Test Philips 272B7QUPBEB mit USB-C-Dockingstation

27 Zoll USB-C-Monitor kann im Test mit einer guten Ausstattung und tollem Preis-Leistungsverhältnis überzeugen

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Einleitung

Unter der Marke Philips sind mit dem 349P7FUBEB und dem 272B7QUPBEB gerade zwei neue Monitore auf den Markt gekommen, die eine USB-C-Dockingstation bereits integriert haben. Mittels USB-C kann der Anwender beispielsweise Geräte-Akkus aufladen, Audio- und Videosignale mit unterschiedlichen Protokollen übermitteln und sich auch via LAN mit dem Netzwerk verbinden – alles über ein einziges Kabel.

Ob als Ladestation für mobile Geräte und Notebooks, als Dockingstation für die Peripherie und diverses Zubehör wie Kameras oder Kopfhörer oder als Verbindungsmodul für mehrere Displays, die Einsatzzwecke sind vielfältig. MMD baut daher sein Portfolio an Displays mit USB-C-Dockinglösung aus. Philips selbst hat die Produktion von Monitoren nämlich vor geraumer Zeit aufgegeben. Die Geräte werden stattdessen von MMD als Markenlizenzpartner für Philips-Monitore gefertigt.

Wir haben hier zunächst den kleineren Philips 272B7QUPBEB getestet. Das Gerät ist mit einem 27 Zoll großen IPS-Panel ausgestattet, das mit 2560 x 1440 Pixel (WQHD) auflöst. Das IPS-Panel sorgt nicht nur für stabile Blickwinkel von 178 Grad (vertikal und horizontal), sondern bietet auch einen erweiterten Farbraum für lebendigere Bilder.

Für die Ergonomie sollen umfangreiche Funktionen des Standbeins und ein augenschonender Low-Blue-Modus sorgen. Ein integrierter Power-Sensor schont zudem den Geldbeutel und soll bis zu 80 % Energie sparen.

Philips 272B7QUPBEB mit USB-C-Dockingstation

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Hands on Video Philips 272B7QUPBEB

Detaillierte Informationen zu den Ausstattungsmerkmalen und den Spezifikationen finden Sie im Philips 272B7QUPBEB Datenblatt. Zum Zeitpunkt der Testerstellung war der Philips 272B7QUPBEB im Handel bereits für 468 EUR zu haben. Wir sind gespannt, wie sich das Gerät in unserem Testparcours schlägt.

Lieferumfang

Der Lieferumfang fällt angesichts der Preisklasse großzügig aus. Neben dem Stromkabel sind auch Kabel für DisplayPort, HDMI und USB-C enthalten. Für USB-C sind es sogar zwei Kabel: einmal USB-C auf USB-C und einmal USB-C auf USB 3.1 Typ A.

Lieferumfang des Philips 272B7QUPBEB
Lieferumfang

Eine Schnellstart-Anleitung hilft gleich nach dem Auspacken weiter. Handbücher in mehreren Sprachen sowie Treiber und Standard-Farbprofil sind auf der CD zu finden. Treiber und Geräteprofil wurden zwar nicht wie im Hilfetext automatisch bzw. über das Windows-10-Update installiert, manuell dafür problemlos.

Optik und Mechanik

Die Montage des Philips 272B7QUPBEB erfolgt werkzeugfrei nach einem bei vielen Monitoren zu findenden Klicksystem. Das Standbein wird auf der Display-Rückseite in die dafür vorgesehene Aussparung eingeschoben und dann eingeklickt. Per Knopfdruck lässt es sich auch schnell wieder demontieren.

Zumindest bei unserem Testgerät muss man die Konstruktion aber als fehlerhaft bezeichnen, da das Standbein bei normalem Gebrauch nur scheinbar richtig fixiert war. Tatsächlich löste es sich beim Anheben sofort wieder. Richtig einrasten ließ es sich nur durch beherztes Nachdrücken mit dem Finger.

Montage des Standbeins am Display
Montage des Standbeins

Ob das Standbein richtig eingerastet ist, kann man weder sehen noch hören. Hier ist also auf jeden Fall Vorsicht geboten. Wenn sich das Display beim Anheben unversehens lösen und dann zu Bruch gehen würde, wäre das ein teurer Spaß.

Die Montage der Bodenplatte ist dagegen unkritisch. Sie wird einfach auf den unten liegenden Haken geschoben und dann mit einer Flügelschraube fixiert.

