Test Monitor Philips 249C4QHSB
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Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert.

Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-rite i1 Display Pro Colorimeter und ein X-rite i1 Pro Spektrofotometer eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Philips 249c4qhsb Monitor Srgb 1
Philips 249c4qhsb Monitor Srgb 2
Abdeckung des sRGB-Farbraums (Erläuterung der 3D Ansichten).

Den sRGB-Farbraum deckt der 249C4QHSB zu 92 Prozent ab. Für ein Consumergerät ist dieser Wert völlig in Ordnung.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir hier zusammengefasst: DeltaE Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, DeltaC Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Vergleich des sRGB Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Nach dem Reset befindet sich der Monitor in der Farbeinstellung 6500K, der Gammaregler zeigt den Wert 2,2. Da wir im OSD auch eine sRGB-Einstellung finden, haben wir diese für die Untersuchung herangezogen.

Philips 249c4qhsb Monitor Srgb
Farbwiedergabe in der sRGB-Einstellung.

Wie so oft ist die Farbstimmung in der werksmäßigen sRGB-Einstellung mit gut 7000K ein wenig kühl. Die Abweichungen bei den Primärfarben sind groß, bei den Graustufen dagegen sehr gering. Die Gammakurve verläuft flach bei 2,2 und entspricht damit eher der Videonorm Rec.709 als der ansteigenden Kurve nach sRGB, problematisch ist das aber nicht.

Für alle üblichen Consumerzwecke wie Internet, Textverarbeitung und Filme ist in dieser Einstellung eine gute Farbwiedergabe gewährleistet. Fotoliebhaber werden vor allem die gute Graustufenwiedergabe bis ins tiefe Schwarz schätzen, würden sich aber sicherlich auch noch etwas mehr Farbraumabdeckung wünschen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erreicht. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) wird erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software erreicht.

Philips 249c4qhsb Monitor Kal
Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Nach der Kalibrierung mit iColor hält der 249C4QHSB die Vorgabewerte wesentlich besser ein. Farbwiedergabe und Gammaverlauf passen jetzt sehr gut, sogar die Graustufenwiedergabe ist noch etwas besser geworden.

Kombiniert mit der sehr guten Blickwinkelstabilität des VA-Panels ist die Farbwiedergabe sehr erfreulich. Die Anschaffung eines Colorimeters dürfte für Hobbyfotografen durchaus eine lohnende Investition sein.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Interpolation

Das OSD des 249C4QHSB bietet wie andere Philips-Geräte eine Einstellung des Seitenverhältnis des Bildes mit den Optionen „Widescreen“ und „4:3“. Inhalte werden dabei der jeweiligen Einstellung entsprechend entweder auf Vollbild gestreckt oder in ein festes 4:3-Verhältnis mit schwarzen Balken an den Seiten gepresst.

Es spielt dabei keine Rolle, welche Auflösung eingestellt ist. Eine Einstellung für eine 1:1-Darstellung oder ein korrektes Seitenverhältnis gibt es nicht. Je näher die gewählte Auflösung an dem gewählten Modus liegt, desto geringer ist die dargestellte Verzerrung. Der Modus „Widescreen“ entspricht dabei dem Seitenverhältnis der nativen Auflösung von 16:9.

Der Philips 249C4QHSB verfügt über keine Einstellung zur Regelung des Schärfegrads.

Im Folgenden betrachten wir die Darstellung der nativen Auflösung im direkten Vergleich zur kleinen HD Auflösung 720p.

Philips 249c4qhsb Monitor Gitter Nativ
Philips 249c4qhsb Monitor Gitter 720
Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.
Philips 249c4qhsb Monitor Text Nativ
Philips 249c4qhsb Monitor Text 720
Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Der Unterschied zwischen nativer Auflösung und interpolierter 720p Auflösung ist gering. Technikbedingt zeigt sich die Auflösung 720p natürlich pixelig, bleibt aber dennoch scharf und gut darstellbar.

Reaktionsverhalten

Den 249C4QHSBhaben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am HDMI-Anschluss vermessen. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ist die Summe von Anstiegszeit (rise) und Abfallzeit (fall). Wir messen sie bei 15 verschiedenen Helligkeiten. Die Charts zeigen den Schwarz-Weiß-Wechsel, den schnellsten Grau-zu-Grau-Wechsel und den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Mit aktiviertem Overdrive (Option „SmartResponse“) nennt das Datenblatt eine Reaktionszeit von 6 Millisekunden, ohne sollen es dann 12 Millisekunden sein. Wir stellen die vierstufige Overdrive-Option auf den höchsten Wert „schnellstens“ ein, dann messen wir 13,9 Millisekunden für Schwarz-Weiß und 9,4 Millisekunden für den schnellsten Grauwechsel. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 17,2 Millisekunden.

Philips 249c4qhsb Monitor Reaktion F3
Philips 249c4qhsb Monitor Over F3
SmartResponse schnellstens: zügige Schaltzeiten, teilweise stärkere Überschwinger.

Für ein VA-Panel sind diese Schaltzeiten nicht extrem kurz, aber durchaus schon zügig. Der Helligkeitsverlauf zeigt, dass sich der Overdrive auch in der höchsten Stufe noch etwas zurückhält, stärkere Überschwinger beobachten wir nur bei den Messpunkten im mittleren Helligkeitsbereich. Auch bei schnell bewegten Szenen entstehen daher nicht allzu viele auffällige Artefakte. Trotzdem empfiehlt sich dieser Modus eher für schnelle Shooter.

Philips 249c4qhsb Monitor Reaktion Off
Philips 249c4qhsb Monitor Over Off
SmartResponse aus: lange Schaltzeiten, keine Überschwinger.

In der Werksvorgabe „SmartResponse aus“ verschwinden die Überschwinger völlig. Allerdings messen wir nun auch recht lange Schaltzeiten im Bereich von 20 Millisekunden und mehr. Typisch für VA-Panel benötigen vor allem die sehr dunklen Bildwechsel viel Zeit: hier messen wir bis zu 45 Millisekunden, auch sehen wir die typischen Nachzieheffekte beim schnellen Verschieben eines schwarzen Fensters mit weißer Schrift. Im Office-Betrieb bringt dies eher selten Nachteile mit sich, die eigentliche – auch videotaugliche – Allroundeinstellung ist aber die zweithöchste Option „schnell“.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim 249C4QHSB messen wir eine kurze Signalverzögerung von 2,5 Millisekunden. Bis zur Soll-Helligkeit vergehen weitere 8,6 Millisekunden (SmartResponse schnellstens), daher ist auch die mittlere Gesamtlatenz mit insgesamt 11,1 Millisekunden noch recht kurz.

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