Test Philips 272B7QUPBEB mit USB-C-Dockingstation
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IR-Sensor

In Sachen Energieeffizienz geht der Philips 272B7QUPBEB aber noch einen Schritt weiter. Das Gerät hat einen Infrarotsensor eingebaut, der automatisch registriert, wenn sich der Nutzer vom Gerät entfernt.

IR-Sensor zum Stromsparen bei Abwesenheit (Screenshot Handbuch Philips)
IR-Sensor zum Stromsparen bei Abwesenheit (Screenshot Handbuch Philips)

Der Philips 272B7QUPBEB reduziert dann zunächst die Helligkeit und schaltet die Hintergrundbeleuchtung in der zweiten Stufe sogar komplett ab. Wie viel Strom man dabei spart, hängt natürlich von der eingestellten Helligkeit ab. In Stufe 2 mit schwarzem Bildschirm zeigt unser Messwert aber auf jeden Fall einen Verbrauch von unter 2,5 Watt an. Da man seinen Rechner nicht immer gleich fürs Kaffeeholen in den Standby-Modus schaltet und die Pause dann manchmal doch länger dauert als geplant, kann die Ersparnis aber in Summe schon recht ordentlich und auch im Geldbeutel spürbar ausfallen. Das gilt erst recht für den Einsatz in Unternehmen, wenn viele Arbeitsplätze mit dieser Technik ausgestattet sind.

In Stufe 2 ermitteln wir Einsparungen von 86 bis 93 %, die die Herstellerangabe von „bis zu 80 %“ sogar noch übertreffen.

Vorher Stufe 1 Stufe 2
Maximalhelligkeit (100 %) 17,8 W 12,9 W / 27,9 % 2,5 W / 86,0 %
140 cd/m² 36,3 W 12,9 W / 63,9 % 2,5 W / 93,0 %

 

IR-Sensor zum Stromsparen bei Abwesenheit (Screenshot Handbuch Philips)
IR-Sensor zum Stromsparen bei Abwesenheit (Screenshot Handbuch Philips)

Anschlüsse

Für die Videosignale bietet der Philips 272B7QUPBEB je einen Port für HDMI (1.4), DisplayPort-Eingang (1.2) und DisplayPort-Ausgang zum Daisy-Chaining weiterer Monitore. Der USB-C-Anschluss ist ein Multitalent, der ebenfalls Videosignale (DP-Alt-Mode) entgegennehmen kann. Ferner dient er als Upstream für den USB-3.1-Hub, der Stromversorgung (bis zu 60 Watt) und der Datenübertragung. Per RJ-45-Port kann der Monitor und damit per USB-C angeschlossene Notebooks an das Ethernet-Netzwerk (Gigabit) angebunden werden.

Die USB-C-Dockingstation ist also nicht wie bei anderen Lösungen in das Standbein integriert, sondern direkt in das Gehäuse des Monitors. Bezogen auf LAN und Stromversorgung ist das eine sehr aufgeräumte Lösung. Die USB-Downstream-Ports eignen sich aber nur für Geräte, die dauerhaft angeschlossen werden, etwa Tastatur, Speicherkartenleser und externe Festplatten. Um schnell mal einen USB-Stick anzuschließen, sind die Ports beim Philips einfach zu schlecht zugänglich. Und Funkempfänger für eine schnurlose Maus vertragen sich in der Regel nicht mit USB-3.0-Geräten.

Anschlüsse des Philips 272B7QUPBEB
Anschlüsse

Zur Funktionalität der Dockingstation haben wir keine erweiterten Durchsatz-Analysen gemacht, sondern lediglich die grundlegende Funktionsweise überprüft. Beim Anschluss eines Microsoft Surface Book 2 verlief alles unkompliziert und wie gewünscht, wie die gleichzeitige Übertragung von Bildsignal und Daten (USB und Gigabit-LAN) sowie die Stromversorgung des Notebooks.

Bedienung

Bedient wird der Philips 272B7QUPBEB über vier gut zu erreichende Multifunktionstasten, die rechts an der Unterseite des Rahmens angebracht sind. Sie haben eine angenehme Größe, einen klaren Druckpunkt und lassen sich gut ertasten. Die Beschriftung oberhalb ist bei abgedunkeltem Raum aber nur sehr schlecht zu erkennen. Das ist insofern erwähnenswert, da die Bedienung leider nicht so ganz intuitiv und logisch ist, wie man sich das eigentlich wünschen würde.

Zusätzlich gibt es noch eine Taste für den Soft-off, die man aber so gut wie nie betätigen dürfte.

Tasten und Bedienung des Philips 272B7QUPBEB
Tasten und Bedienung

OSD

Die Taste neben der Power-Taste ruft das Hauptmenü auf. Die anderen Tasten dienen dann der Navigation. Vorher sind sie mit Direktwahlfunktionen belegt, sodass sich SmartImage-Modus, Quellwahl und Sensor-Einstellung auch ohne Umweg über das Menü einstellen lassen.

Die Belegung der Direktwahltasten ist kritikwürdig, da man beispielsweise die Sensor-Empfindlichkeit sicher nicht ständig nachregeln muss. Umgekehrt erfordert eine Änderung eine umständliche Odyssee durch das Hauptmenü.

