Test Monitor LG Flatron W2452V
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forte-Manager

Der auf der CD enthaltene forte-Manager ermöglicht es, alle OSD-Funktionen per Maus zu konfigurieren. Außerdem lassen sich bis zu zehn Benutzerprofile anlegen und speichern. Zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten wie beispielsweise Farbsättigung, einen Lautstärkeregler für den Kopfhörerausgang oder ein ausschaltbares Overdrive sind nicht enthalten.

Lg Flatron W2452v Monitor Lgw2452v Fortemanager
 

Das OSD des LG W2452V kann insgesamt nicht nur durch die Optik, sondern auch durch den einfach strukturierten Aufbau überzeugen. Jede Einstellung ist mit wenigen Klicks erreicht und lässt sich präzise (ein Tastenklick pro Schritt) konfigurieren.

Der forte-Manager ist praktisch, da er mit der Maus bedient werden kann und die Möglichkeit bietet, diverse Benutzerprofile abzuspeichern. Das OSD hat den Kritikpunkt der Vorgänger geerbt, dass die Auswahl von Menüpunkten einerseits mit den Pfeiltasten (Hauptmenü) und andererseits mit der Autotaste (Untermenü) erfolgt, was gewöhnungsbedürftig ist. Durch die direkt auswählbare Helligkeitseinstellung und die PIP-Funktion wurde aber bereits eine Verbesserung vorgenommen.

Bildqualität

Auf der Homepage wirbt LG für den W2452V mit einem erweiterten Farbraum, der 92 Prozent des NTSC-Standards abdeckt. Dadurch sollen brillante Farben mit sehr hoher Sättigung ermöglicht werden, was subjektiv auch voll und ganz zutrifft. Ein weiteres beworbenes Feature ist der hohe dynamische Kontrast von 10.000:1.

Nach dem Einschalten bietet sich dem Betrachter ein knalliges und farbenfrohes Bild, was aber dennoch nicht überdreht oder unrealistisch aussieht. Die Helligkeit ist mit einer Voreinstellung von 359 cd/m² natürlich viel zu hoch, lässt aber das Bild kristallklar und intensiv wirken. Einen Farbstich hat der Monitor in der Werkseinstellung nicht, nur gelbe Bildanteile sind relativ grell und reichen bereits etwas ins Neongrüne, was typisch für TN-Displays mit erweitertem Farbraum ist.

Farbverläufe sehen in der Werkseinstellung recht ordentlich aus. Nimmt man in der RGB-Einstellung jedoch Veränderungen nach oben vor, werden bereits die hellsten Farbstufen verschluckt; man spricht auch von Banding. Bei einer Korrektur der Einstellungsbalken nach unten konnten wir erst ab RGB-Werten von unter 12 leichtes Banding erkennen.

Blickwinkel

Lg Flatron W2452v Monitor Lgw2452v Blickwinkel3
Blickwinkel von unten
Lg Flatron W2452v Monitor Lgw2452v Blickwinkel1
Lg Flatron W2452v Monitor Lgw2452v Blickwinkel2
Seitlicher (links) und frontaler Blickwinkel (rechts).
Lg Flatron W2452v Monitor Lgw2452v Blickwinkel4
Blickwinkel von oben

Die Blickwinkelangaben des Herstellers von 170 Grad sind wie üblich bei Monitoren mit TN-Panel übertrieben und entsprechen nicht der Praxis. Der W2452V weist bereits aus normaler Sitzposition heraus oben und unten unterschiedliche Helligkeits- und Farbwerte auf.

Zudem fällt auf, dass reines Weiß von schräg oben betrachtet türkisblau aussieht. Ähnliches haben wir bis jetzt nur beim ViewSonic VX1940w beobachtet. Die Blickwinkelabhängigkeit ist gerade noch zufriedenstellend, was dem guten horizontalen Blickwinkel zu verdanken ist.

Lg Flatron W2452v Monitor Lgw2452v Ausleuchtung
Gemessene Ausleuchtung bei einer Helligkeit von 140 cd/m² in der Mitte.

Mit dem Messgerät werden einige Helligkeitsabweichungen deutlich: Die oberen zwei Drittel der Bildfläche sind abgesehen von den Ecken fast perfekt ausgeleuchtet. Das gesamte untere Drittel ist jedoch dunkler. Die maximale Abweichung zum mittig eingestellten Helligkeitswert von 140 cd/m² beträgt 26 cd/m² bzw. 19 Prozent.

Die durchschnittliche Helligkeit liegt bei 128 cd/m², was 9 Prozent Abweichung zum Idealwert entspricht. Maximal erreicht der 24-Zöller eine beachtliche Helligkeit von rund 360 cd/m² (391 cd/m² im Filmmodus), der niedrigste Wert liegt bei 105 cd/m². Dem Benutzer bietet sich so ein Spielraum von bis zu 286 cd/m².

Lg Flatron W2452v Monitor Lgw2452v Schwarzbild
Subjektiv betrachtet sind die Helligkeitsverteilung und der Schwarzwert aus frontaler Sicht hervorragend.

Subjektiv ist die Helligkeitsverteilung bei einem schwarzem Desktop und abgedunkelter Umgebung sehr gut. Es sind aus gerader Sitzposition weder Lichtstreifen, -höfe oder -wolken zu erkennen. Bringt man jedoch eine homogene Farbfläche auf den Desktop, so erkennt man einen etwas dunkleren Streifen am oberen Bildrand.

Lg Flatron W2452v Monitor Lgw2452v Gruen
Egal wie man sich vor den Bildschirm setzt, sehen Farben und Helligkeit nie überall 100-prozentig gleich aus.

Für den normalen Gebrauch empfehlen wir die Werkseinstellung mit etwas verringerten Grün- und Blauwerten und einer auf 20 reduzierten Helligkeit. So erreicht der LG W2452V einen satten Kontrast von rund 900:1. Auch wenn der vom Hersteller angegebene dynamische Kontrast von 10.000:1 unter realen Einsatzbedingungen kaum erreichbar ist, kann der Bildschirm überzeugen.

Ausmessung und Kalibration

LG wirbt für den W2452V mit einem erweiterten Farbraum, der in der Fachsprache auch als Wide Color Gamut bezeichnet wird. Damit soll der 24-Zöller eine NTSC-Abdeckung von 92 Prozent erreichen. Dieses Feature ist in erster Linie für Grafiker interessant, da sich der Monitor so auch für andere Arbeitsumgebungen als den Standard-Farbraum sRGB benutzen lässt. Aber auch der Normalanwender profitiert vom erweiterten Farbraum in der Hinsicht, dass der Monitor kräftigere und kontrastreichere Farben darstellt als gewohnt.

Im Folgenden haben wir die Abdeckung verschiedener Farbräume ermittelt. Relevant für Standardanwender ist der sRGB-Farbraum, der üblicherweise unter Windows Verwendung findet. Wer mit Programmen arbeitet, die mit Farbprofilen umgehen können, sollte je nach Arbeitsumgebung auf die Abdeckung von AdobeRGB und ECI 2.0 achten. Der inzwischen durch ECI 2.0 ersetzte Standard Fogra 27 (Isocoated) dient lediglich zum Zwecke der Vergleichbarkeit.

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