Test Monitor LG Flatron W2253TQ
4/8

0
2828

Hier lassen sich Änderungen vornehmen, die sich auf das OSD oder den Monitor selbst beziehen. Unter Sprache stehen 15 verschiedene Sprachen zu Verfügung. Die beiden Einstellungsbalken darunter ermöglichen die Verschiebung des OSDs an eine beliebige Stelle auf der Bildfläche. Allerdings bezieht sich diese Einstellung nur auf das quadratische OSD (Bild oben), die horizontalen Menüs (smârt- und fun-Funktion, Menüpunktdarstellung) bleiben an der gleichen Stelle in der Mitte der Bildfläche.

Nach mehrmaliger Betätigung der Auto/Set-Taste gelangt man zu weiteren Einstellungen (Bild rechts). Die Weißbalance kann nur bei Benutzung des analogen Videoeingangs eingeschaltet werden.

Die Betriebsleuchte an der Powertaste kann je nach Belieben ein- oder ausgeschaltet werden. Die RTC-Funktion gibt laut Bedienungsanleitung die Steuerung der Antwortzeit frei. Was dies bedeutet ist zunächst unklar, im Laufe unseres Tests fanden wir allerdings heraus, dass es sich um eine zuschaltbare Overdrivesteuerung handelt.

Schließlich bietet das „Setup“-Menü die Möglichkeit, den Monitor auf die Werkseinstellung zurückzusetzen. Eine Sicherheitsabfrage gibt es allerdings nicht, was schnell zum versehentlichen Löschen der aktuellen Einstellungen führen kann.

forte-Manager

Lg Flatron W2253tq Monitor Lg W2253tq Fortemanager1 Thumbnail
Auch beim Flatron 2253TQ kommt der bewährte forte-Manager zum Einsatz.

Auch der Flatron W2253TQ kommuniziert mit der LG-typischen Software forte-Manager. Das bewährte Programm kommt bei vielen anderen LG-Monitoren zum Einsatz und verhilft dem Benutzer dazu, das OSD bequem per Maus zu bedienen. So praktisch der forte-Manager auch ist – zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten wie beispielsweise Farbsättigung bringt er nicht mit.

Lg Flatron W2253tq Monitor Lg W2253tq Fortemanager2 Thumbnail
Lg Flatron W2253tq Monitor Lg W2253tq Fortemanager3 Thumbnail
 

Immerhin lassen sich mit dem forte-Manager Benutzerprofile anlegen. Bis zu zehn verschiedene Profile können erstellt und benannt werden. Damit lässt sich beispielsweise für jede Farbraumkalibrierung ein eigenes Profil speichern, das bei Bedarf einfach geladen werden kann.

Fazit Bedienung und OSD:

Trotz oder vielleicht gerade wegen der Designansprüche des LG-Menüs leidet die Übersichtlichkeit der Navigation. Die vielen Untermenüs und Extrafunktionen, die sogar eigene Tasten (smârt, fun) bedingen, sehen zwar schick aus und mögen für Komfort sorgen, allerdings sind zu viele unnütze Funktionen untergebracht. Desweiteren reagieren die Tasten nicht besonders schnell – mühsam gestaltet sich das Hangeln durch den Menüdschungel. Zumindest sind nicht sehr viele Klicks vonnöten, um eine Änderung im OSD vorzunehmen. Nützliche Funktionen wie Farbsättigung, ein ausschaltbares Overdrive oder OSD-Anzeigezeit sind nicht vorhanden, stattdessen wurde mehr auf Schnickschnack wie Näherungssensor oder Bildeffekte gesetzt.

LG wollte viel Komfort und Design im OSD unterbringen, allerdings ist der Schuss eher nach hinten losgegangen. Zweifelhaft ist auch, ob die fun- und smârt-Funktionen unbedingt mit eigenen Tasten ausgestattet werden mussten anstatt sie im OSD unterzubringen.

Bildqualität

Wie die meisten Monitore in der unteren Preisklasse ist auch der Flatron W2253TQ mit einem kostengünstigen und reaktionsschnellen TN-Panel ausgestattet. Über einen erweiterten Farbraum (extended Color Gamut) verfügt der 22-Zöller nicht. Für den Normalanwender ist dies eher von Vorteil, da der verbreitete sRGB-Farbraum so meist besser wiedergegeben wird.

