Test Monitor Shuttle XP17 TempAG V2 (s)
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Anschlüsse

In einer Aussparung auf der Gehäuserückseite sind die Signaleingänge des TFTs gut erreichbar angeordnet. Der XP17 TempAG V2 verfügt über folgende Anschlüsse: DVI-D (digital), D-Sub (analog) und Stromanschluss für das externe 12V Netzteil.

Shuttle Xp17 Tempag V2 S Monitor Shuttle Xp17 Tempag V2 Anschluesse
Anschlüsse des Shuttle XP17 TempAG V2

Bedienung und OSD

Die Bedientasten des XP17 TempAG V2 sind auf der linken Seite unterhalb des Gehäuses angebracht und stören so die schicke Optik nicht. Um trotzdem eine gute Bedienbarkeit zu gewährleisten, befinden sich an der Frontseite – optisch unauffällig – die zugehörigen Beschriftungen.

Die Tasten verfügen über einen spürbaren Druckpunkt und lassen sich komfortabel mit dem Finger bedienen. Die Beschriftung ist auch unter ungünstigen Lichtverhältnissen noch gut erkennbar.

Shuttle Xp17 Tempag V2 S Monitor Shuttle Xp17 Tempag V2 Tasten
Unter dem Panelgehäuse angeordnete Tasten

Einige Funktionen können direkt, ohne den Weg über das OSD (On Screen Display), aufgerufen werden: Die Taste dient zum Ein- und Ausschalten des TFTs. Mit der Taste wird das OSD geöffnet und geschlossen.

Mit der Taste kann direkt zwischen analogem und digitalem Signaleingang umgeschaltet werden. Im OSD dient sie der Navigation und Einstellung von Werten. Gleiches gilt für die Taste, mit der aber auch die Helligkeitseinstellung aufgerufen werden kann – ohne den Umweg übers Menü.

Die Taste dient im OSD dem Aufrufen von Menüpunkten und Ausführen von Funktionen. Mit der AUTO Taste wird im analogen Betrieb die automatische Bildanpassung gestartet.

Shuttle Xp17 Tempag V2 S Monitor Shuttle Xp17 Tempag V2 Symbole
Tasten-Beschriftung: Zwischen der Power- und Menütaste liegt die Stand-by-LED

Bilder und Informationen zu den OSD-Funktionen

Automatische Bildanpassung
Dieser Menüpunkt ist nur im analogen Betrieb anwählbar, denn die automatische Bildanpassung ist im digitalen Betrieb nicht nötig.

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OSD: Helligkeit 

Helligkeit
Hier wird die Helligkeit eingestellt. Standardwert ist 50%.

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OSD: Kontrast 

Kontrast
Hier wird der Kontrast eingestellt. Standardwert ist 50%.

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 OSD: Sprache

Sprache
Hier kann die Menüsprache gewählt werden.

Shuttle Xp17 Tempag V2 S Monitor Shuttle Xp17 Tempag V2 Osd4
OSD: H-V Position 

Horizontale und vertikale OSD-Position
In diesem Menü kann die Position das Menüs auf der Bildfläche eingestellt werden.

Shuttle Xp17 Tempag V2 S Monitor Shuttle Xp17 Tempag V2 Osd5
OSD: Bildeinstellung (analog) 

Bildeinstellung
Hier kann die analoge Bildanpassung manuell vorgenommen werden: Phase, Clock (Pixeltakt) und Schärfe. Die OSD-Transparenz ist sowohl im analogen wie auch digitalen Betrieb einstellbar; warum dieser Einstellungspunkt im Menü Bildeinstellung aufgenommen wurde ist allerdings ein Rätsel.

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 OSD: Information

Information
Hier werden Informationen zum Gerät und Betriebsstatus angezeigt: Modellnummer, horizontalle Frequenz (Zeilenfrequenz), vertikale Frequenz (Bildwiederholfrequenz) und aktuelle Auflösung.

