Test ViewSonic VP3481 – Curved-Allrounder für Filme
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Helligkeit, Schwarzwert, Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Leuchtdichte Weiß:

Helligkeit 100 % 50 % 0 %
Nativ 381,7 cd/m²
D65 338,9 cd/m² 165,2 cd/m² 37,0 cd/m²
5800 K 314,6 cd/m²
D50 293,2 cd/m²

Leuchtdichte Schwarz:

Helligkeit 100 % 50 % 0 %
Nativ 0,16 cd/m²
D65 0,16 cd/m² 0,08 cd/m² 0,02 cd/m²
5800 K 0,16 cd/m²
D50 0,16 cd/m²
Diagramm: Helligkeits- und Kontrastverlauf des ViewSonic VP3481– D65
Helligkeits- und Kontrastverlauf des ViewSonic VP3481– D65

Mit nativem Weißpunkt messen wir eine maximale Leuchtdichte von gut 380 cd/m². Das liegt im Bereich der Werksangabe. Ein Kontrastverhältnis von rund 2100:1 wird über die gesamte Spannbreite der Helligkeitseinstellungen eingehalten. Die Werte des Datenblatts werden hier (auch mit nativem Weißpunkt) nicht ganz erreicht – das Resultat ist aber dennoch sehr ordentlich. Hier macht sich das MVA-Panel sehr positiv bemerkbar.

Blickwinkel

Die Werksangabe für den maximalen Blickwinkel liegt bei 178 Grad in der Horizontalen und Vertikalen. Die Angaben beruhen auf einem Restkontrast von 10:1. Das sind die für moderne IPS- und VA-Panels typischen Werte. Allerdings werden weitere farbmetrische Veränderungen nicht oder nur unzureichend in die Angabe einbezogen.

Blickwinkel des Panels vom ViewSonic VP3481
Blickwinkel des ViewSonic VP3481

Das MVA-Panel ist deutlich blickwinkelstabiler als jedes TN-Panel, muss sich allerdings in Summe IPS-basierten Varianten geschlagen geben. Farbton- und insbesondere Gradationsverschiebungen fallen mit zunehmendem Blickwinkel deutlich stärker aus. Die Krümmung wirkt diesem Effekt bei frontaler Betrachtung etwas entgegen. Demgegenüber ist die Kontraststabilität erhöht, was bei der Wiedergabe dunkler Bildinhalte von Vorteil ist.

Nur geringe Aufhellungen bei seitlicher Betrachtung
Nur geringe Aufhellungen bei seitlicher Betrachtung

Farbraumvergleich in CIELAB (D50)

Die folgenden Darstellungen basieren auf den farbmetrischen Daten nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt. Das Bezugsweiß für die Aufbereitung in CIELAB ist D50 (adaptiert mit Bradford).

Weißes Volumen: Bildschirmfarbraum
Schwarzes Volumen: Referenzfarbraum
Buntes Volumen: Schnittmenge
Vergleichsziele: sRGB, Adobe RGB, ECI-RGB v2, ISO Coated v2 (ECI), DCI-P3 RGB

Farbraum Abdeckung
sRGB 99 %
Adobe RGB 76 %
ECI-RGB v2 69 %
DCI-P3 RGB 79 %
ISO Coated v2 (FOGRA39L) 92 %

Der erzielte Farbumfang erlaubt farbsicheres Arbeiten im sRGB-Arbeitsfarbraum. Größere RGB-Arbeitsfarbräume werden nicht hinreichend abgedeckt. Einschränkungen ergeben sich auch im Rahmen der Proof-Simulation. Hier können nur kleinere Farbumfänge, wie sie beispielsweise im Zeitungsdruck (wird von sRGB vollständig eingeschlossen) anzutreffen sind, vollständig reproduziert werden.

Die Werte wurden im Modus „Custom“ ermittelt, da der native Farbumfang im Zuge der Hardware-Kalibration leider nur umständlich ausgeschöpft werden kann.