Aufstecken der Bodenplatte
Aufstecken der Bodenplatte
Werkzeugfreie Montage mit Flügelschraube
Werkzeugfreie Montage mit Flügelschraube

Von vorn betrachtet fällt nach dem Aufstellen zunächst der ultraschmale Rahmen auf. Er ist oben und an den Seiten nur ca. 2 mm breit. Damit eignet sich der Philips 272B7QUPBEB auch sehr gut für das Zusammenstellen mit anderen Geräten zu einem Multi-Monitor-System. Hinzu kommt im Betrieb aber noch wie üblich ein weiterer Rahmen durch einen ungenutzten Teil der Display-Fläche. Völlig nahtlos ist das natürlich dann nicht. Der Rahmen liegt insgesamt bei ca. 8 mm – das ist auch im Vergleich zu anderen Geräten mit Ultra-Slim-Rahmen topmodern.

Ansicht des Philips 272B7QUPBEB von vorn in der höchsten Stellung
Ansicht vorn in der höchsten Stellung
Ansicht des Philips 272B7QUPBEB von hinten in der höchsten Stellung
Ansicht hinten in der höchsten Stellung
Ansicht des Philips 272B7QUPBEB von vorn in der niedrigsten Stellung
Ansicht vorn in der niedrigsten Stellung
Ansicht des Philips 272B7QUPBEB von hinten in der niedrigsten Stellung
Ansicht hinten in der niedrigsten Stellung

Auf der Rückseite verzichtet MMD auf unnötige Schnörkel und Zierrat. Primär das hinten silberfarbige Standbein sorgt für optische Akzente – auch durch seine nach unten leicht geschwungene Formgebung.

Die zur Abdeckung verwendete Kunststoff-Ummantelung ist ansonsten matt und macht einen robusten Eindruck. Sie ist dennoch erstaunlich aufnahmefreudig für Fingerabdrücke. Insgesamt macht die Verarbeitung des Philips 272B7QUPBEB einen ordentlichen, aber zugleich auch kostenoptimierten Eindruck.

Monitor mit Ansicht Drehung nach links
Ansicht Drehung nach links
Monitor mit Ansicht Drehung nach rechts
Ansicht Drehung nach rechts

Nichts zu bemängeln gibt es auf jeden Fall beim Umfang der Ergonomiefunktionen. Anders als in den Abbildungen oben gezeigt, lässt sich der Philips ungewöhnlich weit nach links und rechts drehen (je 175 Grad). Der Umfang der Höhenverstellung beträgt 15 cm, und die Neigung ist von -5 bis +30 Grad einstellbar.

Monitor Ansicht seitlich
Ansicht seitlich
Monitor Ansicht seitlich mit maximalem Neigungswinkel nach hinten
Ansicht seitlich mit maximalem Neigungswinkel nach hinten
Monitor Ansicht Pivot seitlich
Ansicht Pivot seitlich
Monitor Ansicht Pivot von vorn
Ansicht Pivot von vorn

Ein 90°-Schwenk in das Hochformat ist ebenfalls selbstverständlich. Auch die Mechanik kann dabei überzeugen und liefert eine sehr gute Balance aus Leichtgängigkeit und Stabilität. Das Standbein sieht dabei nicht nur gut aus, sondern hat auch eine Lösung zum Bündeln der Kabel fest integriert.

Schickes Standbein mit Kabelmanagement des Philips 272B7QUPBEB
Schickes Standbein mit Kabelmanagement

Das Netzteil ist beim Philips 272B7QUPBEB fest im Gehäuse integriert. Zur passiven Lüftung reicht ein schmaler Lüftungsschlitz unterhalb des Philips-Logos. Auch nach längerem Betrieb mit maximaler Helligkeitsstufe konnten wir auf der Display-Rückseite kaum eine Erwärmung feststellen. Allenfalls minimal im Bereich der Lüftungsschlitze – rechts allerdings stärker als links.

Lüftungsschlitze an der Monitorrückseite
Lüftungsschlitze

Technik

Betriebsgeräusch

Wir haben beim Philips 272B7QUPBEB keine Betriebsgeräusche wahrnehmen können. Sowohl im Standby als auch in Betrieb arbeitet der Monitor völlig geräuschlos, unabhängig davon, welche Helligkeit eingestellt ist. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 44,2 W 35,6 W
Betrieb typisch 19,7 W
140 cd/m² k. A. 17,8 W
Betrieb minimal k. A. 14 W
Energiespar­modus (Standby) < 0,5 W < 0,2 W
Ausgeschaltet (Soft Off) k. A. <0,2 W
Ausgeschaltet (Netzschalter)

Messwerte ohne zusätzliche Verbraucher (Lautsprecher und USB)

Die Angaben von Philips zum Stromverbrauch sind sowohl beim Maximalverbrauch als auch beim typischen Verbrauch recht unterschiedlich – je nachdem, welche Quelle man verwendet (Website, Handbuch). Der typische Verbrauch sollte laut Hersteller daher zwischen 19,7 und 24 Watt liegen, und der Maximalverbrauch bei 44,2 Watt.

