Test Monitor Philips 249C4QHSB
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OSD

Der Aufbau des OSD unterscheidet sich in keiner Weise von anderen gängigen Philips-Geräten. Es kommt abermals das schwarz-weiß gehaltenen OSD mit Listenansicht zum Einsatz. Im Fall des 249C4QHSB sind hier fast keine Auffälligkeiten zu verzeichnen. Ausnahme ist das Fehlen eines Schärfereglers sowie die Tatsache, dass eine Verstellung des Gamma-Reglers keine Veränderung des Bildes zu bewirken scheint. Statt dem Schärferegler existiert die Funktion SmartText. Diese bewirkt ähnliche Effekte wie ein Schärferegler und schärft das Bild nach, was aber nur in einem einzigen Schritt möglich ist.

Philips 249c4qhsb Monitor Osd1
Allgemeiner Aufbau des OSD-Menü: Menüpunkt „Input“ (Handbuch: Philips).
Philips 249c4qhsb Monitor Osd2
OSD-Schnellstart-Menü „SmartImage“.

Die Funktion SmartKolor (kein Schreibfehler unsererseits) beeinflusst die Farbdarstellung massiv und lässt das Bild stark ins Blaue kippen. Im Menü SmartImage befinden sich einige Bildschirmprofile für unterschiedlichste Anwendungsfälle.

Die Einstellung des SmartContrast bezeichnet die Funktion des dynamischen Kontrasts. Hierbei wird je nach Bildinhalt das gesamte Bild automatisch in der Helligkeit nachjustiert und ermöglicht so die theoretische Erhöhung des statischen Kontrastes.

Bildqualität

In der Werkseinstellung ist die Helligkeit der des AMVA-Panels auf 100 Prozent eingestellt und befindet sich somit im Bereich der vom Hersteller genannten 250 cd/m². Das Bild ist dadurch insgesamt etwas hell und sollte nachgeregelt werden.

Die Gleichmäßigkeit des Bildes ist subjektiv betrachtet gut. Es zeigen sich keine nennenswerten Effekte die die Bildqualität schmälern. Die Farbdarstellung ist lebendig und kräftig, neigt aber leicht ins Bläuliche. Die SmartResponse-Funktion ist standardmäßig ausgeschaltet. So zeigt sich eine leichte Bewegungsunschärfe.

Der dargestellte Kontrast ist auch in der Werkseinstellung schon sehr hoch und zeigt prima Schwarzwerte. Allerdings muss man beim Anschluss über HDMI darauf achten, den korrekten Farbraum über die Grafikkarte wiederzugeben. Einige Grafikkarten beschränken standardmäßig den Farbraum beim Anschluss via HDMI. Insbesondere nVidia Karten haben hier defizite.

Die native Auflösung des Displays von 1.920 x 1.080 Bildpunkten wird präzise und fein dargestellt, was unter Anderem an der Pixeldichte von 0,276 x 0,276 Millimetern liegt.
Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 100, Kontrast 50, Farbeinstellung 6500K. Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Die Graustufenauflösung gelingt dem 249C4QHSB gut. Es sind Stufen ab dem Wert 4 bis zu einem Wert von 252 klar vom Hintergrund zu differenzieren. Allerdings zeigt sich im Grauverlauf sichtbares Banding. Das gleiche gilt auch für die Primärfarbverläufe. Immerhin zeigt sich beim Banding keine zusätzliche Farbverfälschung. Dithering konnten wir dagegen überhaupt nicht feststellen.

Philips 249c4qhsb Monitor Grauverlauf
Graustufen und -verlauf.

Ausleuchtung

Die Ausleuchtung des Bildes ist subjektiv gut bis sehr gut. Bei schwarzem Bild lässt sich nahezu keine negative Beeinflussung erkennen. Erst aus seitlichen Blickwinkeln ist eine leichte Blaufärbung zu erkennen. Clouding oder Bleeding ist aber nicht aufgefallen.

Philips 249c4qhsb Monitor Schwarz Kurz
Philips 249c4qhsb Monitor Schwarz Lang
Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung.

Helligkeit, Kontrast und Schwarzwert

Philips 249c4qhsb Monitor Kontrast
Helligkeits- und Kontrastverlauf.

Die Helligkeit (Weißwert) kann zwischen 56 und 246 cd/m² eingestellt werden. Der untere Wert dürfte selbst in sehr dunklen Räumen recht niedrig sein, während der obere für sehr helle Umgebungen ausreicht, aber nicht mehr viele Reserven bietet. Der Helligkeitsregler arbeitet linear, bei der empfohlenen Arbeitsplatzhelligkeit von 140 cd/m² steht der Regler bereits auf 44 Prozent.

So wie viele aktuellen VA-Panels zeigt auch das Panel des 249C4QHSB extrem niedrige Schwarzwerte. Gemessen haben wir Werte zwischen 0,022 und 0,094 cd/m², damit ergibt sich ein sehr hohes Kontrastverhältnis von 2.600:1. Mit dem bloßen Auge erscheint Schwarz hier wirklich als Schwarz, bei seitlichem Draufblick lässt der Effekt allerdings etwas nach.

Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität

Philips 249c4qhsb Monitor Ausleucht
Philips 249c4qhsb Monitor Homogen
Messwerte des weißen Testbilds; links: Helligkeitsverteilung, rechts: Farbhomogenität.

Weniger perfekt ist die Helligkeitsverteilung: der Mittelwert von 92 Prozent sieht noch ganz gut aus, aber in den Randbereichen fehlt stellenweise doch schon etwas mehr Licht. Die linke untere Ecke liegt sehr nahe an der Wahrnehmungsgrenze für das bloße Auge.

Bei der Homogenität ist das Ergebnis deutlich besser. Unten rechts und links liegt das deltaE knapp über 2, ansonsten sehen wir vorwiegend Werte um 1,0. Der Mittelwert von 1,2 ist für ein Consumergerät richtig gut. Farbabweichungen innerhalb des weißen Testbilds fallen mit bloßem Auge nicht auf.

Blickwinkel

Der BenQ GW2750HM besitzt ein VA-Panel, das der MVA-Panel-Technik zuzuordnen ist und allgemein eine höhere Blickwinkelstabilität als TN-Panels aufweist. Entsprechend testen wir MVA-Panels, ebenso wie IPS-Panels, unter größeren seitlichen Blickwinkeln. Diese allgemeine Einschätzung konnten wir bei diesem Modell jedoch nicht in diesem Umfang bestätigen.

Philips 249c4qhsb Monitor Blickwinkel
Horizontale und vertikale Blickwinkel.

Das Foto zeigt den Bildschirm des Philips 249C4QHSB bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen von +45 und -30 Grad.

Der subjektive Eindruck des Blickwinkelverhaltens ist hier sehr gut. Aus normaler Sitzposition sind praktisch keine Veränderungen zu den Rändern hin sichtbar. Die leichte Bewegung des Kopfes ändert daran nichts.

Aus stärkeren Blickwinkeln ist ein leichter Kontrastverlust erkennbar, das Bild bleibt aber sehr lange sehr stabil, gerade was die Farbdarstellung betrifft.

Einziges Manko hier ist die Darstellung von sehr dunklen Bildinhalten beziehungsweise einem komplett schwarzen Bild. Hier zeigt sich eine leichte, großflächige blaue Aufhellung des Bildes aus seitlichen Betrachtungswinkeln. Im Praxiseinsatz stört das aber nicht.

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