Test Monitor LG Flatron W2253TQ
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Blickwinkel

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Blickwinkel des LG W2253TQ.

Die Blickwinkelunabhängigkeit des Flatron W2253TQ ist nur mittelmäßig: Das verbraute TN-Panel soll laut Hersteller Betrachtungswinkel von 170° horizontal und 160° vertikal bieten, was aber fernab jeglicher Realität ist. Bereits aus frontaler Draufsicht erkennt man bereits Unterschiede in Helligkeit und Farbsättigung, wenn man den Kopf nur wenige Zentimeter bewegt.

Bei starken seitlichen Blickwinkeln bekommt das Bild einen rötlich braunen Farbstich. Dies fällt besonders bei sehr dunklen Bildinhalten auf. Von oben betrachtet überdrehen, wie bereits erwähnt, besonders helle Grau- und Farbstufen, sodass beispielsweise weiße Fenster Türkis wirken. Schaut man von unten auf das Panel, so ist der TN-typische Negativeffekt zu beobachten.

Verglichen mit anderen TN-Monitoren befindet sich der Flatron W2253TQ im Mittelfeld. An Geräte mit VA- oder IPS-Panel kommt der 22-Zöller nicht ansatzweise heran, zu abhängig ist die Bilddarstellung vom Betrachtungswinkel.

Helligkeitsverteilung

Was die gemessene Helligkeitsverteilung angeht, so liefert der Flatron W2253TQ ein zufriedenstellendes Bild ab. Die stärkste ermittelte Abweichung beträgt 19 cd/m² am linken Bildrand, womit der Bereich um ca. 14 % dunkler ist als der eingestellte Wert in der Bildschirmmitte. Nach oben hin beträgt die höchste Abweichung acht Candela pro Quadratmeter, was einer Helligkeit von 106% entspricht. Ansonsten gibt es keine nennenswerten Abweichungen der Leuchtkraft. Im Durchschnitt beträgt die Helligkeit 135,2 cd/m², was einer Abweichung von weniger als vier Prozent zum Richtwert von 140 cd/m² entspricht.

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Gemessene Ausleuchtung bei einer Helligkeitseinstellung von 140 cd/m² in der Mitte.

Im Filmmodus erreicht der 22-Zöller seine maximale Leuchtkraft. Bei voll aufgedrehter Helligkeit erreicht der Flatron W2253TQ 272 cd/m². Das reicht zwar nicht ganz an die Herstellerangabe von 300 cd/m² heran, es liegt aber im grob gerundeten Bereich. Für die meisten Anwender reicht diese Maximalhelligkeit locker aus. Für den Dauerbetrieb ist dieser Wert natürlich zu hell und kann zu Kopfschmerzen führen. Wir empfehlen daher, die Helligkeit auf Stufe 70 (ca. 220 cd/m²) zu reduzieren.

Die niedrigste Leuchtkraft des Flatron W2253TQ liegt bei dunklen 48 cd/m². Dies ist niedrig genug, um auch Kalibrierungen auf anspruchsvolle Grafikfarbräume durchführen zu können. Der dazwischen liegende Spielraum von 224 cd/m² bietet eine komfortable Helligkeit für jedes Bedürfnis.

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Ausleuchtung bei abgedunkelter Umgebung und schwarzem Bildschirm aus verschiedenen Blickwinkeln.

Der subjektive Bildeindruck bei der Betrachtung eines schwarzen Bildschirms in dunkler Umgebung ist ganz ordentlich. Leider zieht sich jeweils am oberen und unteren Panelrand ein dünner, etwas hellerer Streifen. Lichthöfe oder Wolken sind aber nicht zu erkennen. Bei zunehmenden seitlichen und vertikalen Betrachtungswinkeln schimmert das Display in einem rötlich-braunen Ton. Dies ist zwar typisch für Monitore mit TN-Panel, beim Flatron W2253TQ aber relativ stark ausgeprägt.

Der dynamische Kontrast reagiert übrigens nicht auf die Helligkeit des dargestellten Bildes, sondern lediglich auf einen komplett schwarzen Bildschirm ohne Mauszeiger. Dann dimmt sich das Backlight völlig herunter; nur so erreicht der 22-Zöller seinen dynamischen Kontrast von 50.000:1.

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Trotz der Blickwinkelabhängigkeit sind homogene Farbflächen gleichmäßig hell.

Die Gleichmäßigkeit homogener Farbflächen ist gut für ein Gerät mit TN-Panel. Zwar nehmen wir leichte Helligkeitsunterschiede in den Bildecken wahr, diese sind aber minimal und setzen sich im Farbton nicht von der Umgebung ab.

Für den dauerhaften Betrieb unter normalem Umgebungslicht und mit neutraler Bildtemperatur empfiehlt sich die Werkseinstellung mit einer Helligkeit von etwa 70 Prozent und leicht verringertem Grünkanal. Zudem sollte, um die starke Überdrehung heller Graustufen wenigstens zu verringern, der Kontrastwert auf etwa 55 abgesenkt werden.

Ausmessung und Kalibration

Der Flatron W2253TQ ist nicht mit einem erweiterten Farbraum ausgestattet. Für bestimmte Grafikerfarbräume wie beispielsweise AdobeRGB oder ECI2.0 eignet er sich damit nicht. Für den Normalbenutzer ist der erweiterte Farbraum eine Frage des Geschmacks: Viele Anwender sind an den sRGB-Standard gewöhnt und empfinden die teilweise grellen Farben daher als ungewohnt oder gar störend. Genauso viele Anwender sind jedoch gerade von der kräftigen Farbdarstellung begeistert.

Im Folgenden haben wir die Abdeckung des Monitors auf den sRGB-Farbraum ermittelt. Auch der Druckfarbraum ISOcoated ist für die Bildbearbeitung von Interesse. Wichtig ist hierbei nicht nur die Abdeckung des jeweiligen Farbraums, sondern auch, ob sich der TFT-Monitor gut auf den jeweiligen Farbraum kalibrieren lässt und die Farbtöne präzise darstellen kann.

3D-Farbraumvergleich

Erläuterung: In den 3D-Ansichten stellt das schwarze Netz den jeweiligen Standard-Farbraum dar, das weiße Netz den Monitor-Farbraum. Die Schnittmenge beider Farbräume macht der bunte Würfel kenntlich. Dort, wo das schwarze Netz aus dem bunten Würfel herausragt, ist der jeweilige Standard-Farbraum größer, als der, den der TFT darstellen in der Lage ist. Ragt umgekehrt das weiße Netz aus dem Würfel heraus, so ist an dieser Stelle der Monitorfarbraum größer als der jeweilige Standard-Farbraum.

ISOcoated: 95 % Abdeckung

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sRGB: 95 % Abdeckung
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Die beiden Farbräume ISOcoated und sRGB werden jeweils zu 95 % abgedeckt, was für einen Monitor ohne „extended color gamut“ ein guter Wert ist.

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