Test Monitor Samsung F2380
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Helligkeit

Helligkeit Hersteller Gemessen
300 cd/m² 270 cd/m²
k.A. 140 cd/m²
k.A. 120 cd/m²
k.A. 24 cd/m²

Helligkeitsverteilung

Zum Ermitteln der Helligkeitsverteilung über die gesamte Panelfläche dienen 15 Messpunkte. Nach Erhöhen des Helligkeitswerts auf 55 Prozent erreichten wir in der Mitte des Displays 140 cd/m² als Optimalwert.

Samsung F2380 Monitor Samsung F2380 Helligkeitsverteilung
Die Helligkeitsverteilung, ermittelt an 15 Messpunkten.

Die Helligkeitsverteilung spiegelt nicht unseren subjektiven Eindruck wieder: Ihre maximale Abweichung beträgt jeweils 18 Prozent in der unteren beziehungsweise oberen linken Ecke. Anzumerken ist, dass bei unserem Testgerät die gesamte linke Seite unter einer stark reduzierten Helligkeit zu leiden hat. Insgesamt ist die Leistung in diesem Abschnitt daher nur befriedigend.

Blickwinkel

Die besonders großen Blickwinkel bildeten ein Kernelement von Samsungs Werbekampagne für den F2380. Mit einem vertikalen und horizontalen Blickwinkel von je 178° soll der F2380 seinen großen Brüdern mit VA- und IPS-Panels in nichts nachstehen. Inwiefern das Bild aber unter diesen Bedingungen Farbverfälschungen unterliegt, ist in dieser Angabe nicht benannt.

Samsung F2380 Monitor Samsung F2380 Blickwinkel
Das Bild zeigt mittig die frontale Sicht auf den Bildschirm, daneben die horizontal (links/rechts) und darüber die vertikal gekippten Blickwinkel (oben/unten).

In diesem Punkt hält der F2380 sein Werbeversprechen. Der Kontrast bleibt auch bei großen Winkeln stabil, leichte Farbverfälschungen sind erst bei sehr großen horizontalen Blickwinkeln zu erkennen. Dafür macht sich der sogenannte Gammashift schon bei kleinen Winkeln auffällig bemerkbar. Durch diesen kommt es auch bei frontaler Betrachtung an den Seiten zu leichten Aufhellungen (d.h. das Gamma sinkt). Es handelt sich hierbei um einen reinen Blickwinkeleffekt, der nicht durch ein anliegendes Messgerät erfasst werden kann. Aktuelle IPS-Panel erreichen in dieser Disziplin etwas bessere Ergebnisse.

Ausmessung und Kalibration

Wir haben im Folgenden den Samsung F2380 bezüglich seiner Farbechtheit überprüft und getestet, wie gut sich der TFT-Monitor kalibrieren lässt. Die Ergebnisse sind hauptsächlich für Grafik- und Fotobearbeitung interessant. Für den Officebetrieb und Spiele sind sie größtenteils vernachlässigbar, da bei diesen Anwendungen der subjektive Eindruck überwiegt.

Zunächst haben wir den maximalen Farbraum des TFTs ermittelt und einerseits mit dem Druckfarbraum „ISOcoated“ und andererseits mit dem sRGB-Farbraum verglichen.

Farbraumvergleich

sRGB ist gewissermaßen der kleinste gemeinsame Nenner für das Zusammenspiel verschiedener Eingabe- und Ausgabegeräte im Consumerbereich. Zudem geht Windows von sRGB aus, wenn zu einem Gerät oder einer Grafikdatei kein Farbprofil vorliegt.

Für „Normalanwender“ von Bedeutung ist der sRGB-Farbraum im Gegensatz zum ISOcoated-Druckfarbraum auch deshalb, weil viele Farbdrucker auf Normalpapier mit dem sRGB-Profil arbeiten. Durch die starke Verbreitung der digitalen Spiegelreflexkameras und der zunehmenden Amateurfotografie haben auch Bilderdienste viele ihrer Belichtungsmaschinen auf den sRGB-Farbraum umgestellt, um dem Kunden die Auseinandersetzung mit speziellen Farbräumen zu ersparen.

Interessant ist der Vergleich zum ISOcoated-Farbraum des Offsetdrucks, da dieser in der Regel dem Mindesten entspricht, was aktuelle Tintenstrahldrucker bewältigen können. Viele moderne Tintenstrahldrucker und Druckverfahren decken darüber hinaus einen noch größeren Bereich ab.

3D-Farbraumvergleich

Wie gut die Farbräume tatsächlich umschlossen werden, kann aber nur die folgende dreidimensionale Betrachtung der Farbräume zeigen.

Erläuterung: In den 3D-Ansichten stellt das schwarze Netz den jeweiligen Standardfarbraum dar, das weiße Netz den Monitorfarbraum. Die Schnittmenge beider Farbräume macht der bunte Würfel kenntlich. Dort, wo das schwarze Netz aus dem bunten Würfel herausragt, ist der jeweilige Standardfarbraum größer, als der, den der TFT tatsächlich darstellen kann. Ragt umgekehrt das weiße Netz aus dem Würfel heraus, so ist an dieser Stelle der Monitorfarbraum größer als der jeweilige Standardfarbraum.

ISOcoated: 92 % Abdeckung

Samsung F2380 Monitor Samsung F2380 Farbraum Iso Vorne
Samsung F2380 Monitor Samsung F2380 Farbraum Iso Hinten
sRGB-Farbraum: 99 % Abdeckung
Samsung F2380 Monitor Samsung F2380 Farbraum Srgb Vorne
Samsung F2380 Monitor Samsung F2380 Farbraum Srgb Hinten
 

Der ISOcoated Farbraum wird zu 92 % abgedeckt. Fast erfüllt wird die mit 100 Prozent beworbene Abdeckung des sRGB-Farbraums. Der Monitorfarbraum des F2380 ähnelt dem sRGB-Farbraum sehr stark, weshalb Farbabweichungen in diesem Farbraum recht gering auffallen dürften.

deltaE-Abweichung

Erläuterung der Abweichung deltaE: Die Abweichung der Farbwerte wird in deltaE 94 (dE) angegeben. Gemessen werden mehrere Grauabstufungen, die primären (RGB) und die sekundären (CMY) Grundfarben. Ein deltaE-Wert von eins entspricht dem kleinsten Farbunterschied, den das menschliche Auge üblicherweise wahrnehmen kann.

Bei den Farben erkennen die meisten Menschen Unterschiede ab einem Wert von drei. Unsere Augen sind allerdings für Grüntöne besonders empfindlich, sodass bei diesen bereits kleinere Unterschiede wahrgenommen werden. Die durchschnittliche Abweichung sollte unter drei dE liegen, das Maximum unter zehn dE, besser unter sechs dE. Bis zehn deltaE haben zwei Farben jedoch noch genügend Ähnlichkeit zueinander.

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