Das Hauptmenü ist auf neun Hauptkategorien verteilt, sodass man sogar auf zwei Seiten blättern muss. Die üblichen Bildmodi sucht man dort vergebens. Über die Direktwahltaste ganz links gibt es sie dann unter der Bezeichnung „SmartImage“ aber doch. Das Wort „Smart“ wird einem in Philips-Marketing-Sprache auch sehr häufig präsentiert, denn hier ist praktisch jede Funktion „smart“. Da der Monitor ab Werk bereits sehr gut hinsichtlich Farbtemperatur und Gamma abgestimmt ist, haben wir uns mit diesen Presets nicht weiter beschäftigt.

OSD: SmartImage (Screenshot Handbuch Philips)
OSD: SmartImage (Screenshot Handbuch Philips)

Das Handbuch gibt sich bei Philips mit Screenshots zum OSD recht geizig, daher haben wir hier auch nur zwei beispielhafte Abbildungen. Inhalt und Funktionsweise der einzelnen Punkte sind aber weitgehend selbsterklärend. Die Funktionalität des OSDs ist auch sehr umfangreich und bietet teilweise sogar professionelle Auswahlmöglichkeiten wie Farbtemperatur und Gamma mit genauen Zahlenwerten.

Etwas nervig ist eigentlich nur die Navigation aufgrund der nicht so intuitiven Tastenanordnung. Ansonsten ist das OSD zwar optisch schlicht, kann aber funktional durchaus zufriedenstellen.

OSD: Power-Sensor (Screenshot Handbuch Philips)
OSD: Power-Sensor (Screenshot Handbuch Philips)
OSD: Setup (Screenshot Handbuch Philips)
OSD: Setup (Screenshot Handbuch Philips)

7 KOMMENTARE

  1. Hi Manuel.
    Do you have the icc file after your calibratión. I have this Philips and would be great to apply your icc on muy computer.
    Thanks from Spain.

  2. „Und Funkempfänger für eine schnurlose Maus vertragen sich in der Regel nicht mit USB-3.0-Geräten.“

    Könnt ihr bitte darauf mal genauer eingehen? Ich planen einen Monitorkauf mit USB Hub und die meisten haben ja USB 3.0. Verwenden möchte ich den Hub für Funkmaus und Kopfhörer. Warum vertragen sich die Empfänger nicht mit USB 3.0? Danke.

    • Das ist ein altbekanntes Problem, das mit dem Philips an sich nichts zu tun hat. USB 3.0 überträgt Daten mit bis zu 5 Gigabit/Sekunde. Die Basisfrequenz beträgt dabei 2,5 GHz. Das liegt sehr nahe am 2,4 GHz-Funk-Band. Kabel, Buchsen und Geräte können daher hochfrequente Signale abstrahlen und andere Geräte stören (Funkmaus, -Tastatur, Kopfhörer, 2,4 GHz-WLAN, etc.)
      Bei guter Schirmung sollte das Problem eigentlich nicht auftreten und bei neueren Motherboards behoben sein. Ist es aber oft nicht. Das bereits beim Microsoft Surface Book 1 im Netz monierte Problem, konnte ich kürzlich auch beim Surface Book 2 eindeutig feststellen. Viele wissen das nicht und wundern sich, wieso (nach dem Anstecken eines USB-3.0-Sticks) der Rechner plötzlich ständig laggt (obwohl die Prozessor-Auslastung annähernd 0 ist). Das teils unerträgliche Ruckeln des Mauszeigers liegt aber nur daran, dass die Funkverbindung gestört wird.
      Abhilfe schafft hier meist nur ein Verlängerungskabel (bzw. ein USB-2.0-Hub). Logitech hat eine Zeitlang solche Verlängerungen seinen Schnurlos-Geräten beigelegt. Den Funkempfänger in einer USB-3.0-Buchse des Monitors direkt anzustecken ist generell keine gute Idee. Sobald man ein daneben angestecktes USB-3.0-Gerät nützt, wird auch der Funk gestört.

      • Vielen Dank für die Antwort. Diese Thematik ist an mir komplett vorbei gegangen, entsprechend erstaunt bin ich gerade wie prominent das doch ist, wenn man mal googelt. Da wurde ja bei der Entwicklung von USB 3.0 doch etwas geschlampt und man hätte eine andere Frequenz nehmen sollen.
        Wenn ich dann an dem Hub meine Funkempfänger mit Hilfe eines USB Kabels anschließen möchte, um die Störung zu umgehen, darf das dann ein USB 3.0 Kabel sein oder setzt sich die Problematik dann, nur örtlich versetzt, fort? Ist dann ein USB 2.0 Kabel notwendig?

        • Die Frequenz ist durch die Übertragungsrate 5 GB/s bedingt. Geschlampt wird da vermutlich eher bei der Schirmung. Möglicherweise ist das in der Nähe der Ports auch nicht besser realisierbar.

          Das Kabel ist egal. Ein USB-3.0 Kabel sollte generell besser geschirmt sein. Wenn Du aber an den Monitor einen HUB anschließt, wäre für Funk-Geräte, sofern sie auch nur USB-2.0 können, einen USB 2.0-Hub zu verwenden. Sonst ja, das Problem wird dann örtlich nur versetzt.

          Wenn an einem USB-3.0-Hub neben einem Funk-Empfänger ein USB-3.0-Stick angeschlossen ist, tritt das Problem übrigens erst auf, wenn man auch tatsächlich auf den Stick zugreift. Das Bedienen des Datei-Explorers kann dann aber äußerst mühselig werden…

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