Test Monitor ViewSonic VP201s
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Bildqualität

Der ViewSonic VP201s liefert ein ausgezeichnetes kontrastreiches und farbenprächtiges Bild. Durch den hohen Blickwinkel von 175° vertikal und horizontal, ist ein Unterschied beim Blickwinkel mit einem Röhrenmonitor nicht mehr auszumachen. Der Blickwinkel ist in alle Richtungen absolut stabil. Wie bei den S-IPS Panels üblich, hat die Oberfläche ein leicht kristallartiges Glitzern.

Das Modell bietet einen guten Weiß und Schwarzwert, sowie eine gute Ausleuchtung. Grauwert und Farbverläufe schneiden ebenfalls mit gut ab.

Das Gerät kann sehr dunkel geregelt werden, bietet aber keine großen Helligkeitsreserven nach oben. Das Display dürfte mit Helligkeitswerten zwischen 95 bis 100 % betrieben werden. Bei ca. 95 % ist die Helligkeit nach unserem Geschmack optimal. Leider bietet das OSD keine Zahlenwerte an, so dass diese Werte nur geschätzt werden können.

Die Bildqualität bei DVD und Video ist als perfekt zu bezeichnen. Hier setzt der ViewSonic Maßstäbe. Egal ob bei dunklen oder hellen Sequenzen und unabhängig von der Geschwindigkeit der Bildfolgen, der VP201s überzeugt.

Für Spiele wie die von uns getesteten UT2003 und Quake III Team Arena ist der VP201s ebenfalls sehr gut geeignet. Der Monitor lieferte satte Farben und keine sichtbaren Schlieren. Dem Gerät kann eine volle Spieletauglichkeit bescheinigt werden.

Die analoge Bildqualität ist ausgezeichnet und ein Unterschied zur digitalen so gut wie nicht auszumachen. Das interpolierte Bild ist analog und digital gut und die automatische Bildjustierung im Analogbetrieb funktioniert einwandfrei. Allerdings sollte die Einstellung nicht mit Moiré-Bildern aus Testprogrammen vorgenommen werden. Normalerweise erzielt man damit die besten Ergebnisse. Der Viewsonic liefert das optimalste Ergebnis bei einem Schriftbild. Auch in den Testprogrammen gibt es hierfür entsprechende Bilder mit z.B. schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund.

Im Digitalbetrieb lieferte das beiliegende DVI-D Kabel (18+1) leider kein optimales Ergebnis. Das Bild wirkte unruhig und der Monitor scannte ständig den digitalen Eingang, was jeweils alle paar Sekunden einen schwarzen Bildschirm zur Folge hatte. Auch der Tausch mit einem günstigen DVI-D Kabel (24+1) der Firma Reichelt, brachte keine Verbesserung. Schließlich tauschten wir noch ein drittes Mal und wählten wieder ein DVI-D Kabel (24+1), dieses Mal allerdings mit 5 m Länge. Ab diesem Zeitpunkt waren die vorher beschriebenen Probleme behoben.

Ständige Einblendungen über die Verbindungsart nerven
Ständige Einblendungen über die Verbindungsart nerven

Ein weiterer Punkt der leider nicht optimal gelöst wurde, ist das ständige Einblenden der Info welches Signal bei welcher Auflösung verwendet wird. Dies geschieht z.B. wenn man den Standbybetrieb verlässt oder die Auflösung ändert, sogar jedes Mal wenn das Gerät an und ausgestellt wird. Leider ist die Funktion im OSD nicht abstellbar. Es ist nicht wirklich schlimm, aber eine Funktion zur Deaktivierung würde sicherlich hilfreich sein.

Insgesamt überzeugt der ViewSonic VP201s bei der Bildqualität auf der ganzen Linie.

OSD

Das OSD-Menü wird insgesamt über 4 Tasten gesteuert und dies funktioniert sehr einfach. Auch die Möglichkeit das OSD-Menü für den Pivotmodus zu drehen ist optimal. Nicht alle Hersteller bieten diese Funktion an.

Drehung des OSD-Menüs ist möglich
Drehung des OSD-Menüs ist möglich

Das Menü bietet folgende Einstellungen

Automatische Anpassung (digital nicht anwählbar)

Hier können Sie im Analogbetrieb das Bild automatisch optimal einstellen lassen.

Kontrast und Helligkeit

Hier können Sie den Kontrast und die Helligkeit justieren.

Eingabequelle

Als Auswahl stehen D-Sub, DVI-A und DVI-D zur Verfügung.

Hauptmenü OSD
Hauptmenü OSD

Farbeinstellung

Es gibt 4 voreingestellte Werte von 9300K, 6500K, 5400K und 5000K. Zusätzlich gibt es noch einen Wert der benutzerspezifisch eingestellt werden kann.

Information

Es werden als Informationen die Auflösung, die horizontale und vertikale Frequenz, der Pixeltakt, die Modellnummer und die Seriennummer angezeigt. Somit braucht die Seriennummer nicht mühsam auf der Geräterückseite gesucht werden.

Manuelle Bildanpassung

Hier kann die Bildlage im Analogbetrieb angepasst werden. Außerdem kann über die Funktion Scaling ausgewählt werden, wie der Monitor ein Bild darstellen soll, wenn das Gerät nicht in der empfohlenen Auflösung von 1.600 x 1.200 betrieben wird. Es gibt die Möglichkeit der Vollbilddarstellung, der 1:1 Darstellung und der seitengerechten Darstellung. Zusätzlich ist noch eine Schärferegulierung zu finden, die allerdings keine Bildveränderung erkennen lässt. Scaling und Schärfe sind nur auswählbar, wenn nicht die Standardauflösung verwendet wird.

Menü Einstellungen

Hier kann die Signalpriorität (D-Sub, DVI-A, DVI-D oder automatische Suche), die OSD Position, die OSD Einblendzeit (5 bis 60 Sekunden), der OSD Hintergrund (blau oder transparent), OSD Pivot (gedrehtes Menü im Pivotmodus) und die Sprache ausgewählt werden.

Zurücksetzten

Hier können die Originaleinstellungen wieder hergestellt werden.

Bewertung

Bildstabilität:
(digital)
(analog)
Blickwinkelabhängigkeit:
Kontrasthöhe:
Farbraum:
Subjektiver Bildeindruck:
Graustufenauflösung:
Helligkeitsverteilung:
Interpoliertes Bild:
Gehäuseverarbeitung und Mechanik:
Bedienung/OSD:
Geeignet für Gelegenheitsspieler:
Geeignet für Hardcorespieler:
Geeignet für DVD/Video:
Preis [incl. MWSt. in Euro]: Keine Angaben
4.6

(SEHR GUT)

Technische Spezifikation: ViewSonic VP201s

Fazit

Der ViewSonic VP201s hinterlässt einen überzeugenden Eindruck. Die Bildqualität überzeugt ebenso wie die Verarbeitung und die hervorragende Ausstattung. Ob bei Video/DVD, Office, Bildbearbeitung oder Spielen, der ViewSonic überzeugt auf der ganzen Linie.

Kritikpunkte sind der leider nicht zur Arbeit zu bewegende USB-Hub, die Tatsache dass das Modell sehr wählerisch bei der Wahl des verwendeten Kabels ist. Zumindest das mitgelieferte Kabel sollte funktioniere. Auch die Einblendung des Symbols über die Signalquelle und die Auflösung ist etwas gewöhnungsbedürftig.

Trotz der aufgeführten Kritikpunkte kann dies den sehr positiven Gesamteindruck nicht schmälern.

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