Test Monitor ViewSonic VX2739wm
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ISOcoated V2 (FOGRA39): 93 % Abdeckung

Viewsonic Vx2739wm Monitor Farbraum Isoc2 Lminus
Viewsonic Vx2739wm Monitor Farbraum Isoc2 Lplus
sRGB: 94 % Abdeckung
Viewsonic Vx2739wm Monitor Farbraum Srgb Lminus
Viewsonic Vx2739wm Monitor Farbraum Srgb Lplus
 

Das Ergebnis des VX2739wm in dieser Disziplin fällt für ein TN-Panel mit 93 Prozent Farbraumabdeckung im ISOcoated V2 (FOGRA39) und 94 Prozent im sRGB-Farbraum gut aus.

Auswertung der farbmetrischen Tests

Erläuterung der deltaE Abweichung: Die Abweichung der Bunttöne wird von uns in DeltaE 94 angegeben. Sie erweitert die originäre CIELAB-Formel von 1976 um Korrekturfaktoren, mit denen die Farbsättigung der Farbproben berücksichtigt wird. Wir nutzen hierbei die in der grafischen Industrie verwendeten Faktoren. Für neutralgraue Farbproben würden beide Formeln ein identisches Ergebnis liefern. Je gesättigter die Farbproben sind, umso geringer fällt der Farbstand in DeltaE 94 gegenüber der ersten Definition aus. Die vollständige Gleichabständigkeit wird aber auch mit der neueren Formel nicht erreicht.

Eine generelle Empfehlung für den empfohlenen Abweichungsbereich ist daher schwierig. Bei einem DeltaE von 1 kann man, außer bei sehr wenig gesättigten Farbproben, meist keinen Farbunterschied mehr im direkten Vergleich wahrnehmen. Über einem DeltaE von 5 muss man i.d.R. von einer starken Abweichung sprechen. Wir messen verschiedene Bunttöne (Primär- und Sekundärfarben, sowie einige Tertiärfarben). Sekundär- und insbesondere Tertiärfarben liefern gute Hinweise in Bezug auf die Linearität des Bildschirms. Im Vergleich zu sRGB kommt es bei Bildschirmen mit erweitertem Farbraum naturgemäß zu teils erheblichen Abweichungen gegenüber der sRGB-Referenz. Interessanter ist hingegen eine möglichst neutrale Grauachse bereits in der Werkseinstellung.

Für den Weißpunkt geben wir in der jeweils vorangestellten Tabelle die DeltaE-Abweichung zum Zielweißpunkt an. Im unkalibrierten Zustand kann es hier durchaus zu größeren Abweichungen kommen. Das ist zunächst meist unproblematisch. Es handelt sich bei der Zielvorgabe um eine reine (und selten ideal passende) Empfehlung. Der Abstand des Weißpunktes zur Blackbodykurve sollte aber bereits jetzt möglichst gering sein. Das kann mit der zweiten Angabe überprüft werden, die ein DeltaE von 3 nicht überschreiten sollte. Im kalibrierten Zustand müssen beide Werte deutlich niedriger ausfallen. Unsere Zielweißpunkte (D50 und D65) liegen nur wenig von der Blackbodykurve versetzt.

Erläuterung der DeltaC Abweichung: Die Neutralität der Grauachse überprüfen wir mit der Messung von Graustufen zwischen 10 und 90 Prozent, die wir in Bezug zum tatsächlichen Weißpunkt setzen. Das DeltaC gibt die Buntheitsdifferenz an und entspricht, bei unbunten Farben als Referenz, dem DeltaE ohne Helligkeitsanteil. Um unschöne Schwankungen in Richtung verschiedener Farbtöne aufzudecken, ermitteln wir auch die DeltaC-Range. Sie gibt den Betrag des größten Abstandsvektors zwischen den Farbproben in der a*-b*-Ebene wieder.

Ein Bildschirm sollte bereits in der Werkseinstellung möglichst neutral sein. Im Maximum darf ein DeltaC von 4 und eine Range von 3 keinesfalls überschritten werden, weil es sonst zu deutlichen Farbstichen kommt. Die Wahrnehmungsschwelle liegt bei Unbunttönen mit einem DeltaC von etwa 0,5 erheblich niedriger. Für ein gutes Ergebnis kann man sich an den Vorgaben des UDACT (UGRA-Test) orientieren, das einen Durchschnittswert von maximal 1 und eine Range von maximal 2 fordert. Dieses Ergebnis sollte selbstverständlich auch und gerade im kalibrierten Zustand nicht signifikant überschritten werden. Bei ab Werk sehr neutralen Bildschirmen kann es nach der Kalibrierung auch zu einer leichten Verschlechterung kommen.

