Test ViewSonic VP3481 – Curved-Allrounder für Filme
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Overdrive 100 Hz

100 Hz, ResponseTime „Standard“

Wir ermitteln den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 12,8 ms und den schnellsten Grauwechsel mit guten 6,8 ms. Der Durchschnittswert für alle unsere 15 Messpunkte beträgt 18,5 ms. Der CtC-Wert ist mit 18,8 ms noch etwas hoch. Dafür bleibt der Helligkeitsverlauf (GtG 80–50 %) völlig neutral.

Diagramm 100 Hz, ResponseTime "Standard": Langsame Schaltzeiten
100 Hz, ResponseTime „Standard“: Langsame Schaltzeiten
Diagramm 100 Hz, ResponseTime "Standard": Völlig neutrale Abstimmung
100 Hz, ResponseTime „Standard“: Völlig neutrale Abstimmung

100 Hz, ResponseTime „Erweitert“

In der mittleren Stufe verbessern sich die Reaktionszeiten leicht. Das gilt selbst für den Schwarz-Weiß-Wechsel, der sich auf 9,6 ms verkürzt. Die Grauwechsel sinken auf durchschnittlich 14,2 ms, der schnellste Wert liegt bei 5,8 ms.

Überschwinger bleiben weiterhin aus. Der CtC-Wert beträgt immer noch hohe 15,2 ms.

Diagramm 100 Hz, ResponseTime "Erweitert": Messbar schnellere Schaltzeiten
100 Hz, ResponseTime „Erweitert“: Messbar schnellere Schaltzeiten
Diagramm 100 Hz, ResponseTime "Erweitert": Völlig neutrale Abstimmung
100 Hz, ResponseTime „Erweitert“: Völlig neutrale Abstimmung

100 Hz, ResponseTime „Ultraschnell“

In der höchsten Stufe erzielt der ViewSonic VP3481 ein klasse Ergebnis. Der Schwarz-Weiß-Wechsel sinkt auf 8 ms. Der schnellste Grauwechsel liegt bei 4,9 ms und im Mittel bei 9,2 ms – und das bei einem weiterhin völlig neutralen Helligkeitsverlauf. Allerdings ist der CtC-Wert mit 12,4 ms immer noch nicht hinreichend verkürzt. Das ist ebenso wie bei 60 Hz eine außerordentlich gute Abstimmung.

Diagramm 100 Hz, ResponseTime "Ultraschnell": Messbar schnellere Schaltzeiten
100 Hz, ResponseTime „Ultraschnell“: Messbar schnellere Schaltzeiten
Diagramm 100 Hz, ResponseTime "Ultraschnell": Völlig neutrale Abstimmung
100 Hz, ResponseTime „Ultraschnell“: Völlig neutrale Abstimmung

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall befinden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum. Jede Achse repräsentiert einen in dem Pegel und der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Diagramm ResponseTime "Standard": 60 Hz
ResponseTime „Standard“: 60 Hz
Diagramm ResponseTime "Standard": 100 Hz
ResponseTime „Standard“: 100 Hz
Diagramm ResponseTime "Erweitert": 60 Hz
ResponseTime „Erweitert“: 60 Hz
Diagramm ResponseTime "Erweitert": 100 Hz
ResponseTime „Erweitert“: 100 Hz
Diagramm ResponseTime "Ultraschnell": 60 Hz
ResponseTime „Ultraschnell“: 60 Hz
Diagramm ResponseTime "Ultraschnell": 100 Hz
ResponseTime „Ultraschnell“: 100 Hz

Latenzzeit

Die Latenz oder auch Signalverzögerungszeit ist ein wichtiger Wert für Spieler, garantieren niedrige Werte doch ein direktes Feedback. Beim ViewSonic VP3481 messen wir eine Latenz von 8,4 ms, was selbst für ambitionierte Gamer reichen sollte.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des ViewSonic VP3481 basiert auf Leuchtdioden. Ihre Helligkeit wird nicht durch Pulsweitenmodulation (PWM) reguliert. Es kommt in keinem Betriebszustand zu Unterbrechungen im Lichtstrom, die bei hinreichend geringer Frequenz als Flackern wahrgenommen werden könnten. Damit eignet sich der Monitor auch bei empfindlichen Augen für längere Arbeitseinsätze.

