Test Monitor NEC EX231Wp
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UGRA-Test

Abschließend haben wir den NEC EX231Wp auf die Empfehlungen der UGRA kalibriert (5800K, Gamma 1,8 und Helligkeit, sofern mit Bordmitteln erreichbar: 140 cd/m²), um seine Tauglichkeit für die digitale Druckvorstufe/Softproof zu bestimmen. Die Zertifizierung kann aber natürlich auch mit anderen Parametern erreicht werden. Falls der Monitor keinen Gamma-Regler besitzt, wird durch die Kalibrierung der Tonwertumfang im Regelfall zu stark eingeschränkt, um den Test mit den vorgegebenen Parametern zu bestehen. Den Schwarzwert begrenzen wir manuell auf 0,3 cd/m², um Schwächen des EyeOne Pro zu minimieren.

Nec Ex231wp Monitor Ugra
Der ausführliche UGRA-UDACT-Report kann als PDF Datei heruntergeladen werden.

Der Ugra-Test konnte bestanden werden, obwohl in der genaueren Aufschlüsslung des Testes der Tonwert von maximal 95 Prozent, mit 94,2 Prozent leicht unterschritten wurde.

Interpolation

Eine Interpolation kann bei älteren Programmen und Spielen nützlich sein, wenn diese nur in einer kleineren Auflösung zu betreiben sind. Spieler mit einer etwas schwächeren Grafikkarte können durch eine Reduzierung zudem die benötigte Leistung senken. Der NEC EX231Wp besitzt die beiden Bilddarstellungsvarianten „Vollbild“ und „Format“. Die erste Einstellung stellt jede Auflösung auf der gesamten Fläche dar, die zweite Einstellung vergrößert kleinere Auflösungen auch, beachtet dabei aber das richtige Seitenverhältnis und blendet entsprechend schwarze Balken ein. Eine 1:1 Darstellung wird nicht angeboten.

Interpolation Text

Brauchbare Ergebnisse lieferten die Auflösungen 1.440 x 900 und 1.024 x 768, die größte Auflösung zeigte hingegen deutliche Unschärfen, die zweitkleinste Variante leichte Unschärfen. Da die Schärfe über das OSD nicht reguliert werden kann, konnte an dieser Stelle auch nicht optimiert werden.

Nec Ex231wp Monitor Interpolation1680
Nec Ex231wp Monitor Interpolation1440
Die Auflösungen 1.680 x 1.050 (links) und 1.440 x 900 (rechts).
Nec Ex231wp Monitor Interpolation1280
Nec Ex231wp Monitor Interpolation1024
Die Auflösung 1.280 x 1.024 (links) und 1.024 x 768 (rechts).

Interpolation Spiele

Im Spiel Starcraft 2 waren bei jeder Auflösung leichte Unschärfen zu beobachten, sehr gute Ergebnisse lieferte keine Auflösung, die Unschärfen waren dafür aber nicht so deutlich wie auf dem Desktop.

Nec Ex231wp Monitor Starcraft1680
Nec Ex231wp Monitor Starcraft1440
Links Auflösung 1.680 x 1.050 (16:10) und rechts 1.440 x 900 (16:10).
Nec Ex231wp Monitor Starcraft1280
Nec Ex231wp Monitor Starcraft1024
Links Auflösung 1.280 x 1.024 (5:4) und rechts 1.024 x 768 (4:3).

Da die Schärfe nicht regulierbar ist, konnten wir die leichte Unschärfe, die sich bei fast jeder Auflösung bemerkbar machte, nicht eleminieren. Die besten Ergebnisse konnte bei einer 1:1 Darstellung mit schwarzen Balken an allen Seiten erreicht werden, dieser Modus war allerdings nur über die Grafikkarte erzwingbar. Die Leistungen im Bereich der Interpolation sind befriedigend, hier sollte die Interpolation besser von der Grafikkarte übernommen werden.

Reaktionsverhalten

Den EX231Wp haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DVI-Anschluss vermessen. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Das Datenblatt nennt für den EX231Wp eine Reaktionszeit von 25 Millisekunden (typisch). Wir messen 19,5 Millisekunden für den schnellsten Grauwechsel und 20,7 Millisekunden für schwarz-weiß. Die über alles gemittelte Bildaufbauzeit (hin und zurück) für unsere 15 Messpunkte ist mit 40,7 Millisekunden sehr lang, weil die Schaltzeiten bei den dunklen Messpunkten sehr stark ansteigen.

Nec Ex231wp Monitor Reaktion
Nec Ex231wp Monitor Over
Lange Schaltzeiten, keine Überschwinger.

Eine Overdrive-Option im OSD gibt es nicht. Die gemessenen Helligkeitsverläufe zeigen keinerlei Beschleunigungseffekte, Überschwinger sind keine zu finden. Die Ergebnisse sind typisch für ein nicht beschleunigtes VA-Panel.

Latenzzeit

Die Latenz ermitteln wir als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Die Signalverzögerung, die für Gamer interessant ist, beträgt beim EX231Wp nur 2,0 Millisekunden. Im Mittel vergehen aber weitere 20,4 Millisekunden bis zur Soll-Helligkeit, die mittlere Gesamtlatenz ist mit insgesamt 22,4 Millisekunden ziemlich lang.

Subjektive Bewertung

In Spielen konnten teilweise recht deutliche Schlieren ausgemacht werden, die auch Gelegenheitsspielern auffallen dürften. Dies ist aber auch vom Spiel und dem persönlichen subjektiven Empfinden abhängig. Anwender die selten spielen und keine Games mit sehr schnellen Bewegungen bevorzugen, dürften von diesem Effekt daher kaum betroffen sein. Hardcoregamer werden mit dem Monitor hingegen keinen Spaß haben.

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