Test Monitor Samsung F2380
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Stromverbrauch

PVA-Panels sind in der Regel für ihren hohen Strombedarf bekannt. Die neue, von Samsung entwickelte, cPVA-Technologie tritt hier einen mehr als angenehmen Gegenbeweis an. Unser Messwert bleibt nicht nur weit unter den Herstellerangaben, sondern schlägt die stromhungrige VA- und IPS- Konkurrenz und viele „grünere“ TN-Panels.

Hersteller Gemessen
< 45 W 38,1 W
k.A. 26,0 W
k.A. 17,1 W
< 1 W 0,5 W
k.A. 0,6 W
k.A. 0,0 W

Über den integrierten Netzschalter lässt sich der Stromverbrauch im ausgeschalteten Zustand sogar auf null Watt reduzieren.

Samsung F2380 Monitor Samsung F2380 Led
Die Betriebs-LED erscheint in blauweißem Licht.

Anschlüsse

Anscheinend nicht als Multimedia-Monitor konzipiert, sondern nur auf den PC-Betrieb konzentriert, bietet der Samsung F2380 keine HDMI-Schnittstelle. Ein analoger VGA-Eingang sowie zwei digitale DVI-Eingänge mit HDCP-Unterstützung ermöglichen den Anschluss moderner, auch digitaler Peripherie – leider ohne Soundunterstützung.

Samsung F2380 Monitor Samsung F2380 Anschluesse
Die Videoeingänge von links nach rechts: VGA, DVI-D, DVI-D.

Bedienung

Die Bedienung des Bildschirmmenüs erfolgt über Tasten, welche unterhalb der silbernen Leiste mittig in die Unterkante des Displayrahmens eingelassen sind. Ihre Beschriftung ist selbst unter Optimalbedingungen nicht gut zu lesen. Die Tasten haben einen sehr guten Druckpunkt und machen einen stabilen Eindruck.

Samsung F2380 Monitor Samsung F2380 Bedienung 1
Die Beschriftung der Tasten…
Samsung F2380 Monitor Samsung F2380 Bedienung 2
… sowie die Tasten selbst.

Neben der An/Aus-Taste kann per Druck auf eine der fünf Tasten jeweils „Autoadjustment“ durchgeführt, die Quelle gewählt, direkt die Helligkeit gesteuert, Farbprofile gewechselt und auf das Menü zugegriffen werden.

OSD

Das OSD ist einfach in fünf Unterpunkte gegliedert. Im Untermenü „Bild“ können Helligkeit und Kontrast in 100 Stufen angepasst, Bildschärfe (25 Stufen) und Reaktionszeit (3 Stufen) geregelt werden. Außerdem stehen sieben Bildmodi zur Verfügung.

Samsung F2380 Monitor Samsung F2380 Osd 1
Im Bild-Untermenü werden die wichtigsten Bildschirmeinstellungen vorgenommen.

Ist Magiccolor deaktiviert, können die RGB-Werte (100 Stufen), die Farbtemperatur (vier Stufen) und das Gammawert (drei Stufen) manuell angepasst werden.

Samsung F2380 Monitor Samsung F2380 Osd 2
Erweiterte Einstellungen zur Farbwiedergabe befinden sich im Menü „Farbe“.

Im Menü „Größe & Position“ verschiebt der Nutzer OSD und Bildanzeige horizontal oder vertikal; zusätzlich ist es möglich, eine Hardwareinterpolation auszuwählen. Mehr Details hierzu finden sich beim Unterpunkt Interpolation. Das „Setup & Reset“-Submenü bietet erweiterte Einstellungen, die das Menü betreffen. Unter „Informationen“ lassen sich wichtige Daten zum vorliegenden Signal einholen.

Bildqualität

Als Panel setzt Samsung bei F2380 ein neu entwickeltes cPVA-Panel ein, welches die Vorzüge des PVA-Panels mit sich bringen soll, aber viel kostengünstiger herzustellen ist. Unter die Vorteile fallen die volle Acht-Bit-Darstellung des Signals, ein großer Blickwinkel, hoher Kontrast und eine gute Helligkeitsverteilung.

Doch leider merkt man besonders bei diesen Punkten, dass es sich um ein abgespecktes VA-Panel handelt: Die Darstellungsqualität von Graustufenverläufen des F2380 ist höchstens auf dem Niveau guter aktueller TN-Panel. Während helle Stufen noch einwandfrei gezeigt werden, zeigt sich in mittleren Stufen schon ein auffälliges Banding, das mit einer leichten Pinkfärbung einhergeht. Die Auswirkungen von Dithering, welches normalerweise nur in TN-Panels zu beobachten ist, sind auch hier zu bemerken. Dunkle Stufen erscheinen nur noch als ein einziges, undifferenziertes Schwarz. Nach der Kalibrierung sind dunkle Graustufen zwar besser differenzierbar, müssen aber durch ein noch stärkeres Banding erkauft werden.

Samsung F2380 Monitor Samsung F2380 Bildqualitaet
Keine Glanzleistung: Der Graustufenverlauf im Testbild offenbart Dithering- und Banding-Effekte.

In Zahlen ausgedrückt: Der F2380 kann im unkalibrierten Zustand die zehn dunkelsten sowie die drei hellsten Graustufen nicht differenziert darstellen, was für die Bild-, Spiel- und insbesondere Filmdarstellung in vielen Szenen sehr hinderlich ist. Keine Verbesserung bringt die Wahl eines anderen Bildmodus’.

Darüber tröstet auch der hohe statische Kontrast von 2700:1 nicht hinweg, der viele Monitore locker in den Schatten stellt. Die dynamische Kontrastangabe von 150.000:1 ist ein vom Hersteller gemessener Wert, der das Kontrastverhältnis von zwei aufeinanderfolgenden Bildern wiedergibt. Wir konnten diesen Wert in unserem Test nicht verifizieren.

Die Bildhomogenität kann dagegen überzeugen. Lichthöfe sind nicht zu erkennen. Nur in einer komplett grauen oder weißen Fläche sind sehr leichte Farberhellungen zu sehen.

Samsung F2380 Monitor Samsung F2380 Ausleuchtung 1
Samsung F2380 Monitor Samsung F2380 Ausleuchtung 2
Überzeugend: lichthoffreie Ausleuchtung bei Schwarz- und bei Graudarstellung.

Als Maximalhelligkeit gibt Samsung einen Wert von 300 cd/m² an. Dieses Ziel hat der F2380 nicht ganz erreicht. Überraschen kann dagegen die Minimalhelligkeit, die mit lediglich 24 cd/m² ein erstaunliches Ergebnis liefert. Das Helligkeitsspektrum reicht auf für alle denkbaren Arbeitsumgebungen – hier bleibt nichts zu kritisieren.

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