Test Philips 272B7QUPBEB mit USB-C-Dockingstation
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Messungen nach Kalibration und Profilierung

Profilvalidierung

Diagramm: Profilvalidierung
Profilvalidierung

Der Philips 272B7QUPBEB zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergibt keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance ist gut, und die Farbwerte sind sogar sehr gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Diagramm: Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)
Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Bei den Farben sind praktisch keine nennenswerten Auffälligkeiten auszumachen. Insgesamt ist das Ergebnis bei den Farbwerten sehr gut. Die Graubalance bleibt wie gehabt auf einem guten Niveau.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit Adobe RGB (farbtransformiert)

Diagramm: Vergleich mit Adobe RGB (farbtransformiert)
Vergleich mit Adobe RGB (farbtransformiert)

Den Adobe-RGB-Farbraum kann der Philips 272B7QUPBEB immerhin zu 86 % abdecken. Insbesondere stark gesättigte Grüntöne können aber nicht vollständig dargestellt werden. Das erklärt auch die hier zu sehenden höheren Abweichungen in der Grafik. Der lineare Gammaverlauf des nativen Farbraums kommt dem Philips 272B7QUPBEB beim Vergleich mit dem Adobe-RGB-Farbraum zugute, da hier auch der Sollverlauf linear ist.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Den Philips 272B7QUPBEB haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 5 ms für GtG genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden. Für seine „SmartResponse“ getaufte Overdrive-Funktion besitzt das Gerät vier Reglerpositionen („Aus“, „Schnell“, „Schneller“, „Am schnellsten“). In der Werkseinstellung ist die Option „Aus“ aktiviert. In dieser werden die Reaktionszeiten nicht gekürzt.

60 Hz, Overdrive „Aus“

Ab Werk ist der „SmartResponse“ genannte Overdrive abgeschaltet. Die Abstimmung ist damit völlig neutral, die Schaltzeiten aber auch eher mäßig. Das Schaltzeitendiagramm zeigt unter anderem, wie sich verschiedene Helligkeitssprünge addieren, wie schnell der Monitor in der Werkseinstellung im besten Fall reagiert und von welcher mittleren Reaktionszeit ausgegangen werden kann.

Diagramm: 60 Hz (Overdrive „Aus“): mäßige Schaltzeiten mit hohem CtC-Wert
60 Hz (Overdrive „Aus“): mäßige Schaltzeiten mit hohem CtC-Wert
Diagramm: 60 Hz (Overdrive „Aus“): keine Überschwinger
60 Hz (Overdrive „Aus“): keine Überschwinger

60 Hz, Overdrive „Schneller“

Die Stufe „Schnell“ haben wir uns gespart und den Philips gleich auf „Schneller“ gesetzt. Die Reaktionszeiten werden hier schon recht effektiv verkürzt, ohne merkliche Überschwinger zu produzieren.

Der Schwarz-Weiß-Wechsel verbessert sich von 15,2 auf 12,4 ms, und der schnellste Grauwechsel von 15,2 auf 9,2 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte sinkt von 21,9 auf 13,6 ms. Der CtC-Wert liegt jetzt mit 9,6 ms ebenfalls in einem guten Bereich.

Diagramm: 60 Hz (Overdrive „Schneller“): flotte Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „Schneller“): flotte Schaltzeiten
Diagramm: 60 Hz (Overdrive „Schneller“): minimale Überschwinger
60 Hz (Overdrive „Schneller“): minimale Überschwinger

60 Hz, Overdrive „Am schnellsten“

Schaltet man den Overdrive des Philips in die höchste Stufe, legen auch die Reaktionszeiten noch einmal merklich zu. Den Schwarz-Weiß-Wechsel messen wir mit 12 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 7,4 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte sinkt weiter von 13,6 auf flotte 10,3 ms. Auch der für kritische Farbwechsel wichtige CtC-Wert ist mit 6,4 ms schnell.

Dennoch zeigen sich nur moderate Überschwinger. Steht die Bildqualität im Vordergrund, empfehlen wir die Einstellung „Schneller“. Zum Spielen kann man getrost in den höchsten Gang schalten.

Diagramm: 60 Hz (Overdrive „Am schnellsten“): schnelle Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „Am schnellsten“): schnelle Schaltzeiten
Diagramm: 60 Hz (Overdrive „Am Schnellsten“): moderate Überschwinger
60 Hz (Overdrive „Am Schnellsten“): moderate Überschwinger

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen in dem Pegel und der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Diagramm: 60 Hz, Overdrive „Aus“
60 Hz, Overdrive „Aus“
Diagramm: 60 Hz, Overdrive „Schneller“
60 Hz, Overdrive „Schneller“
Diagramm: 60 Hz, Overdrive „Am schnellsten“
60 Hz, Overdrive „Am schnellsten“

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. In der höchsten Overdrive-Stufe liefert der Philips nicht nur sehr flotte Schaltzeiten, sondern hält auch die Überschwinger in Zaum. Die halbe mittlere Bildwechselzeit liegt bei 5,2 ms. Dazu kommt glücklicherweise auch noch eine kurze Signalverzögerung von nur 10,7 ms. Insgesamt macht das 15,9 ms.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des Philips 272B7QUPBEB arbeitet mit White LED und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: Sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre.

LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Der Philips 272B7QUPBEB ist ein sehr guter Allrounder, der sich auch im Bereich Gaming überraschend gut schlägt. Die Reaktionszeiten können nicht nur im Bereich von Office und Photoshop & Co überzeugen, sondern auch beim Spielen. Die WQHD-Auflösung ist zudem ein Sweet Spot beim Preis-Leistungs-Verhältnis – sowohl beim Kauf eines Monitors als auch bei der notwendigen Grafikkarte.

7 KOMMENTARE

  1. Hi Manuel.
    Do you have the icc file after your calibratión. I have this Philips and would be great to apply your icc on muy computer.
    Thanks from Spain.

  2. „Und Funkempfänger für eine schnurlose Maus vertragen sich in der Regel nicht mit USB-3.0-Geräten.“

    Könnt ihr bitte darauf mal genauer eingehen? Ich planen einen Monitorkauf mit USB Hub und die meisten haben ja USB 3.0. Verwenden möchte ich den Hub für Funkmaus und Kopfhörer. Warum vertragen sich die Empfänger nicht mit USB 3.0? Danke.

    • Das ist ein altbekanntes Problem, das mit dem Philips an sich nichts zu tun hat. USB 3.0 überträgt Daten mit bis zu 5 Gigabit/Sekunde. Die Basisfrequenz beträgt dabei 2,5 GHz. Das liegt sehr nahe am 2,4 GHz-Funk-Band. Kabel, Buchsen und Geräte können daher hochfrequente Signale abstrahlen und andere Geräte stören (Funkmaus, -Tastatur, Kopfhörer, 2,4 GHz-WLAN, etc.)
      Bei guter Schirmung sollte das Problem eigentlich nicht auftreten und bei neueren Motherboards behoben sein. Ist es aber oft nicht. Das bereits beim Microsoft Surface Book 1 im Netz monierte Problem, konnte ich kürzlich auch beim Surface Book 2 eindeutig feststellen. Viele wissen das nicht und wundern sich, wieso (nach dem Anstecken eines USB-3.0-Sticks) der Rechner plötzlich ständig laggt (obwohl die Prozessor-Auslastung annähernd 0 ist). Das teils unerträgliche Ruckeln des Mauszeigers liegt aber nur daran, dass die Funkverbindung gestört wird.
      Abhilfe schafft hier meist nur ein Verlängerungskabel (bzw. ein USB-2.0-Hub). Logitech hat eine Zeitlang solche Verlängerungen seinen Schnurlos-Geräten beigelegt. Den Funkempfänger in einer USB-3.0-Buchse des Monitors direkt anzustecken ist generell keine gute Idee. Sobald man ein daneben angestecktes USB-3.0-Gerät nützt, wird auch der Funk gestört.

      • Vielen Dank für die Antwort. Diese Thematik ist an mir komplett vorbei gegangen, entsprechend erstaunt bin ich gerade wie prominent das doch ist, wenn man mal googelt. Da wurde ja bei der Entwicklung von USB 3.0 doch etwas geschlampt und man hätte eine andere Frequenz nehmen sollen.
        Wenn ich dann an dem Hub meine Funkempfänger mit Hilfe eines USB Kabels anschließen möchte, um die Störung zu umgehen, darf das dann ein USB 3.0 Kabel sein oder setzt sich die Problematik dann, nur örtlich versetzt, fort? Ist dann ein USB 2.0 Kabel notwendig?

        • Die Frequenz ist durch die Übertragungsrate 5 GB/s bedingt. Geschlampt wird da vermutlich eher bei der Schirmung. Möglicherweise ist das in der Nähe der Ports auch nicht besser realisierbar.

          Das Kabel ist egal. Ein USB-3.0 Kabel sollte generell besser geschirmt sein. Wenn Du aber an den Monitor einen HUB anschließt, wäre für Funk-Geräte, sofern sie auch nur USB-2.0 können, einen USB 2.0-Hub zu verwenden. Sonst ja, das Problem wird dann örtlich nur versetzt.

          Wenn an einem USB-3.0-Hub neben einem Funk-Empfänger ein USB-3.0-Stick angeschlossen ist, tritt das Problem übrigens erst auf, wenn man auch tatsächlich auf den Stick zugreift. Das Bedienen des Datei-Explorers kann dann aber äußerst mühselig werden…

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