Darüber hinaus bereiten wir die Gradation des Testgerätes grafisch auf. Im unkalibrierten Zustand ist ein, über die gesamte Grauachse stabiles, Gamma von etwa 2.2, oder eine sRGB-Gradation, wünschenswert. Sie ist bei den entsprechenden Grafiken als Soll-Zustand hinterlegt. Damit erreicht man schon ohne Kalibration eine, in Bezug auf die Helligkeitsverteilung, korrekte Anzeige von sRGB-Inhalten. Gleichzeitig fallen die Korrekturen während der Kalibrierung (bei Zielwerten von sRGB oder 2.2) gering aus. Ein klarer Pluspunkt ist in diesem Zusammenhang eine Gamma-Einstellung am Gerät, insbesondere wenn neben Zahlwerten auch sRGB und L* auswählbar sind. Im kalibrierten Zustand sollte der Bildschirm die vor der Kalibrierung festgelegte Charakteristik erreichen.

Vergleich der Werkseinstellung mit dem sRGB-Standard

Der VX2739wm bietet im Menü Farbeinstellungen die Voreinstellungen sRGB, 9300K, 7500K, 6500K und 5000K an, außerdem kann ein Benutzerprofil mit freien RGB-Werten erstellt werden. Nach dem Reset des Monitors sind folgende Werksvorgaben eingestellt: H100 / K70 / Farbe 6500K. Ein erster Test der Optionen ergibt folgende Farbtemperaturen und Leuchtdichten.

Voreinstellung Farbtemperatur max. Leuchtdichte
sRGB 5536K 101
9300K 8615K 196
7500K 6853K 214
6500K 6163K 286
5000K 4314K 190

Anders als zunächst zu vermuten war, erwies sich das Profil „sRGB“ leider als unbrauchbar. Die damit erzielte Farbtemperatur ist schon auf den ersten Blick viel zu warm, die Messung ergibt 5536K statt 6500K. Die zwangsweise Abschaltung des Menüpunktes „Kontrast/Helligkeit“ bei einer fest eingestellten Leuchtdichte von nur 101 cd/m² ist zudem eine völlig unnötige Einschränkung.

Für die folgende Bewertung in der Werkseinstellung haben wir daher die Einstellung 6500K verwendet.

Werkseinstellung Ziel Erreicht
D65 (6502) 6163
95.04 100.00 108.88 93.05 100.00 99.61
6,83 (D65)
– (0,08) 4,48
140 282
Nativ 0,26
Nativ 1085
sRGB (~ Gamma 2.2) 2,25

* CCT-Bezug

Viewsonic Vx2739wm Monitor Werkseinstellung Farbe
 
Viewsonic Vx2739wm Monitor Werkseinstellung Grau
 
Viewsonic Vx2739wm Monitor Werkseinstellung Gamma
 

Die Werkseinstellung „6500K“ des VX2739wm ist für ein TN-Panel erstaunlich brauchbar. Wie immer ist zwar die Leuchtdichte für einen Arbeitsplatz viel zu hoch eingestellt, doch dies lässt sich leicht korrigieren. Die übrigen Werte sind dagegen bereits gut abgestimmt. Der Gammawert liegt konstant bei guten 2,25, es fehlt nur die sRBG-typische Absenkung bei dunklen Grauwerten. Die Farbtemperatur ist etwas zu warm, doch die Abweichungen der Farbwerte sind durchaus akzeptabel, nur Blau liegt – typisch für TN-Panels – daneben. Die Grauwertabweichungen sind etwas zu hoch, aber erstaunlich gleichmäßig.

Die Abstimmung ab Werk ist insgesamt gut, wird aber vom Blickwinkel und den Abweichungen innerhalb der Schirmfläche sichtbar beeinträchtigt (siehe Helligkeitsverteilung und Homogenität). Zu beachten ist auch, dass das eigentlich mit sRGB bezeichnete Profil bei weitem nicht so gute Ergebnisse liefert.

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