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Test Philips 276B9: Business-Monitor mit USB-C
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27 Zoll großer Office-Monitor der Philips-B-Linie mit USB-C-Anschluss und einem Infrarotsensor, der die An- bzw. Abwesenheit des Benutzers erkennt

Interpolation

Die Kategorie „Bild -> Bildformat“ bietet neben „Breitbild“ noch das Seitenverhältnis „4:3“ an, um auf exotische Bildverhältnisse reagieren zu können. Die Einstellung ab Werk („Breitbild“) macht ihre Sache jedoch gut und stellt sämtliche Auflösungen im Verhältnis 16:9 als Vollbild dar. Alle anderen Seitenverhältnisse werden in einem verkleinerten Fenster seitengerecht angezeigt. Ein Schärferegler ist unter „Bild -> Bildschärfe“ vorhanden. Ab Werk steht er auf 50 %, was ideal ist. Bereits ab 60 % zeigt sich sehr feine Schrift mit Farbsäumen.

Um die Qualität der Interpolation zu überprüfen, verwenden wir eine hochauflösende Testgrafik und vergleichen diese bei nativer Auflösung und bei verringerter Auflösung von 1280 x 720 Pixeln. Bei nativer Auflösung wird das Gitter natürlich maximal scharf und detailreich abgebildet.

Bei 720p entsteht zwangsläufig mehr Platz, der anhand von zusätzlich eingefügten grauen Pixeln ausgefüllt wird. Bis auf die etwas fetteren Konturen und einen leichten Unschärfeeindruck ist die Interpolation gut. Die folgenden Bilder vermitteln einen groben Eindruck von der Qualität der Skalierung.

Testgrafik native Auflösung
Testgrafik native Auflösung
Testgrafik 1280 x 720
Testgrafik 1280 x 720

Die Wiedergabe von Text gelingt dem Philips 276B9 auch gut. Sicherlich verschwimmen die Konturen etwas, und das Schriftbild erscheint leicht unscharf. Trotzdem lassen sich auch kleine Buchstaben noch einwandfrei lesen.

Textwiedergabe native Auflösung
Textwiedergabe native Auflösung
Textwiedergabe 1280 x 720
Textwiedergabe 1280 x 720

Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert. Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden das Kolorimeter X-Rite i1Display Pro und das Spektrofotometer X-Rite i1Pro eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2

Bei der Farbraumuntersuchung ermitteln wir zunächst die Abdeckung des sRGB-Farbraums. Hier liefert der Philips 276B9 mit 99 % vor und nach der Kalibrierung ein hervorragendes Ergebnis.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Farbmodus: Custom (Werkseinstellung)

Das Display verfügt über eine sehr neutrale Grundabstimmung. Mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,36 und einer Range von 0,73 wird in beiden Fällen ein sehr gutes Ergebnis erreicht. Die Farbtemperatur mit 6460 Kelvin und die Gammakurve bei einem Mittel von 2,23 zeigen hier ebenfalls erstklassige Ergebnisse.

Diagramm: Graubalance in der Werkseinstellung
Graubalance in der Werkseinstellung

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Diagramm: Farbwiedergabe in der Werkseinstellung
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung

Der Philips 276B9 verfügt über einen dedizierten sRGB-Modus, der unter „Farbe -> sRGB“ zu finden ist. Zunächst freut man sich, dass der Helligkeitsregler nicht gesperrt ist und eine Anpassung der Leuchtdichte vorgenommen werden kann. Leider schaltet das Gerät bei einer Änderung der Helligkeit sofort auf den Normalmodus um. Daher ist die Emulation nicht sinnvoll einsetzbar. Doch auch in den Werkseinstellungen erhält man bereits vor der Kalibrierung ein gutes Ergebnis. Die Grauwerte liegen natürlich bei dem gleichen sehr guten Ergebnis wie bei der Vormessung. Die bunten Farben sind mit einem Delta E94 von 1,75 auf einem guten Niveau. So lässt der Philips 276B9 bereits vor einer Kalibrierung farbkritische Arbeiten in diesem Farbraum zu.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der Philips 276B9 aus Quato iColor Display heraus kalibriert und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt. Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Profilvalidierung

Diagramm: Validierung der Monitorkalibration
Validierung der Monitorkalibration

Der Philips 276B9 zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergab keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Während bei den bunten Farben mit einem Delta E94 von 0,41 jetzt ein sehr gutes Ergebnis erzielt wird, erreichen die Grauwerte ein gutes Resultat.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Diagramm: Monitor kalibriert (sRGB)
Monitor kalibriert (sRGB)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Auffällig sind die höheren Abweichungen bei der blauen Farbe. Mit einem durchschnittlichen Delta E94 von 0,71 wird hier aber trotzdem ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Die Graubalance erreicht eine noch gute Bewertung.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Oliver Jachmann

... spielt seit seiner Kindheit Rennsimulationen am Computer. Seit 2013 verstärkt er unser Team und schreibt hauptsächlich Testberichte von Gaming-Monitoren. Seinen Ausgleich findet er im Sport und bezeichnet sich selbst als Fitness-Freak.

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3 Gedanken zu „Test Philips 276B9: Business-Monitor mit USB-C“

  1. Hmm ich habe auch bei der englischen Produktseite nachgeschaut. Dort steht explizit „Adaptive Sync“ „Yes“. Heisst das die Produktseite ist falsch?

    Antworten
  2. Hallo Christian,
    Da muss ich Dich leider enttäuschen. Adaptive Sync ist nichts anders als der Oberbegriff von Freesync bzw. G-Sync und beschreibt die Synchronisation der Bildrate zwischen Grafikkarte und Monitor. Das kann dieser Philips definitiv nicht. Die einzige Möglichkeit wäre noch V-Sync und ist eigentlich in jedem Spiel integriert und in den Settings aktivierbar. Diese Einstellung bringt aber besonders bei Ego-Shootern jede Menge Nachteile mit sich, wo jede Verzögerung den Unterschied zwischen Leben und Tot ausmacht.

    Ich hoffe, dass ich soweit helfen konnte

    Viele Grüße
    Oliver

    Antworten
  3. Laut Produktseite des Herstellers unterstützt der Monitor zwar nicht FreeSync, aber zumindest Adaptive Sync.
    Könnte das der Gaming Performance noch eine kleine Verbesserung bringen?

    Antworten

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