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Test Philips 276B9: Business-Monitor mit USB-C
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27 Zoll großer Office-Monitor der Philips-B-Linie mit USB-C-Anschluss und einem Infrarotsensor, der die An- bzw. Abwesenheit des Benutzers erkennt

Anschlüsse

Der Philips 276B9 verfügt über je eine DisplayPort-1.2- und HDMI-1.4-Schnittstelle. Für Kopfhörer oder PC-Lautsprecher ist ein 3,5-mm-Klinkenanschluss zu finden. Des Weiteren existiert ein moderner und sehr brauchbarer USB-C-Port, der bis dato nur bei den wenigsten Monitoren eingesetzt wird. Ein wenig verwirrend ist die Bezeichnung, dass hier die Version 3.2 Gen 1 zum Einsatz kommt.

Gute Konnektivität mit universellem USB-C-Anschluss des Philips 276B9
Gute Konnektivität mit universellem USB-C-Anschluss

Bei der neuen Ordnung der USB-Namensgebung bedeutet dies allerdings lediglich, dass auch hier ein maximaler Datendurchsatz von 5 Gbit/s erreicht wird, was letztendlich doch nur der Standard von USB 3.0 ist. Abgesehen davon lässt sich der USB-C-Anschluss neben der Datenübertragung auch als Signaleingang mit DisplayPort-Alternate-Mode für kompatible Notebooks nutzen und kann Geräte mit bis zu 65 Watt laden.

Neben dem USB-C-Port, der zugleich als Upstream-Schnittstelle dient, befinden sich am Anschluss-Panel zwei USB-Anschlüsse, wovon der gelb gekennzeichnete als Schnellaufladungs-Port dient, und zwei weitere, die nutzerfreundlich in einer Nische seitlich des Monitors platziert wurden.

Zwei USB-Anschlüsse befinden sich nutzerfreundlich seitlich am Monitor
Zwei USB-Anschlüsse befinden sich nutzerfreundlich seitlich am Monitor

Insgesamt verfügt der Philips 276B9 durch die USB-C-Dockingstation über eine tolle Konnektivität, wovon sich so einige Monitore eine Scheibe abschneiden können.

Bedienung

Das OSD-Menü wird über fünf Tasten gesteuert, die sich rechts am unteren Rahmen befinden. Der Druckpunkt der einzelnen Tasten ist zwar etwas schwammig, dennoch reagieren sie gut.

Die äußere rechte Taste ist der Power-Button. Sie ist nicht räumlich abgegrenzt, aber etwas größer als die anderen vier Tasten. Im Eifer des Gefechts wird dieser Unterschied allerdings nicht merkbar sein, und es besteht die Gefahr, den Monitor auszuschalten, obwohl man nur Einstellungen vornehmen wollte. Eine Sperrung dieser Taste wird im OSD-Menü nicht angeboten.

Die Steuerung des OSD-Menüs erfolgt über fünf analoge Tasten am untern rechten Displayrahmen
Die Steuerung des OSD-Menüs erfolgt über fünf analoge Tasten

Die vier Tasten links neben dem Power-Button dienen der Steuerung des OSD-Menüs. Die drei linken Tasten verfügen im Vorfeld noch über Hotkey-Funktionen.

Die äußere linke Taste ruft als Hotkey die vordefinierten Bildmodi auf, die bei diesem Gerät den Namen „SmartImage“ tragen. Innerhalb des Menüs dient die Taste zum Verlassen einer Einstellungsebene und beendet letztendlich das OSD-Menü.

Die zweite Taste von links ruft im Vorfeld die Signaleingänge auf. Innerhalb des Menüs dient sie der Rückwärtsnavigation und zum Verringern der Einstellungswerte.

Die dritte Taste von links ruft als Hotkey die Einstellungsebene des Powersensors auf und ist innerhalb des Menüs zur Vorwärtsnavigation und zum Erhöhen der Einstellungswerte zuständig.

Die linke Taste neben dem Power-Button ruft das Hauptmenü auf und dient innerhalb des Menüs zum Eintritt in eine Kategorie, zum Betreten einer Einstellungsebene und letztendlich zum Bestätigen einer Einstellung.