Shuttle Xp17 Tempag V2 S Monitor Shuttle Xp17 Tempag V2 Osd8
 OSD: Farbeinstellungen (RGB)

Farbtemperatur
In diesem Menü kann zwischen zwei festen Farbprofilen (9300K und 6500K) und einer Benutzereinstellung ausgewählt werden.

Shuttle Xp17 Tempag V2 S Monitor Shuttle Xp17 Tempag V2 Osd8
Shuttle Xp17 Tempag V2 S Monitor Shuttle Xp17 Tempag V2 Osd9
OSD: Einstellung rot 

Im Benutzermodus lassen sich die Farbkanäle Rot, Grün und Blau individuell regeln.

Shuttle Xp17 Tempag V2 S Monitor Shuttle Xp17 Tempag V2 Osd10
 OSD: Zurücksetzen

Reset
Hier lassen sich alle Einstellungen auf die Werkseinstellung zurücksetzen. Vor dem Zurücksetzen erscheint eine Ja / Nein Abfrage.

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 OSD: Signaleingang

Auswahl Eingangssignal
Hier wird die Signalquelle (analog oder digital) ausgewählt.

Das OSD des Shuttle XP17 TempAG V2 ist nicht 100-prozentig logisch aufgebaut: Warum z.B. sind die OSD-Einstellungen über drei verschiedene Untermenüs verteilt? Die Bedienung des Menüs geht aber, dank der gut funktionierenden Tasten und der gut erkennbaren Beschriftung, dennoch problemlos von der Hand.

Bildqualität

Beim XP17 TempAG V2 setzt Shuttle auf ein TN-Panel, dessen Herkunft man uns nicht verraten wollte. Die Bildqualität des Displays ist für ein Gerät mit TN-Panel sehr gut. Bei unseren Testbildern mit feinen linearen und radialen Farbverläufen und Graustufen sind nur im grünen Farbverlauf und bei Graustufen ganz leichte Streifen erkennbar.

Ein TN-Panel kann – im Gegensatz zu VA- und IPS-Panels – nur 6 Bit pro RGB-Farbe darstellen; das ergibt 262.144 Farben. Um den Farbraum zu erweitern, wird das so genannte Dithering eingesetzt. Damit erhöht sich die Zahl der darstellbaren Farben auf 16,2 Millionen.

Der Standard-Farbraum im PC-Bereich umfasst allerdings 16,7 Millionen Farben, was 8 Bit pro RGB-Farbe entspricht. TN-Panels können bei feinen Farb- und Graustufenverläufen somit nicht alle Nuancen exakt reproduzieren, weshalb dann feine Streifen sichtbar sind.

Noch vor einem Jahr waren diese Streifen bei TN-Panels recht deutlich in allen Farbverläufen und Graustufen sichtbar. Heute funktioniert das Dithering sichtbar besser; bei den aktuell getesteten TFTs mit TN-Panel waren kaum oder nur noch sehr leichte Streifen sichtbar.

Aber nicht nur das Dithering, sondern auch die Blickwinkelstabilität aktueller TN-Panels wurde sichtlich optimiert. Allerdings sind die Blickwinkel von VA- und IPS-Panels immer noch deutlich besser.

Die Blickwinkel des XP17 TempAG liegen laut Shuttle bei 140 Grad horizontal und vertikal. Bei seitlicher Ansicht und von oben ist die Blickwinkelstabilität erstaunlich gut. Von unten machen sich allerdings schnell Farbveränderungen bemerkbar und bei steilerem Winkel werden die Farben gänzlich verfälscht. Der Blickwinkel von unten ist aber bei vielen TFTs mit TN-Panel am kritischsten. Und genau der untere Blickwinkel macht sich in der Pivotstellung negativ bemerkbar, da dieser nun zum seitlichen Blickwinkel wird. Da der Blickwinkel in der Portraitstellung schon bei kleinsten Kopfbewegungen sehr deutliche Farbveränderungen aufweist, ist ein sinnvolles Arbeiten kaum möglich. Wer tatsächlich eine Pivotfunltion benötigt, sollte sich besser ein anderes Gerät, vorzugsweise mit S-IPS pder VA Panel, auswählen.

