Test Monitor Iiyama ProLite H540S-B

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Garantie LCD/Backlight (Jahre): 3/3 incl. Vor-Ort-Austauschservice
max. Pixelfehler (nach ISO 13406-2): Klasse II
Panelgröße: 21,3″
Pixelgröße [mm]: 0.270
Standardauflösung: 1.600 x 1.200
Sichtbare Bildgröße/-diagonale [mm]: 432 x 324 / 540
Videoeingang, Stecker: 2 x DVI-I analog & digital
Bildfrequenz [Hz]: 56 – 85
max. Zeilenfrequenz Videobandbreite [kHz/MHz]: 24 – 80 / –
Farbmodi Preset/User: 3 / 1
LCD drehbar/Portrait Modus: Ja / Ja
LCD Display Arm Option: Ja
Ausstattung: DVI-A Kabel, DVI-D Kabel, Audiokabel, Netzteil intern, Pivotsoftware, Treiber, USB-Hub, Lautsprecher
Monitormaße (B x H x T) [mm]: 466 x 415,5 – 535,5 x 241
Gewicht [kg]: 10,0
Prüfzeichen: TCO99, TÜV/GS, ISO 13406-2, CE
Leistungsaufnahme On/Stand-by/Off [Watt]: 70 / 4 / –

Einleitung

Nach dem Motto „Je mehr Platz desto besser“ testen wir den 21,3″ Iiyama H540S-B. Nach unserer Kenntnis wird im Modell ein NEC IPS Panel mit einer Bildaufbauzeit von 20 ms verbaut.

Insbesondere Geräte mit IPS oder S-IPS Panel sind bei Spielern sehr begehrt, weil diese Paneltechnologie neben einem sehr guten Blickwinkel, einer guten Farbdarstellung, auch eine schnelle Bildfolge ermöglicht und deshalb sehr gut zum Spielen geeignet ist.

Alle in diesem Test veröffentlichten Ergebnisse wurden am digitalen Eingang ermittelt. Lediglich die analoge Bildqualität wurde am analogen Anschluss getestet. Alle Tests wurden mit einer Gainward 750 XP Geforce4 Titanium Grafikkarte ermittelt.

Niedrigste Stellung von vorne
Niedrigste Stellung von vorne
Niedrigste Stellung von hinten
Niedrigste Stellung von hinten

Lieferumfang

Geliefert wird neben dem Display eine Schnellanleitung, ein D-Sub auf DVI-A Kabel, ein DVI-D Kabel, eine Kabelhalterung, ein Stromkabel, ein Audiokabel, ein USB-Kabel, Pivotsoftware und eine CD mit Treibern und Handbuch im PDF-Format.

Das Gerät wird mit einer Transportsicherung in Form eines gebogenen Metallstiftes geliefert, der im hinteren Bereich des Fußes steckt. Damit der Monitor in der Höhe verstellt werden kann, muss der Stift herausgezogen werden. Zum Entfernen drücken Sie den Monitor von oben leicht nach unten und ziehen dann den Stift heraus.

Optik

Der Iiyama H540S ist in 2 Farbvarianten lieferbar und zwar in schwarz und in weiß. Wir testen das Modell H540S-B, welches schwarz ist. Das Gerät machte eine gute Figur auf dem Schreibtisch, sowohl von vorne, als auch von der Seite. Lediglich mit ausgeklappten Lautsprechern sieht das Gerät etwas gewöhnungsbedürftig aus. Die Lautsprecher werden aber wohl in der Regel eingeklappt bleiben, aber dazu später mehr. Der Rahmen ist an allen Seiten 1,5 cm schmal und fällt deshalb kaum auf.

Leicht schräge Ansicht
Leicht schräge Ansicht
Seitliche Ansicht
Seitliche Ansicht

Mechanik

Der Fuß des Iiyama macht einen stabilen Eindruck. Das Gerät steht absolut sicher und das Display kommt nur gering zum Schwingen, wenn man es mit dem Finger antippt. Der Fuß bietet eine seitliche Drehfunktion, eine Pivotfunktion, Höhenverstellung, Neigung nach vorne und hinten und eine Kabelführung. Der Anschlagpunkt im Portrait- und Landschaftsmodus ist leider nicht perfekt. Während im Landschaftsmodus das Gerät etwas überdreht und problemlos zurückjustiert werden kann, ist der Anschlagpunkt im Portraitmodus etwas zu früh und somit steht das Gerät nicht komplett waagerecht. Im Landschaftsmodus ist am Anschlagpunkt die Höhendifferenz zur Schreibtischplatte 7 mm und im Portraitmodus 4 mm.

Über die Höhenverstellung kann das Gerät optimal ausgerichtet werden. In der untersten Stellung beträgt der Abstand zwischen Schreibtisch und Monitorrahmen 5,7 cm und in der höchsten Stellung 16,8 cm.

Bedientasten
Bedientasten

Der Monitor bietet 6 Tasten, die einen angenehmen Druckpunkt aufweisen. Direkt über die Tasten kann man das Gerät anschalten, im Analogmodus automatisch justieren, das Eingangssignal wählen, Helligkeit und Kontrast regeln und natürlich das OSD aufrufen.

Die Lautstärke der Boxen kann nur durch einen kleinen Umweg direkt über die Tasten gesteuert werden. Hierzu muss erst die + oder – Taste und danach die Menütaste gedrückt werden. Anschließend kann die Lautstärke direkt verstellt werden. Rechts neben der Power-Taste befindet sich die LED, die im Betrieb blau leuchtet.