Nach unseren Messungen liegt der Maximalverbrauch bei voller Helligkeitsstufe mit 35,6 Watt noch 19 % darunter. Im Standby-Modus messen wir – genauso wie beim Soft-off – einen schwankenden Wert. Er liegt zwischen 0,0 und kurzzeitig 0,4 Watt, sodass er auf jeden Fall deutlich unter 0,2 Watt liegt. Die Betätigung des Soft-off-Buttons kann man sich auf jeden Fall sparen. Mittels des Netzschalters kann man das Gerät aber auch vollständig vom Stromnetz trennen.

Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz zeigt das Messgerät 17,8 Watt an. Die Effizienz bei dieser Helligkeit berechnet sich zu 1,6 cd/W. Das ist auf jeden Fall für sich genommen schon ein ausgezeichneter Wert.

6 KOMMENTARE

  1. „Und Funkempfänger für eine schnurlose Maus vertragen sich in der Regel nicht mit USB-3.0-Geräten.“

    Könnt ihr bitte darauf mal genauer eingehen? Ich planen einen Monitorkauf mit USB Hub und die meisten haben ja USB 3.0. Verwenden möchte ich den Hub für Funkmaus und Kopfhörer. Warum vertragen sich die Empfänger nicht mit USB 3.0? Danke.

    • Das ist ein altbekanntes Problem, das mit dem Philips an sich nichts zu tun hat. USB 3.0 überträgt Daten mit bis zu 5 Gigabit/Sekunde. Die Basisfrequenz beträgt dabei 2,5 GHz. Das liegt sehr nahe am 2,4 GHz-Funk-Band. Kabel, Buchsen und Geräte können daher hochfrequente Signale abstrahlen und andere Geräte stören (Funkmaus, -Tastatur, Kopfhörer, 2,4 GHz-WLAN, etc.)
      Bei guter Schirmung sollte das Problem eigentlich nicht auftreten und bei neueren Motherboards behoben sein. Ist es aber oft nicht. Das bereits beim Microsoft Surface Book 1 im Netz monierte Problem, konnte ich kürzlich auch beim Surface Book 2 eindeutig feststellen. Viele wissen das nicht und wundern sich, wieso (nach dem Anstecken eines USB-3.0-Sticks) der Rechner plötzlich ständig laggt (obwohl die Prozessor-Auslastung annähernd 0 ist). Das teils unerträgliche Ruckeln des Mauszeigers liegt aber nur daran, dass die Funkverbindung gestört wird.
      Abhilfe schafft hier meist nur ein Verlängerungskabel (bzw. ein USB-2.0-Hub). Logitech hat eine Zeitlang solche Verlängerungen seinen Schnurlos-Geräten beigelegt. Den Funkempfänger in einer USB-3.0-Buchse des Monitors direkt anzustecken ist generell keine gute Idee. Sobald man ein daneben angestecktes USB-3.0-Gerät nützt, wird auch der Funk gestört.

      • Vielen Dank für die Antwort. Diese Thematik ist an mir komplett vorbei gegangen, entsprechend erstaunt bin ich gerade wie prominent das doch ist, wenn man mal googelt. Da wurde ja bei der Entwicklung von USB 3.0 doch etwas geschlampt und man hätte eine andere Frequenz nehmen sollen.
        Wenn ich dann an dem Hub meine Funkempfänger mit Hilfe eines USB Kabels anschließen möchte, um die Störung zu umgehen, darf das dann ein USB 3.0 Kabel sein oder setzt sich die Problematik dann, nur örtlich versetzt, fort? Ist dann ein USB 2.0 Kabel notwendig?

        • Die Frequenz ist durch die Übertragungsrate 5 GB/s bedingt. Geschlampt wird da vermutlich eher bei der Schirmung. Möglicherweise ist das in der Nähe der Ports auch nicht besser realisierbar.

          Das Kabel ist egal. Ein USB-3.0 Kabel sollte generell besser geschirmt sein. Wenn Du aber an den Monitor einen HUB anschließt, wäre für Funk-Geräte, sofern sie auch nur USB-2.0 können, einen USB 2.0-Hub zu verwenden. Sonst ja, das Problem wird dann örtlich nur versetzt.

          Wenn an einem USB-3.0-Hub neben einem Funk-Empfänger ein USB-3.0-Stick angeschlossen ist, tritt das Problem übrigens erst auf, wenn man auch tatsächlich auf den Stick zugreift. Das Bedienen des Datei-Explorers kann dann aber äußerst mühselig werden…

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