Shuttle Xp17 Tempag V2 S Monitor Shuttle Xp17 Tempag V2 Blickwinkel1
Shuttle Xp17 Tempag V2 S Monitor Shuttle Xp17 Tempag V2 Blickwinkel2
Bild links: Blickwinkel von rechts und Bild rechts: bei frontaler Ansicht
Shuttle Xp17 Tempag V2 S Monitor Shuttle Xp17 Tempag V2 Blickwinkel3
Shuttle Xp17 Tempag V2 S Monitor Shuttle Xp17 Tempag V2 Blickwinkel4
Bild oben zeigt den Blickwinkel von unten und Bild unten zeigt den Blickwinkel von oben

Mit dem Colorimeter Silver Haze Pro (x-rite Modell DTP94) und der iColor Software von Quatographic haben wir den Shuttle XP17 TempAG V2 farblich kalibriert. Anschließend wurden der anzeigbare Farbraum und die Farbausgabequalität gemessen.

Kalibrierung

Ziel Erreicht
2.2 2.2
6500 6482
140 140
Shuttle Xp17 Tempag V2 S Monitor Shuttle Xp17 Tempag V2 Farbraum Klein
Shuttle Xp17 Tempag V2 S Monitor Shuttle Xp17 Tempag V2 Farbtreue Klein
Messdiagramme: Zur Vergrößerung und Erläuterung die Grafiken anklicken

Die maximale Helligkeit des XP17 TempAG V2 wird von Shuttle mit 300 Candela pro Quadratmeter (cd/m²) angegeben. Wir haben den Wert nachgemessen und in der Standardeinstellung (rot, grün und blau bei 50 %) eine minimale Helligkeit von 192 cd/m² und eine maximale Helligkeit von 264 cd/m² ermittelt.

Mit einer Einstellung von 0 % für RGB konnte die minimale Helligkeit auf 40 cd/m² abgesenkt werden, bei 100 % lag die maximale Helligkeit bei 283 cd/m² und somit unter dem vom Hersteller ausgewiesenen Wert.

Insgesamt ist der Bereich, in dem sich die Helligkeit regeln lässt, ausreichend groß. In der Praxis halten wir – unter normalen Lichtverhältnissen – eine Helligkeit von 140 cd/m² für einen optimalen Wert. Dieser Helligkeitswert wird beim Shuttle XP17 TempAG V2 mit 35 % für RGB in der Benutzer-Farbeinstellung, 50 % Kontrast und einer Helligkeitseinstellung von 20 % erreicht.

Der Kontrast des TFTs wird von Shuttle mit 500:1 angegeben. In der Praxis erreicht der XP17 damit noch knapp einen guten Schwarzwert.

Bei der Ausleuchtung verfehlt das Testgerät knapp ein gut und erhält von uns im Punkt Helligkeitsverteilung ein zufriedenstellend. Eine leichte Aufhellung wird vom unteren Rand zur Mitte hin schwächer und die Helligkeitsverteilung wirkt ein wenig wolkig. Wir möchten darauf hinweisen, dass die Ausleuchtung von TFTs immer einer gewissen Serienstreuung unterliegt.

Der Shuttle XP17 TempAG V2 hat eine sehr gute Bildqualität für ein Display mit TN-Panel und ordnet sich hier in der Spitze dieser Gruppe ein. Mit TFT-Monitoren, die ein VA- oder IPS-Panel verwenden, kann es aber auch der XP17 TempAG in Sachen Bildqualität nicht aufnehmen. Für ein ’sehr gut‘ hat es daher nicht gereicht, ein ‚gut‘ schafft das Display aber mit Links.

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