Das Bedienprinzip bedarf einiger Übung, da man sich zunächst die Tasten mit ihren Funktionen einprägen muss. Daher geht die Bedienung anfangs sehr schleppend vonstatten, weil man ständig die falschen Tasten drückt. Hier wünscht man sich die sehr viel modernere Eingabe über einen Joystick.

OSD

Das OSD-Menü verfügt über zehn Kategorien, die bis in eine Tiefe von drei Ebenen reichen. Das Menü ist schlicht und funktional gehalten, und man findet sich gut zurecht. Die Anzahl der Kategorien hätte man allerdings stark kürzen und als Einstellungsebenen einreihen können. Würden die Kategorien „Low Blue Light“, „PowerSensor“, „Audio“ und „USB Einstellungen“ dementsprechend verteilt werden, blieben nur noch sechs Kategorien übrig, die ein Scrollen des OSD-Menüs überflüssig machen würden.

OSD: Um alle Kategorien zu sehen ...
Um alle Kategorien zu sehen …
... muss das Menü (OSD) gescrollt werden
… muss das Menü gescrollt werden

Die PowerSensor-Einstellungsebene, die auch über die Hotkey-Funktion aufgerufen werden kann, dient der Signalstärke des Infrarotsignals. Je höher die Einstellung, desto stärker wird das Erkennungssignal und reagiert auch dann, wenn der Benutzer über einen Meter vom Display entfernt sitzt. Entfernt sich die Person von dem Bildschirm, reduziert die Elektronik den Stromverbrauch um bis zu 80 %.

Sensor: Die Elektronik schaltet bei Nichtanwesenheit vor dem Monitor in den Stromsparmodus
Die Elektronik schaltet bei Nichtanwesenheit vor dem Monitor in den Stromsparmodus

In der Praxis funktioniert der Sensor ordentlich und schaltet nach einigen Sekunden von 100 % Leuchtdichte bei 27 Watt auf 14,9 Watt herunter. Sobald der Platz wieder eingenommen wird, schaltet die Elektronik zurück in den Normalzustand.

Der Philips 276B9 verfügt über sieben vordefinierte Bildmodi namens „SmartImage“, die allerdings nur über die Hotkey-Funktion aufgerufen werden können.

OSD: Die vordefinierten Bildmodi „SmartImage“
Die vordefinierten Bildmodi „SmartImage“

Es gibt zwar keine zusätzlichen Speicherplätze, allerdings bleiben sämtliche Einstellungen, die geändert wurden, bis zum Monitor-Reset bestehen.

Die weiteren Einstellungen sind recht umfangreich, müssen jedoch nicht weiter erklärt werden, da nichts Exotisches geboten wird. Für Bildbearbeiter, die aufgrund des IPS-Panels durchaus einen Blick wagen dürfen, werden Gamma und Farbtemperatur nicht nur rudimentär, sondern mit Zahlenwerten benannt.

Oliver Jachmann

... spielt seit seiner Kindheit Rennsimulationen am Computer. Seit 2013 verstärkt er unser Team und schreibt hauptsächlich Testberichte von Gaming-Monitoren. Seinen Ausgleich findet er im Sport und bezeichnet sich selbst als Fitness-Freak.

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3 Gedanken zu „Test Philips 276B9: Business-Monitor mit USB-C“

  1. Hmm ich habe auch bei der englischen Produktseite nachgeschaut. Dort steht explizit „Adaptive Sync“ „Yes“. Heisst das die Produktseite ist falsch?

    Antworten
  2. Hallo Christian,
    Da muss ich Dich leider enttäuschen. Adaptive Sync ist nichts anders als der Oberbegriff von Freesync bzw. G-Sync und beschreibt die Synchronisation der Bildrate zwischen Grafikkarte und Monitor. Das kann dieser Philips definitiv nicht. Die einzige Möglichkeit wäre noch V-Sync und ist eigentlich in jedem Spiel integriert und in den Settings aktivierbar. Diese Einstellung bringt aber besonders bei Ego-Shootern jede Menge Nachteile mit sich, wo jede Verzögerung den Unterschied zwischen Leben und Tot ausmacht.

    Ich hoffe, dass ich soweit helfen konnte

    Viele Grüße
    Oliver

    Antworten
  3. Laut Produktseite des Herstellers unterstützt der Monitor zwar nicht FreeSync, aber zumindest Adaptive Sync.
    Könnte das der Gaming Performance noch eine kleine Verbesserung bringen?

    Antworten

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