Test Monitor Samsung U32D970Q
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Die Verarbeitungsqualität des Gerätes war gut, es waren keine größeren Spaltmaße oder anderen negativen Eigenschaften beobachtbar. Das Design wurde zudem ansprechend gestaltet und die Mechanik wirkte passend zum Gerät.

Das Gesamtgewicht von über 13 Kilogramm zeigt außerdem, dass auch nicht an der Stabilität gespart wurde. Die Verstellmöglichkeiten waren ebenfalls ausreichend, auch wenn wir uns noch eine etwas niedrigere Höheneinstellung gewünscht hätten. Das 32-Zoll-Gerät kann sogar im Pivotmodus betrieben werden und erreicht daher insgesamt in beiden Teilbereichen die Bestnote.

Technik

Betriebsgeräusch

Das Gerät ist als lautlos zu bezeichnen. Selbst mit angelegtem Ohr konnte nur mit sehr viel Mühe ein minimales Betriebsgeräusch wahrgenommen werden. Hochfrequente Pfeiftöne oder ähnliche störenden Effekte waren ebenfalls nicht ausmachbar. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Helligkeit Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 100 % 90,0 W 88,0 W
Arbeitsplatz 140 cd/m² 40 % 63,4 W
Betrieb minimal 0 % 39,8 W
Standby-Modus maximal 0,5 W 3,7 W
Ausgeschaltet 0,5 W 0,2 W
Ausgeschaltet (Netzschalter) 0,0 W

 

Eine große Bildschirmfläche, eine hohe Auflösung und eine potente Technik benötigen entsprechend Strom, und daher verwundert es uns wenig, dass das Gerät bis zu knapp 90 Watt benötigt, wie der Hersteller auch selber angegeben hat. Im Betrieb mit 140 cd/m² wurden auch noch über 60 Watt benötigt, was zu einer Energieeffizienz von nur 0,6 cd/W führt. Dadurch erreicht das Gerät in diesem Teilabschnitt die schlechteste Note.

Vergleichbare Konkurrenzprodukte sind allerdings genauso stromhungrig, wie zum Beispiel der Test des Eizo CG277 gezeigt hat. Potentielle Käufer sollten sich daher grundsätzlich bewusst sein, dass Profimonitore in der Regel deutlich mehr Strom benötigen.

Etwas verwundert hat uns aber der Stand-by-Verbrauch von fast vier Watt. Da laut EU-Verordnung in diesem Modus eigentlich nur zwei beziehungsweise sogar nur ein Watt verbraucht werden darf. Wir haben die Messung mehrmals wiederholt, am Ergebnis änderte dies aber nichts.

Anschlüsse

Auf der linken Seite wurde der Stromanschluss angebracht, der auch einen Netzschalter besitzt, um das Gerät komplett vom Stromkreis zu trennen. Auf der anderen Seite stehen ein DVI-, ein HDMI- und zwei DisplayPort-Anschlüsse zur Verfügung. Vorhanden sind dort auch ein Audio-Ausgang, ein USB-3.0-Upstream- und zwei Downstreamports.

Samsung U32d970q Monitor Anschluss1
Samsung U32d970q Monitor Anschluss2
Anschlüsse des Samsung U32D970Q.

Über den Anschlüssen wurden auf der Rückseite zwei weitere USB-3.0-Buchsen angebracht. Diese verfügen über eine „Super-Charging“-Funktion, die im OSD aktiviert werden kann und angeschlossene mobile Gerät schneller laden können soll. Die Position der Anschlüsse ist aber gewöhnungsbedürftig, da diese dort in der Regel schwer erreichbar sind.

Samsung U32d970q Monitor Anschluss3
Zwei USB-3.0-Anschlüsse mit Super-Charging-Funktion auf der Rückseite.

Bedienung

Unter dem Frontrahmen wurden sechs mechanische Tasten angebracht, über die das OSD gesteuert wird. Die Beschriftung der Tasten ist eigentlich nicht notwendig, da softwareseitig über der Taste immer die aktuelle Funktion eingeblendet wird. Auch die Schnellzugriffe werden erst nach dem zweiten Tastendruck erreicht, da der erste eben diese Übersicht der Funktionen einblendet.

Der Druckpunkt der Tasten ist sehr angenehm und so ist auch ein schnelles Navigieren durch die Menüs möglich. Jeder Druck löst zudem ein leises Klickgeräusch aus, was als weitere Orientierung hilfreich ist.

