Test NEC E273F: Energie­effi­zienter Office-Monitor
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27 Zoll großer Büro-Monitor der MultiSync-Serie begeistert mit einem sparsamen Energieverbrauch sowie einer guten Farbreinheit und Helligkeitsverteilung

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen im Pegel und in der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Netzdiagramm: 60 Hz, Overdrive "Aus"
60 Hz, Overdrive „Aus“
Netzdigramm: 60 Hz, Overdrive "Ein"
60 Hz, Overdrive „Ein“

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Die Signalverzögerung liegt beim NEC E273F mit 13 ms auf einem üblichen Niveau. Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist in der Werkseinstellung „Ein“ dagegen mit 4,9 ms schon ziemlich flott. Insgesamt macht das 17,9 ms.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des NEC E273F arbeitet mit W-LED und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: Sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre. Somit ist der Bildschirm selbst bei reduzierter Helligkeit für längeres Arbeiten geeignet.

Diagramm: LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Sound

Der NEC E273F verfügt über zwei integrierte Stereo-Lautsprecher mit je 1 Watt Ausgangsleistung. Das Volumen und die Klangqualität sind besser, als diese technischen Angaben vermuten lassen, und können einen schon ganz gut durch den Büro-Alltag bringen. Für eine genussvolle Musik- und Filmwiedergabe reicht das naturgegeben natürlich noch nicht.

Tonsignale können über alle Bildsignaleingänge entgegengenommen und über die integrierten Lautsprecher oder den Kopfhörerausgang wiedergegeben werden.

DVD und Video

HD-Zuspieler wie Blu-ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen können direkt an die HDMI-Buchse des NEC E273F angeschlossen werden. Dank seines 16:9-Formates ist das Gerät von Haus aus gut für die gängigsten Videoformate geeignet. Davon abweichende Videoformate wie 576p und 480p kann der Proband ohne Probleme verzerrungsfrei skalieren. Die 24p-Wiedergabe beherrscht er allerdings nicht.

Im Vergleich zu einem 24-Zoll-Monitor mit Full-HD-Auflösung bekommt man mit dem NEC E273F zwar eine etwas größere Darstellung, aber nicht unbedingt mehr Platz zum Arbeiten. Die Pixeldichte ist sogar schlechter. Im Büro hat man daher bei den üblichen Anwendungen gar nicht so viel davon.

Bei der Videowiedergabe dagegen ist die größere Diagonale auf jeden Fall ein Vorteil, da man hier meist etwas mehr Abstand zum Filmschauen einnimmt. Obschon die unterdurchschnittliche Abdeckung des sRGB-Farbraums etwas enttäuschend ist, fiel uns das beim NEC E273F subjektiv nicht so auf wie beim EIZO EV2490 (zumindest bei kräftigen Rottönen). Bei der Vorführung von Filmen und Fotos liefert das NEC-Display eine sehr natürliche Farbdarstellung vor allem bei den Hauttönen. Dieser Eindruck wird auch in unserem Blickwinkel-Testbild gut sichtbar.

Bewertung

Keine Angaben
3.9

(GUT)

Fazit

Der NEC E273F ist für den Einsatz in modernen Büros konzipiert und hat hier auch seine größte Stärke. Das Gerät zielt dabei vor allem auf Besitzer von Notebooks mit USB-C-Anschluss ab. Das reduziert den Kabelsalat, und das Notebook kann gleichzeitig mit Strom versorgt werden. Bei Nutzung des USB-C-Ports an einem Notebook kann der integrierte USB-Hub nicht mehr verwendet werden, da ein zweiter USB-Upstream vom Typ B fehlt.

Die Verarbeitung des Gerätes ist insgesamt ordentlich. Ärgerlich ist insbesondere das Standbein, das zwar umfassende Einstellmöglichkeiten bietet, dabei aber Defizite bei der Mechanik aufweist. Dank seines fast rahmenlosen Designs eignet sich der NEC E273F sehr gut für den Einsatz in Mehrschirmsystemen.

Die Bildqualität ist insgesamt gut. Überraschend positiv ist vor allem die Bildhomogenität. Der sRGB-Farbraum verpasst dagegen knapp eine gute Wertung, und der implementierte sRGB-Modus konnte im Test nicht überzeugen.

Die Reaktionszeiten sind für einen Büro-Monitor schnell, dennoch ist der 27-Zöller natürlich nicht zum Gamen konzipiert worden.

Die laufenden Kosten fallen dank einer erstklassigen Effizienz gering aus. Zum Testzeitpunkt kostete der NEC E273F ca. 349 Euro.

Testlogo NEC E273F

Hinweis in eigener Sache: PRAD erhielt den E273F leihweise von NEC zu Testzwecken. Herstellerseitig gab es weder eine Einflussnahme auf den Testbericht, noch eine Verpflichtung zur Veröffentlichung oder eine Verschwiegenheitsvereinbarung.

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Manuel Findeis

... beschäftigt sich beruflich wie privat seit über 20 Jahren intensiv mit den Themen und Entwicklungen in der IT-Branche. Als freiberuflicher Autor, Testredakteur und Fotograf, kennt er die Anforderungen an ein gutes Display. Für PRAD ist er seit 2013 tätig.

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