Test Monitor Philips 190S5CS

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Garantie LCD/Backlight (Jahre): 3/3 incl. Vor-Ort-Austauschservice
max. Pixelfehler (nach ISO 13406-2): Klasse II
Panelgröße: 19″
Pixelgröße [mm]: 0.294
Standardauflösung: 1.280 x 1.024
Sichtbare Bildgröße/-diagonale [mm]: 376 x 301 / 480
Videoeingang, Stecker: Sub-D analog
Bildfrequenz [Hz]: 56– 75
max. Zeilenfrequenz Videobandbreite [kHz/MHz]: 30 – 82 / 135
Farbmodi Preset/User: 4 / 1
LCD drehbar/Portrait Modus: Ja / Nein
LCD Display Arm Option: Ja
Ausstattung: Sub-D Kabel, Netzteil intern, Netzkabel, Treiber
Monitormaße (B x H x T) [mm]: 425 x 377 x 235
Gewicht [kg]: 7,0
Prüfzeichen: TCO99, TÜV/GS, ISO 13406-2, CE
Leistungsaufnahme On/Stand-by/Off [Watt]: 34 / 1 / –

Einleitung

Seit wenigen Wochen gibt es spieletaugliche 19″ TFTs mit S-IPS Panel. Darauf haben die Gamer lange gewartet. Jetzt gibt es sogar das erste 19″ TN Panel. In den kleineren Größenklassen haben die spieletauglichen Geräte mit schneller Bildaufbauzeit meist ein TN Panel. Wir wollen in unserem Test herausfinden, ob die Spieletauglichkeit auch bei den 19″ Geräten gegeben ist. TN Panel haben bauartbedingt einen geringeren Blickwinkel als MVA/PVA oder IPS/S-IPS Panel. Es bleibt also abzuwarten, wie sich ein geringerer Blickwinkel bei einem 19″ LCD Gerät bemerkbar macht.

Alle in diesem Test veröffentlichten Ergebnisse wurden am analogen Eingang ermittelt und zwar an einer Gainward 750 XP Geforce4 Titanium Grafikkarte.

Lieferumfang

Geliefert wird neben dem Display ein D-Sub Kabel, ein Stromkabel, ein Infoblatt zur Inbetriebnahme und eine CD mit Treibern, PDF-Handbuch und Software (LightFrame 3 und Flat Panel Adjust).

Die Software Flat Panel Adjust soll zur Einstellung des Displays verwendet werden. Die Software bietet allerdings nur die absolut minimalsten Einstellungen an. Hier bieten Programme anderer Hersteller deutlich mehr. Falls Sie Interesse haben, finden Sie bei unseren Testprogrammen geeignetere Alternativen.

Tiefste Stellung frontale Ansicht
Tiefste Stellung frontale Ansicht
Tiefste Stellung Rückseite
Tiefste Stellung Rückseite

LightFrame ist eine exklusive Philips Hardware/Software-Technologie, die die Qualität von Foto- und Videoaufnahmen in einem ausgewählten Fenster verbessert, ohne dabei die Anzeige von textbasierenden Anwendungen zu beeinflussen. Zusammengefasst: Helle, kontrastreiche und scharfe Darstellung von Video- oder Fotoaufnahmen in ausgewählten Bereichen zusammen mit einer hochauflösenden und hochwertigen Anzeige von Text und Computer-Graphiken auf dem restlichen Bildschirm.

Inbetriebnahme

Zum Aufstellen des Gerätes halten Sie sich an die beiligende Kurzanleitung. Legen Sie das Display mit der Frontseite auf eine gerade Unterfläche und biegen den abgewinkelten Fuß in die korrekte Postition. Das Display im abgewinkelten Zustand bereits auf den Fuß zu stellen und dann zu biegen funktioniert nicht.

Strom- und Anschlusskabel sind in wenigen Sekunden installiert. Die Anschlüsse sind ausgezeichnet zugänglich.

Optik

Der Philips 190S5CS ist ein Blickfang und macht in der silbernen Version die wir testen, einen hochwertigen Eindruck. Die Power LED leuchtet in blau und macht sich gut in der silbernen Front. Der schmale Rahmen beträgt seitlich und oben lediglich 2,3 cm, sowie unten 3,7 cm. Der Philips 190S5CS ist sehr einfach höhenverstellbar. Der Abstand vom unteren Rahmen zur Schreibtischplatte beträgt in der höchsten Einstellung 9,7 cm und in der tiefsten 2,7 cm.

Die Verarbeitungsqualität ist sehr gut und auch von der Seite macht der Philips einen ausgezeichneten optischen Eindruck. Die Bedienelemente sind in einer dunkel gehaltenen Zierleiste integriert worden. Darüber ist das in silbern hochglänzende Philips Logo angebracht. Die verarbeitenen Materialien wirken keinesfalls billig. Der silberne Fuß erinnert in der Konstruktion an die neuen Samsungs 173P und 193P. Alle die ein optisches Highlight auf dem Schreibtisch wünschen, können den Monitor bedenkenlos in ihre Überlegungen mit einbeziehen.