Abdeckung sRGB, 3D-Schnitt 1
Abdeckung sRGB, 3D-Schnitt 1
Abdeckung sRGB, 3D-Schnitt 2
Abdeckung sRGB, 3D-Schnitt 2
Abdeckung Adobe RGB, 3D-Schnitt 1
Abdeckung Adobe RGB, 3D-Schnitt 1
Abdeckung Adobe RGB, 3D-Schnitt 2
Abdeckung Adobe RGB, 3D-Schnitt 2
Abdeckung ECI-RGB v2, 3D-Schnitt 1
Abdeckung ECI-RGB v2, 3D-Schnitt 1
Abdeckung ECI-RGB v2, 3D-Schnitt 2
Abdeckung ECI-RGB v2, 3D-Schnitt 2
Abdeckung DCI-P3 RGB, 3D-Schnitt 1
Abdeckung DCI-P3 RGB, 3D-Schnitt 1
Abdeckung DCI-P3 RGB, 3D-Schnitt 2
Abdeckung DCI-P3 RGB, 3D-Schnitt 2
Abdeckung ISO Coated v2, 3D-Schnitt 1
Abdeckung ISO Coated v2, 3D-Schnitt 1
Abdeckung ISO Coated v2, 3D-Schnitt 2
Abdeckung ISO Coated v2, 3D-Schnitt 2

Messungen vor Kalibration und Profilierung

Dynamische Regelungen werden, sofern möglich, vor den nachfolgenden Tests deaktiviert.

Werkseinstellung

Diagramm: Graubalance in der Werkseinstellung
Graubalance in der Werkseinstellung

Die Werkseinstellung des ViewSonic VP3481, basierend auf dem Modus „Custom“, überzeugt. Alle von uns erfassten Parameter korrelieren gut mit den jeweiligen Einstellungen im OSD. Die Graubalance ist ausgezeichnet.

Unter keinen Umständen sollte der Regler „Black Stabilization“ aus seiner Neutralstellung bewegt werden.

Niedrigere Werte führen zu starken Tonwertabrissen in den Tiefen, während höhere Werte diese Bereiche deutlich aufhellen. Die Kontrasteinstellung liegt standardmäßig bei 70/100. Werte bis circa 78 führen zu einer Erhöhung des Weißpegels. Hier wird etwas Kontrastumfang verschenkt.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Farbmodus sRGB im Vergleich mit sRGB

Diagramm: Farbwiedergabe sRGB in der Werkseinstellung
Farbwiedergabe sRGB in der Werkseinstellung

Der sRGB-Modus kann vollumfänglich überzeugen. Die Graubalance ist exzellent, und die sRGB-Tonwertkurve wird präzise erreicht. Geringe Abweichungen in den bunten Farben legen zudem Zeugnis von einer Farbraumtransformation ab. Nach Aktivierung der Flächenhomogenitätsverbesserung verschlechtert sich die Graubalance. Aufgrund der nun doch sehr geringen maximalen Leuchtdichte raten wir von ihrer Verwendung aber ohnehin ab.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der ViewSonic VP3481 aus Colorbration heraus Hardware-kalibriert und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt. Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Tonwertkurve, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Profilvalidierung

Diagramm: Validierung der Monitorkalibration
Validierung der Monitorkalibration

Die Kalibration hat uns einiges Kopfzerbrechen bereitet. Der volle Farbumfang kann zwar per Auswahl erreicht werden, das bedingt im Ablauf dann aber einen Verzicht auf die Anpassung von Weißpunkt und Tonwertkurve. Unter Einbeziehung der Farbraumemulation sind dagegen alle Optionen verfügbar – hier kommt es allerdings schnell zu ungewünschten Effekten. Im Rahmen unserer Tests haben wir uns den Möglichkeiten des Monitors bestmöglich angenähert.

Der ViewSonic VP3481 zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Shaper-Matrix Profil beschreibt seinen Zustand hinreichend präzise. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergab keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance ist gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Zum Vergleich haben wir nachfolgend die Ergebnisse nach der Kalibration mit nativem Farbraum aufgeführt. Bis auf die Leuchtdichte können hier keine Parameter vorgegeben werden.

Diagramm: Validierung der Monitorkalibration nativem Farbraum
Validierung der Monitorkalibration nativem Farbraum

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

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