Lautsprecher eingeklappt
Lautsprecher eingeklappt
Lautsprecher ausgeklappt
Lautsprecher ausgeklappt

Die Kabelführung wird durch eine Plastikschiene gewährleistet, die hinten am Fuß aufgesteckt wird. Die Kabel sind bei frontalem Blick auf den Monitor nicht sichtbar und auch beim Drehen in den Portraitmodus bleiben die Kabel geordnet.

Frontale Ansicht
Frontale Ansicht
Lautsprecher Detailansicht
Lautsprecher Detailansicht

Die Qualität der kleinen Boxen ist selbst für die Töne des Betriebssystems als nicht sonderlich gut anzusehen. Separate Lautsprecher sind in diesem Fall also unumgänglich, zumindest für alle die ein Mindestmaß an Qualität wünschen. Sehr positiv ist allerdings, dass die Boxen einfach nach hinten geklappt werden können und somit unsichtbar sind.

Bildqualität

Der Iiyama zeigt auf den ersten Blick ein perfektes und farbenprächtiges Bild. Aufgrund der Paneltechnologie sagt man MVA/PVA Panels in der Regel eine etwas bessere Farbdarstellung als den IPS Panels nach, was wir auch an den bisherigen IPS-Testgeräten nachvollziehen konnten. Dies erscheint uns beim H540S-B allerdings nicht so. Um die Bildqualität besser beurteilen zu können, wird der Iiyama direkt neben ein Gerät mit MVA Panel gestellt. Es ist bei der Farbdarstellung subjektiv kein Unterschied feststellbar. Der Weißwert kann mit gut und der Schwarzwert mit befriedigend beurteilt werden. An der Graustufenauflösung ist ebenfalls nichts auszusetzen, wobei das Gerät sehr helle Farbabstufungen etwas besser darstellt als ganz dunkle. Die Ausleuchtung des Gerätes ist gut. Lediglich im unteren Bereich sind 2 hellere Stellen zu finden, die aber im täglichen Arbeitseinsatz keinesfalls störend wirken.

Höchste Stellung von vorne
Höchste Stellung von vorne
Höchste Stellung von hinten
Höchste Stellung von hinten

Das Gerät arbeitet prinzipiell völlig geräuschlos. Es ist kein Summen oder Fiepen, wie bei derzeit vielen anderen am Markt angebotenen Geräten, hörbar. Kurioser Weise gibt es aber im NEC Testprogramm Naviset ein Testbild mit dem Namen H-Focus, wo diverse weiße H’s auf schwarzem Hintergrund angezeigt werden.

Sobald dieses Bild angezeigt wird, kommt ein sehr hochfrequentes Summen, was aber sofort wieder verschwindet, sobald ein anderes Bild angezeigt wird. Dies sei am Rande erwähnt, schmälert den tollen Eindruck des Iiyama aber in keiner Weise. Die Helligkeitsjustierung ist ebenfalls optimal. Die Helligkeit kann sowohl deutlich reduziert werden und bietet außerdem eine mehr als ausreichende Reserve nach oben.

Bildschirm Testmuster
Bildschirm Testmuster
Bildschirm Testmuster 2
Bildschirm Testmuster 2

Hardwareseitig bietet der Iiyama H540S-B eine vollflächige, seitengerechte und 1:1 Bilddarstellung an. Dies dürfte insbesondere die Nutzer freuen, die an dem Gerät auch spielen möchten. Auch bei interpoliertem Bild liefert der Monitor eine gute Bildqualität, lediglich die interpolierte Schrift ist mit gut bis befriedigend anzusehen.

Anschlusspanel
Anschlusspanel
Kabelmanagement
Kabelmanagement

Der Blickwinkel ist als ausgezeichnet einzustufen. Ein sichtbarer Unterschied zu einem CRT Monitor ist nicht mehr auszumachen. Vertikal und horizontal kann das gelieferte Ergebnis als optimal angesehen werden.

Auffällig ist allerdings, dass unser Testgerät intern nur mit 57,781 Hz statt den üblichen 60 Hz arbeitet. Nur mit der Software PowerStrip konnten wir den Monitor dazu bewegen seine Arbeit mit 60 Hz zu verrichten. Anzumerken ist jedoch, dass im Normalbetrieb und auch bei den Spieletests keine Auffälligkeiten, wie zum Beispiel Ruckler, erkennbar waren.

Der Iiyama ist anhand der von uns getesteten Games Unreal Tournament 2003 und Quake III Team Arena als spieletauglich anzusehen. Schlieren sind definitiv keine ersichtlich. Natürlich kommt es in Spielen bei schnellen Bewegungen zu einer geringen Unschärfe, was aber nicht weiter stört. Wir möchten darauf hinweisen, dass unser Hauptaugenmerk in diesem Test allerdings nicht auf die Spieletauglichkeit gelegt wurde. Inwiefern sich die interne Vertikalfrequenz von 57,781 Hz bei anderen Spielen und Anwendungen bemerkbar macht, kann durch uns nicht definitiv beantwortet werden. Während des Testbetriebs sind uns jedenfalls bei Anwendungen keine offensichtlichen Unterschiede zu Geräten mit interner Vertikalfrequenz von 60 Hz aufgefallen.

Standfuß
Standfuß

Natürlich ist das Gerät ebenso dazu geeignet DVDs in absolut perfekter Weise darzustellen. Hier kommt jeder Filmfreund auf seine Kosten.

Auch die analoge Bildqualität steht der digitalen in nichts nach. Die automatische Bildjustierung funktioniert optimal.

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