Mechanik

Die Höhenverstellung arbeitet einwandfrei und leichtgängig. Das Neigen und seitliche Drehen des Monitors ist ebenfalls sehr einfach. Eine Pivotfunktion bietet der Philips nicht an. Der Fuß macht insgesamt einen durchdachten Eindruck, hat aber doch eine kleine Schwäche.

In der höchsten Stellung kann das Panel nicht nach hinten geneigt werden, denn dann rutscht der Bildschirm deutlich nach unten. Komplett gerade hält sich das Display aber einwandfrei in der höchsten Stellung. Im Fuß ist ein kleiner Schacht zum Verstauen der Kabel integriert. Damit sind VGA- und Stromkabel immer aufgeräumt.

Frontale Ansicht höchste Stellung
Frontale Ansicht höchste Stellung
Frontale Ansicht tiefste Stellung
Frontale Ansicht tiefste Stellung

Die Bedienung der Tasten ist angenehm, denn diese sind übersichtlich angeordnet, gut beschriftet, wackeln nicht und habe einen ausgezeichneten Druckpunkt. Direkt über die Tasten können lediglich die Helligkeit und die automatische Justierung vorgenommen werden. Um den Kontrast zu regeln, ist der Weg ins OSD leider unumgänglich.

Bedienelemente
Bedienelemente

Bildqualität

Der Philips 190S5CS macht auf den ersten Eindruck ein farbenprächtiges und subjetiv betrachtet angenehmes Bild. Auf den zweiten Blick gibt es aber doch einiges anzumerken. Die Ausleuchtung des Gerätes ist gut, auch wenn das Bild an den Rändern minimal heller wird. Der Schwarzwert ist befriedigend und der Weißwert gut. Der Weißwert kann aber nur dann als gut bewertet werden, wenn der Kontrast relativ hoch gestellt ist. Das hat den Nachteil, dass die Grauwerte nicht sonderlich überragend sind. Diese sind allenfalls als befriedigend anzusehen.

Standfuß
Standfuß

Die Interpolation ist bei Bildern sehr gut und bei Schrift gerade noch gut. Leider interpoliert der Monitor das Bild immer vollflächig. Eine seitengerechte oder 1:1 Darstellung ist leider nicht möglich. Das wäre vor allem für die Spieler wichtig.

Der Monitor arbeitet bei 100 % Helligkeit geräuschlos. Mit dieser Einstellung wird allerdings wohl niemand den Monitor ernsthaft betreiben. Sobald die Helligkeit reduziert wird, kommt ein ganz leiser Summton. Um diesen wahrnehemen zu können, muss man allerdings ganz nah an den Monitor herantreten. Beim normalen Arbeiten ist jedenfalls nichts hörbar. Die Helligkeitsreserven sind gut und auch die Helligkeitsjustierung nach unten lässt keine Wünsche offen.

Leicht schräge Ansicht
Leicht schräge Ansicht
Seitliche Ansicht
Seitliche Ansicht

Der Blickwinkel ist mit 140° (10:1) natürlich nicht perfekt, aber wer keine großen Verrenkungen vor dem Bildschirm vollbringt, erhält einen weitestgehend stabilen Blickwinkel. Der vertikale Blickwinkel ist allerdings etwas schlechter als der horizontale, obwohl für beide Werte jeweils identische Werte angegeben sind. Zu beachten ist, dass die TN Panel meist mit einem Blickwinkel von 160° (5:1) angegeben werden. Wer allerdings das Panel mit einem MVA/PVA oder IPS/S-IPS Panel mit einem Blickwinkel von 170° bis 178° vergleichen will, muss dies mit einem Kontrastverhältnis von 10:1 machen.

Abschließend betrachtet, kann das TN Panel überzeugen und die Befürchtungen dass ein TN Panel für ein 19″ Gerät nicht geeignet ist, bestätigt sich nicht. Allerdings empfanden wird das Bild für die Augen anstrengender, als beispielsweise an dem direkt daneben stehenden NEC 1920NX.

Der Philips 190S5CS ist als spieletauglich anzusehen. Dies wurde von uns anhand der Games Unreal Tournament 2003 und Quake III Team Arena getestet. Auch Hardcoregamer werden an diesem Gerät ihre helle Freude haben. Schlieren sind so gut wie keine ersichtlich. Natürlich kommt es in Spielen bei schnellen Bewegungen zu einer geringer Unschärfe, was aber nicht weiter stört. Für detaillierte Spieletests diverser Games, nutzen Sie bitte unser Forum. Dort finden Sie diverse Beiträge zum Thema. Die neuen Geräte mit S-IPS Panel erzielen in dieser Disziplin ein um Haaresbreite besseres Ergebnis. Die Unterschiede sind allerdings minimal.

Natürlich ist das Gerät ebenso dazu geeignet DVDs in sehr guter Qualität darzustellen. Hier kommt jeder Filmfreund auf seine Kosten.

Anschlüsse
Anschlüsse

Die automatische Justierung des Bildes funktioniert perfekt. Ein Unterschied zum direkt daneben stehenden und digital angeschlossenen Monitor ist nicht erkennbar.

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