Samsung U32d970q Monitor Bedienung
Mechanische Tasten unter dem Frontrahmen.

OSD

Das Gerät kann über die Software „Natural Color Expert“, die wir in einem späteren Abschnitt genauer darstellen, eingestellt und kalibriert werden. Zusätzlich steht aber auch ein herkömmliches OSD zur Verfügung. Eingeteilt wurden die Funktionen in fünf sinnvolle Abschnitte, wobei der letzte nur wenige allgemeine Informationen beinhaltet.

Beim ersten Druck auf eine der Tasten unter dem Rahmen erscheint immer das gleiche Menü, welches jeder Taste eine Schnellwahlfunktion zuweist. Einstellbar sind dort die Helligkeit, der Kontrast, die Lautstärke, das Eingangssignal, die Bildmodi und der PiP-/PbP-Modus. Wird die ganz linke Taste ein weiteres Mal gedrückt, erscheint dagegen das ausführliche OSD mit den fünf Reitern.

Samsung U32d970q Monitor Osd1
Übersicht der Schnellauswahlmöglichkeiten.

Der erste Reiter dürfte der wichtigste sein, da dort die Bildeinstellungen vorgenommen werden können. Gewählt werden kann zwischen sehr vielen vordefinierten Farbmodi, und wie üblich lassen sich die Helligkeit, der Kontrast und die Schärfe anpassen. Die Farbwerte Rot, Grün und Blau können genau wie der Gammawert und die Farbtemperatur individuell eingestellt werden.

Als Besonderheit lassen sich auch zwei unterschiedliche Farbmodi parallel mit geteiltem Bildschirm nebeneinander anzeigen. Einstellbar sind außerdem die Reaktionszeit und der HDMI-Schwarzwert.

Samsung U32d970q Monitor Osd2
Samsung U32d970q Monitor Osd3
Bildeinstellungen und individuelle Farbeinstellungen (Quelle: Handbuch).

Im zweiten Reiter lassen sich die Bilddarstellung bei kleineren als der nativen Auflösung und der PiP-/PbP-Modus auswählen. Diesen stellen wir in einem späteren Abschnitt auch noch genauer vor.

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Bilddarstellung und PiP-/PbP-Modus (Quelle: Handbuch).

Der dritte Abschnitt beinhaltet nur die Auswahl der Sprache und die Anzeigedauer des OSDs. Das OSD wird immer unten rechts eingeblendet, die Position lässt sich nicht verschieben und auch eine Transparenz lässt sich nicht festlegen.

Der vierte Abschnitt beinhaltet viele allgemeine Einstellungen. Auswählbar sind dort der Öko-Sparmodus, der USB-Lademodus, der PC-/AV-Modus, die DisplayPort-Version, die Quellenerkennung, die Tastenwiederholungszeit und die automatische Abschaltung.

Samsung U32d970q Monitor Osd5
Allgemeine Einstellungen (Quelle: Handbuch)

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... ist seit 2010 im Team und verfasst Testberichte für Monitore. Neben seinen Vorlieben für die Fotografie und der koreanischen Küche hatte er schon immer eine Leidenschaft für Computerspiele. Früher als reiner PC-Spieler und heute als Gamerscore-Jäger auf der Xbox.

1 KOMMENTAR

  1. Ich sitze mal wieder vor diesem Monitor und bin entsetzt über die mangelhafte Schärfe. Das Bild ist einfach super-unscharf für die angebliche Pixeldichte. Wenn man die Schärfe auf 0 herunter regelt, sieht das Bild extrem verwaschen aus. Ich habe mir den Spass erlaubt und die Pixel mit einem anderen Monitor gleicher Größe und Auflösung anhand von Fotos verglichen und erhalte ein seltsames Ergebnis. Was an Monitor 1 mit 19 Pixeln dargestellt wird, ist auf dem Samsung mit 12 Pixeln zu sehen. Allerdings wechselt die Pixelgröße am Samsung reihenweise: Kleiner, deutlich größer aber mit einem verwaschenen Strich in der Mitte. Samsung verkauft hier eine Mogelpackung und ich kann nicht fassen, dass das niemandem auffällt. Gilt übrigens auch für Farbunreinheiten an den Rändern, die ganz offensichtlich sind.

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