Der Monitor wird mit einem dynamischen Kontrast von 50.000:1 beworben. Für die Praxis ist dieser Wert unbedeutend, da sich dies nur auf den Kontrast zwischen zwei Bildern unter Berücksichtigung einer sich ändernden Intensität der Hintergrundbeleuchtung bezieht. Wichtiger ist der statische Kontrast. Dieser richtet sich nach dem Helligkeitsunterschied zwischen einem schwarzen und einem weißen Bildpunkt innerhalb eines Bildes. Beim Flatron W2253TQ liegt der maximale statische Kontrast bei etwa 830:1, was zwar ganz ordentlich ist, uns aber nicht übermäßig begeistern kann.

Nach dem Einschalten vermittelt der Flatron W2253TQ einen guten Eindruck. Mit 6400 Kelvin ist der Monitor weder zu kalt noch zu warm und entspricht schon fast dem sRGB-Standard. Einen Farbstich gibt es nicht, das Bild wirkt sehr ausgeglichen. Farbverfälschungen sind nicht zu beobachten. Die Helligkeit ist mit 271 cd/m² für den dauerhaften Betrieb bei normalen Lichtverhältnissen zu stark. Wir empfehlen, die Leuchtstärke auf etwa 220 cd/m² (ca. Helligkeitsstufe 70) zu reduzieren.

Lg Flatron W2253tq Monitor Lg W2253tq Farbverlaeufe
Dithering-Test: Farbverläufe

Die Darstellung von Farbverläufen ist ganz ordentlich, auch wenn einzelne, sehr leichte Farbstufen zu erkennen sind. Genaues Hinsehen offenbart leichtes Dithering. Werden die RGB-Kanäle heruntergeregelt, verstärkt sich die Stufenbildung, sodass Farbverläufe unsauberer werden.

Die Stufendarstellung der Primärfarben Grün, Rot und Blau ist sehr ähnlich. Im Grunde werden alle Abstufungen differenziert dargestellt, allerdings muss man dafür von verschiedenen Blickwinkeln auf das Display schauen. Effektiv sind aus frontaler Sicht die dunkelsten sechs und hellsten drei Farbstufen nicht mehr zu unterscheiden. Eine Erhöhung der RGB-Einstellungen zieht lediglich sofortiges Banding der hellsten Farbstufen mit sich. Keiner der Werte sollte über 50 stehen. Eine Verringerung der Werte zieht keine Verschlechterungen mit sich. Die dunkelsten Farbstufen werden dabei allerdings so dunkel, dass sie sich aus normaler Sicht nicht mehr voneinander unterscheiden lassen, somit muss man effektiv mit dem Wegfall der acht bis 16 niedrigsten Farbstufen rechnen.

Die Graustufendarstellung ähnelt den Farbstufenbildern. Es werden im Grunde keine Graustufen verschluckt, leider spielt auch hier der Blickwinkel eine Rolle. Bereits bei einer Erhöhung der Kontrasteinstellung um einen Schritt tritt sofort bei den hellsten Graustufen Banding auf. Wird der Wert verringert, so hat dies keine negativen Auswirkungen.

Lg Flatron W2253tq Monitor Lg W2253tq Blickwinkel Kontrast Thumbnail
Lg Flatron W2253tq Monitor Lg W2253tq Blickwinkel Blau Thumbnail
 
Lg Flatron W2253tq Monitor Lg W2253tq Blickwinkel Rot Thumbnail
Lg Flatron W2253tq Monitor Lg W2253tq Blickwinkel Gruen Thumbnail
Die TN-typische Farbüberdrehung ist beim Flatron 2253TQ recht stark ausgeprägt.

Wie häufig bei Monitoren mit TN-Panel ist auch beim Flatron W2253TQ eine Überdrehung der hellsten Farb- und Graustufen zu erkennen. Normalerweise betrifft dies die acht hellsten Stufen, beim LG sind es sogar die 16 – 21 hellsten Graustufen. Um diesen Effekt zu vermeiden, müssen RGB und Kontrast verringert werden. Die Kontrasteinstellung muss sogar um mehr als 20 Schritte verringert werden, um den Effekt zu vermeiden.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen