Test Monitor LG Flatron L227WT
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Obwohl der dynamische Kontrast des LG L227WT bei 10.000:1 liegt und bei der Filmwiedergabe am ehesten zur Geltung kommt, hat das Bild nicht ganz so kräftige Farben, wie es beispielsweise beim Samsung SyncMaster 245T mit S-PVA-Panel und aktivierter Kontraststeigerung (3.000:1) der Fall war.

Das muss aber kein Nachteil sein, denn so wirkt die Farbdarstellung in Filmen natürlicher. Wem eine besonders farbenkräftige Darstellung besser gefällt, der kann die Helligkeits- und Kontrasteinstellung des L227WT zusätzlich nach eigenen Wünschen optimieren. So werden die Farben zwar verfälscht, aber es kommt beim Filmeschauen ein prächtiges buntes Bild zum Vorschein und schließlich stehen über den forte Manager ja genügend speicherbare Monitorprofile zur Auswahl.

Fazit

Was sich aufgrund der Herstellerangaben bereits andeutet, beweisen die Ergebnisse unseres Tests: Der LG L227WT ist ein Entertainment-Display, das mit einer sehr guten Darstellung schneller Actionspiele und null Input-Lag sowie einer hervorragenden Interpolation ein Volltreffer für Hardcore-Spieler ist. Zudem ist das Interpolationsverhalten hardwareseitig wählbar.

Mit seinem todschicken Design können die Verarbeitungsmängel bei der Mechanik zwar nicht kaschiert werden; dafür zieht der L227WT auf der LAN-Party die Blicke auf sich. Praktische Funktionen wie „ez-Zooming“ und eine bis auf 26 cd/m² herunter drehbare Helligkeit erlauben ein angenehmes Bearbeiten von Texten im Office-Einsatz. Außerdem verbraucht der LG je nach Helligkeit nur 18 bis 38 Watt Strom und ist damit sehr sparsam.

Wer keine professionelle Grafikgestaltung macht, sondern bloß ein paar Urlaubsfotos bearbeiten möchte, kann den LG L227WT auch hierfür nutzen. Für anspruchsvolle Grafiker bzw. farbkritische Anwendungen ist der 22-Zöller jedoch gänzlich ungeeignet – trotz guter Messwerte: Verantwortlich hierfür sind der TN-typische besonders vertikal eingeschränkte Blickwinkel und die nicht komplett deaktivierbare f-Engine, die laufend Kontrast und Helligkeit optimiert.

Der Standardnutzer profitiert vom erweiterten Farbraum nur dahingehend, dass die Farbdarstellung subjektiv etwas knalliger wirkt. Der werbewirksame dynamische Kontrast von 10.000:1 ist hingegen kein Kaufargument und für die Praxis unbedeutend. Viel interessanter ist die Möglichkeit, in der Bildschirm-Software „forte Manager“ bis zu zehn Monitorprofile für verschiedene Anwendungsbereiche festlegen zu können.

Der LG L227WT grenzt sich vom Chimei CMV 222H folgendermaßen ab: Während letzterer mit seinen Video-Eingängen im Multimedia-Bereich und den ergonomischen Eigenschaften im Office-Bereich auf Kundenfang geht, macht der L227WT dem sehr beliebten Samsung 226BW die Klientel der Hardcore-Gamer streitig.

Bewertung

Bildstabilität:
(digital)
(analog)
Blickwinkelabhängigkeit:
Kontrasthöhe:
Farbraum:
Subjektiver Bildeindruck:
Graustufenauflösung:
Helligkeitsverteilung:
Interpoliertes Bild:
Gehäuseverarbeitung/Mechanik:
Bedienung/OSD:
Geeignet für Gelegenheitsspieler:
Geeignet für Hardcorespieler:
Geeignet für DVD/Video:
Preis [incl. MWSt. in Euro]: Keine Angaben
4.4

(GUT)

Technische Spezifikationen: LG L227WT

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