bildbearbeitung legen, werden jedoch um die Anschaffung eines Colorimeters nicht herum kommen. Wer nicht farbverbindlich arbeiten will, findet in der Standardeinstellung eine befriedigende Lösung.

Die hervorragenden ergonomischen Eigenschaften werden sicherlich nicht nur die Office-Nutzer zu schätzen wissen. Auch das frische Weiß kann überzeugen. Alle die lieber einen schwarzen Monitor wollen, finden im 24EB23PY-B eine identische Alternative.

Die Multimedia-Eigenschaften bei externer Zuspielung enttäuschen dagegen. Bereits der fehlende HDMI-Eingang lässt erkennen, dass der Monitor hierfür schlich nicht konzipiert wurde. Die Interpolationsleistung des LG 24EB23PY-W konnte uns im Test ebenfalls nicht überzeugen. Hier sollte die Grafikkarte die Interpolation übernehmen.

Für Spieler ist der LG 24EB23PY-W dagegen ein kleiner Geheimtipp. Ein schneller Bildaufbau, gepaart mit einer minimalen Latenz, sorgt für puren Spielespaß. Monitore mit 120Hz oder 144Hz können Pro-Gamer sicherlich noch etwas mehr bieten, aber für ein IPS-Monitor ist der LG richtig schnell.

Der Monitor erreicht ein knappes „gut“, aber das hat es sich aufgrund von Bildqualität, Ergonomie und Schnelligkeit auch verdient. Der Preis ist für die gebotene Leistung in jedem Fall angemessen.

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10 KOMMENTARE

  1. 1:1 ist das sicherlich nicht vergleichbar, da ja ein anderes Panel Verwendung findet. Bei der Ausstattung usw. dürfte das alles ähnlich sein.

  2. ist der kleine Bruder von dem Gerät dann ähnlich von den Testwerten – oder kann sich das groß unterscheiden? -> LG Electronics 22EB23PY-W

  3. Hallo nochmal.

    Ich habe mir den Monitor nun gekauft und auch die PS3 via HDMI zu DVI Adapter angeschlossen. Leider zeigt er die von der PS3 kommende Auflösung (1920×1080) nur als Vollbild an.
    Auch wenn das Bild soweit erstmal nicht verzerrt aussieht skaliert er es ja auf und damit stimmt das Seitenverhältnis nicht mehr. Sehe ich das richtig?
    Was mache ich verkehrt?

    MfG

  4. Korrekt, nur dass unser Bild tatsächlich 1920×1200 groß ist und darauf ist das Testbild (1920×1080) enthalten. Somit bleibt oben und unten ein weißer Rand, den wir aber abschneiden und nur das reine Testbild veröffentlichen.

  5. Danke für die schnelle Antwort 🙂

    Bei einer nativen 720p oder 1080p Darstellung sind dann am oberen und unteren Ende des Display „schwarze Balken“, richtig?

  6. Unsere Testgrafik hat in diesem Fall eine Größe von 1920 x 1080, welche 1:1 nativ dargestellt wird. Der Monitor selbst hat eine Auflösung von 1920 x 1200.

  7. Hallo!

    Müsste auf Seite 5 unter der Testgrafik nicht eine Auflösung von 1920X1200 angegeben sein?

    Dies ist doch die native Auflösung des Geräts?

    p.s. Ich liebäugle mit dem Monitor, möchte aber auch meine PS3 daran nutzen. Lese ich es richtig haraus, dass wenn ich die Auflösung der Konsole auf 720p bzw. 1080p stelle das Bild korrekt und ohne Stauchung etc. dargestellt wird?

  8. „Ist die richtige Arbeitshöhe eingestellt, wird der Metallbügel zur Fixierung der Position wieder in seinen Ursprungszustand gebracht.“

    Das ist nicht der Fall. So wie ich das sehe dient der Bügel bloß als Transportsicherung, bzw. als Sicherung dass beim Befestigen des Fußes nichts verrutscht.

    Schönes Gerät übrigens, habe die schwarze Variante und bin zufrieden. Vielen Dank für den super Bericht!

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