Test Monitor NEC PA301W-BK

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Garantie LCD/Backlight (Jahre): 3 inkl. Vor-Ort-Service
max. Pixelfehler (nach ISO 13406-2): Klasse II
Panelgröße [Zoll]: 30 (P-IPS)
Pixelgröße [mm]: 0.251
Standardauflösung: 2.560 x 1.600 (16:10)
Sichtbare Bildgröße/-diagonale [mm]: 640 x 402 / 756
Eingänge, Stecker: 2 x DVI-D (digital), 2 x Displayport (digital), USB-Hub
Bildfrequenz [Hz]: 50 – 87
max. Zeilenfrequenz/Videobandbreite [kHz/MHz]: 31,5 – 98,7 / –
Farbmodi Preset/User: 8/9
LCD drehbar/Portrait Modus: Ja / Ja
LCD Display Arm Option: Ja
Ausstattung: 1 x DisplayPort Kabel, 1 x DVI-D-Kabel, Netzkabel, CD mit Anleitung, Kurzanleitung
Monitormaße (B x H x T) [mm]: 688 x 466 – 616 x 301 (mit Fuß)
Gewicht [kg]: 13,6 (mit Fuß)
Prüfzeichen: TCO 03; CE; TÜV Ergonomics; TÜV GS; C-tick; FCC Class B; PCT/Gost; UL/C-UL or CSA; CCC; ISO 9241-307 (pixel failure class II); MPR II/ MPR III; PCBC/Bmark; PSB; RoHS
Leistungsaufnahme On/Stand-by/Off [Watt]: < 155/ – / – (Herstellerangabe)

Einleitung

Der PA301W ergänzt die PA-Reihe von NEC um eine langerwartete 30-Zoll große Variante mit 2.560 x 1.600 Pixeln. Nachdem uns bereits die kleineren PA241W und PA271W überzeugen konnten, sind wir auf die Leistungen des großen Nachzüglers gespannt.

Das P-IPS Panel stammt von LG und sollte de facto der bereits länger erhältlichen H-IPS Ausführung entsprechen, die in fast allen aktuellen 30-Zoll Computerbildschirmen verbaut wird. Mit der WCG-CCFL Hintergrundbeleuchtung geht der Gerätefarbraum deutlich über sRGB hinaus. In ungemanagter Umgebung verspricht die flexible Farbraumemulation eine akkurate Darstellung ohne gefürchtete „Bonbonfarben“.

Nec Pa301w Bk Monitor Produktfoto2
Der NEC PA301W (Foto: NEC)

Die Elektronik orientiert sich an den anderen Bildschirmen der PA-Reihe: Eine programmierbare 14bit 3D-LUT und interne Rechengenauigkeit von 16bit pro Kanal bilden die Eckdaten einer leistungsfähigen Signalverarbeitung. Zusammen mit den gewohnt umfangreichen Bordmitteln und einer sorgfältigen Werksabstimmung erwarten wir uns eine Softwarekalibrierung auf dem Niveau einer Hardwarekalibrierung. Verlustbehaftete Korrekturen über die Grafikkarten-LUT sollten faktisch ausbleiben.

Auch wenn SpectraView II nicht direkt von NEC in Europa vertrieben wird: Mit der neuesten Version dieser Software, die zudem eine interessante Erweiterung erfuhr, kann auch ein europäischer PA301W hardwarekalibriert werden.

Über den DisplayPort-Eingang können optional Signale mit 10bit pro Kanal zugespielt werden. Voraussetzung ist eine Unterstützung auf Soft- und Hardwareseite.

Das Panel des NEC PA301W wird weiterhin mit 8bit pro Kanal angesteuert. Tonwertverluste, die durch die leistungsstarke Elektronik vermieden wurden, muss man trotzdem nicht befürchten: Eine (vermutlich panelinterne) FRC-Schaltung bereitet das Signal geeignet auf. Auch die Zuspielung mit 10bit pro Kanal bleibt sinnvoll möglich.

Alle im Test veröffentlichten Ergebnisse wurden am digitalen Ausgang einer nVidia Geforce GTX 280 von Gainward ermittelt. Für den Test der Videofunktionen wurden ein Lumagen RadianceXD und ein iScan VP50 verwendet. Zusätzlich kamen ein OPPO DV-980H als Zuspieler für DVDs und ein Sony S350E für Blu-rays zum Einsatz. Die farbmetrischen Messungen wurden mit einem Spektralfotometer (EyeOne Pro) durchgeführt. Für die Ermittlung des minimalen Schwarzwertes wurde ein Colorimeter (X-Rite DTP94) verwendet.

Lieferumfang

Der Karton des NEC PA301W fällt selbst für ein 30-Zoll Modell sehr wuchtig aus. Das ist nicht zuletzt der recht ausladenden Standfußkonstruktion geschuldet.