Diagramm: LED-Hintergrundbeleuchtung ohne PWM-Helligkeitsregelung
LED-Hintergrundbeleuchtung ohne PWM-Helligkeitsregelung

Subjektive Bewertung

Der ViewSonic VP3481 eignet sich durchaus auch für den anspruchsvollen Spieler. Das beweisen nicht nur die tollen Messwerte, die 100-Hz-Ansteuerung und die Adaptive-Sync-Implementierung. Sofern vom Spiel unterstützt, wird die Immersion durch das Breitbildformat und die Krümmung ebenfalls deutlich gesteigert. Dazu gesellt sich eine solide Bildqualität, insbesondere im sRGB-Modus.

Bewertung

ab 793,52 €
4.3

(GUT)

Fazit

Mit dem VP3481 baut ViewSonic seine ColorPro-Produktlinie erfolgreich aus. Das neue Modell ist vor allem ein guter Allrounder, was durch den Einsatz eines kontraststarken MVA-Panels unterstrichen wird. Der sorgfältig implementierte sRGB-Modus konnte uns im Test genauso überzeugen wie die geringe Leistungsaufnahme und das solide, gut verarbeitete Gehäuse.

Schwächen zeigt der Monitor dann ausgerechnet in dem vom Hersteller eigentlich angepeilten Einsatzbereich. Die W-LED-Hintergrundbeleuchtung schränkt den Farbumfang ein, und das Potenzial der an sich sehr leistungsfähigen Elektronik wird nicht vollständig genutzt. Das gilt insbesondere für die Hardware-Kalibration, wobei wir hier die Beurteilung einer zusätzlichen erweiterten Software zunächst schuldig bleiben müssen. Das umfangreiche OSD sollte unbedingt im Sinne einer konsistenten Benutzerführung überarbeitet werden.

Zu den absoluten Stärken des VP3481 zählt die Bewegtbildwiedergabe. Die Pixelbeschleunigung ist gut abgestimmt und verhilft zu exzellenten Messwerten. Dazu gesellt sich die Unterstützung von Adaptive Sync bei einer maximalen Bildwiederholfrequenz von 100 Hz.

Mit einem Straßenpreis von gut 700 Euro ist der VP3481 fair kalkuliert. Werden die angesprochenen Schwächen beseitigt, stünde einem heißen Kauftipp eigentlich nur noch der benötigte Platzbedarf entgegen.

Testlogo ViewSonic VP3481

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3 KOMMENTARE

  1. Hallo Fabian,

    tatsächlich ist in Bezug auf die Helligkeitsverteilung eine Aufwertung erfolgt. Dies ist hier dem Umstand geschuldet, dass die maximale Abweichung klar im Bereich der höheren Bewertung liegt und in der für die ISO 12646 maßgeblichen Fläche die durchschnittliche Abweichung entsprechend absinkt. Diese Folgerung ist nicht zwingend, wurde aber auch ob der Breite dann so getroffen.

    Viele Grüße

  2. Hallo,

    danke für den interessanten Test.

    Die Helligkeitsverteilung nehme ich auf Basis der Messwerte als deutlich schlechter wahr als „weit von einem schlechten Ergebnis entfernt“. Wenn ich das zugrundeliegende Schema richtig verstehe, ist der Monitor diesbezüglich als „ausreichend“ zu bewerten (durchschnittliche Abweichung: 14% > 12%). Oder habe ich hier etwas falsch verstanden?

    Hintergrund: ich suche einen Allrounder für die Arbeit, gelegentliche Fotobearbeitung und gelegentliches Gaming (mit nvidia-Karte). Dieser Bildschirm gefällt mir optisch (Standfuß, Design, ..) gut – aber ich finde leider nur wenige Gründe, ihn zu wählen, wenn ich auf die Daten gucke und ihn z.B. mit einem LG 34gn850 vergleiche. Da bleiben eigentlich nur das bessere Kontrastverhältnis und der geringere Preis. Oder interpretiere ich die Ergebnisse nicht richtig?

    Übrigens: Im Teaser-Text ist fälschlicherweise von einem IPS-Panel die Rede und das Datenblatt scheint fehlerhaft zu sein (Kontrastverhältnis, Garantie..).

    Vielen Dank und besten Gruß
    Fabian

    • Hier hat der Redakteur nicht abgewertet. Vielleicht weil der Maximalwert mit 20 % noch deutlich unter 25 % und der schlechteren Wertung zurückliegt. Ich habe da mal 2,5 von gemacht 😉 Aber Optimal ist die Helligkeitsverteilung in der Tat nicht.

      Das Datenblatt sehen wir uns mal an.

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