Der mitgelieferte Kabelsatz umfasst ein DVI-D- und Display-Port-Kabel sowie ein Netzkabel mit Kaltgerätestecker. Da der Bildschirm nicht mehr über analoge Eingänge verfügt, verzichtet NEC auf ein D-Sub-VGA-Kabel.

Die beigelegte CD enthält das vollständige Handbuch. Eine Kurzreferenz liegt in gedruckter Form vor. Die Software „MultiProfiler“ kann auf der NEC Homepage kostenlos herunterladen werden.

Optik und Mechanik

Das Gehäusedesign erfuhr kein Update und entspricht weitgehend den Bildschirmen aus „Professional Display“- und „Colour Management“-Reihe. Ein Nachteil ist das freilich nicht: Das puristische Design zeugt von Understatement. Der NEC PA301W präsentiert sich so als ernstzunehmender Bildschirm für den ambitionierten Nutzer. Das Gehäuse besteht aus schwarzem, mattem Kunststoff und ist nicht aufgeraut.

Nec Pa301w Bk Monitor Front1
Der NEC PA301W

Eine Rahmenbreite von rund 2,2cm geht für einen Bildschirm dieser Größe absolut in Ordnung. Üppig ist dagegen die Tiefe des Gerätes. Die meisten Bildschirme der Konkurrenz fallen bei gleicher Bildschirmdiagonale etwas kompakter aus. Großen Anteil hat dabei der Standfuß, der sehr großzügig dimensioniert wurde.

Die Verarbeitungsqualität stimmt. Der massige Standfuß gibt dem NEC PA301W auf allen Oberflächen genügend Halt. Die Drehfunktion ist weder zu leicht noch zu schwergängig. Entsprechend kann das OSD problemlos bedient werden, ohne den Bildschirm festhalten zu müssen. Mit etwas Druck gibt das Panel recht deutlich nach. Hier will NEC im Hinblick auf mögliche Verspannungen wohl auf Nummer sicher gehen. Störende Spaltmaße können wir trotzdem weder bei der Einpassung des Panels noch am Gehäuse selbst ausmachen.

Nec Pa301w Bk Monitor Vorne Unten
Nec Pa301w Bk Monitor Hinten Unten
Der NEC PA301W in der niedrigsten Stellung…
Nec Pa301w Bk Monitor Vorne Oben
Nec Pa301w Bk Monitor Hinten Oben
…und in der höchsten Stellung.

Der Regelungsbereich der Höhenverstellung beträgt rund 15 cm. Das entspricht den bislang getesteten Bildschirmen der PA-Reihe. Die maximale Neigung nach hinten ist bei 30 Grad erreicht, während die Neigung nach vorne bei etwa fünf Grad endet.

Nec Pa301w Bk Monitor Neigung Hinten
Nec Pa301w Bk Monitor Neigung Vorne
Auf den Bildern erkennen Sie den maximalen Neigungswinkel nach hinten und vorne.

Das im Standfuß eingelassene Drehgelenk erlaubt eine Drehung um bis zu 45 Grad nach links und rechts.

Nec Pa301w Bk Monitor Drehung Links
Nec Pa301w Bk Monitor Drehung Rechts
Seitliche Drehung des NEC PA301W.

Auch wenn es bei einer Bildschirmdiagonale von 30-Zoll und einer vertikalen Auflösung von 1600 Pixeln nicht unbedingt sinnvoll erscheint: Ein Betrieb in Hochkantausrichtung ist auch beim NEC PA301W möglich. Über die VESA100-Verschraubung können alternative Befestigungssysteme verwendet werden.

Nec Pa301w Bk Monitor Pivot Vorne
Nec Pa301w Bk Monitor Pivot Hinten
Der NEC PA301W in Pivotposition.

Eine aktive Kühllösung zur Abführung der Abwärme kommt nicht zum Einsatz. NEC vertraut auf die eingelassenen Lüftungsschlitze. Unser Testgerät verhält sich im Betrieb leise aber nicht unhörbar. Unabhängig von der Helligkeitseinstellung ist ein leises Fiepen auszumachen. In den meisten Arbeitsumgebungen wird es nicht störend auffallen.

Spezielle Testbilder mit harten Kontrasten führen zu einer leichten Veränderung, aber keiner Verstärkung des Geräusches. Da allerdings gerade die Geräuschentwicklung in der Regel einer erheblichen Serienstreuung unterliegt, können wir an dieser Stelle wie immer keine absolute Aussage für alle Geräte treffen.

Nec Pa301w Bk Monitor Lueftung
Die Rückseite des NEC PA301W mit den Lüftungsschlitzen.

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