Test Philips 276B9: Business-Monitor mit USB-C

27 Zoll großer Office-Monitor der Philips-B-Linie mit USB-C-Anschluss und einem Infrarotsensor, der die An- bzw. Abwesenheit des Benutzers erkennt

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Einleitung

Mit dem Philips 276B9 erreicht uns ein neuer Büromonitor aus Philips B-Linie. Diese Monitore stehen für einen sparsamen Verbrauch bei gehobener Ausstattung und sollen natürlich die Produktivität erhöhen.

Das 27 Zoll große Display löst mit 2560 x 1440 Bildpunkten auf und verwendet ein blickwinkelstabiles IPS-Panel mit einer Reaktionszeit von 4 ms (GtG). Um dem Benutzer ein möglichst ermüdungsfreies Arbeiten zu erlauben, wird ergonomisch alles geboten, was ein guter Büromonitor besitzen sollte. Für Stromsparfüchse wurde dem Philips 276B9 zudem ein Infrarotsensor spendiert, der die An- bzw. Abwesenheit des Benutzers erkennt und bei Abwesenheit automatisch in den Stromsparmodus schaltet.

Der vielseitige und derzeit eher noch selten anzutreffende USB-C-Anschluss rundet die Ausstattungsliste ab und dient mit DisplayPort-Alternate-Mode als Signaleingang für kompatible Notebooks als auch für den Datenaustausch und nicht zuletzt als Dockingstation mit bis zu 65 Watt für Peripheriegeräte.

Detaillierte Informationen zu den Ausstattungsmerkmalen und den Spezifikationen finden Sie im Datenblatt des Philips 276B9.

Lieferumfang

Der Philips 276B9 kommt in einem umweltschonenden Karton und bringt brutto 10,6 kg auf die Waage. Zur Transporterleichterung wurden ihm seitliche Tragelaschen spendiert.

Schmuckloser, aber umweltschonender Karton des Philips 276B9 Monitors
Schmuckloser, aber umweltschonender Karton

Um an den Inhalt zu kommen, muss die Innenverpackung aus Styropor zunächst durch die schmale Oberseite gezerrt werden. Ist dies geschehen, kommen zwei Lagen Styropor zum Vorschein, auf dessen Oberseite sich mehrere Fächer befinden, in denen Tragarm, Basis und Zubehör untergebracht sind. Das Zubehör gestaltet sich recht übersichtlich und enthält HDMI-, USB-C- und ein Kaltgerätekabel. Papiertechnisch wird lediglich eine Kurzanleitung geliefert. Handbuch, Farbprofil und Treiber befinden sich auf der beigelegten CD-ROM.

Im Zubehör des Philips 276B9 befindet sich ein vielseitiges USB-C-Kabel
Im Zubehör befindet sich ein vielseitiges USB-C-Kabel

Unter der ersten Styroporschicht ist gut geschützt das Display zu finden, das zusätzlich in einen Schaumstoffbeutel eingeschlagen ist.

Basis des Philips 276B9
Basis des Philips 276B9
Zusammengesetztes Tragekonstrukt (Arm + Fuß) des Philips 276B9
Zusammengesetztes Tragekonstrukt des Philips 276B9

Um das Display aufzustellen, müssen zunächst Tragarm und Basis zusammengefügt werden. Zur Fixierung beider Teile verfügt die Basis auf der Unterseite über eine kleine Flügelschraube.

Der Tragarm wird durch zwei Nasen mit der Basis verbunden ...
Der Tragarm wird durch zwei Nasen mit der Basis verbunden …
... und im Anschluss durch eine Flügelschraube fixiert
… und im Anschluss durch eine Flügelschraube fixiert

Die Halteplatte des Tragarms wird im Anschluss über die VESA-100-Aufnahme in das Display eingehängt und rastet über einen Schnellverschluss auf der Unterseite ein.

Über zwei Nasen wird das Display in die VESA-Aufnahme eingehängt ...
Über zwei Nasen wird das Display in die VESA-Aufnahme eingehängt …
... und rastet über einen Schnellverschluss ein
… und rastet über einen Schnellverschluss ein

Optik und Mechanik

Der Philips 276B9 besteht komplett aus schwarzem, leicht glänzendem Kunststoff, der in puncto Haptik qualitätstechnisch Luft nach oben hat. Besonders Fingerabdrücke sind nur sehr schwer von der Oberfläche zu entfernen und zeigen unschöne Flecken.

Das Display verfügt über ein dreiseitiges rahmenloses Design, das an der Ober- und an den Außenseiten durch ein schmales Band in Position gehalten wird. Das sichtbare Bild beginnt etwa 6 mm nach innen versetzt.

Der untere Rahmen weist eine Höhe von 26 mm auf und zeigt mittig das Philips-Logo, in das ein IR-Powersensor integriert ist. Die linke Seite trägt die Modellbezeichnung, und auf der rechten Seite befindet sich die Bedieneinheit für das OSD-Menü und die Betriebs-LED. Während des Betriebs leuchtet sie weiß und blinkt, wenn der Monitor in den Standby-Modus wechselt.

Innerhalb des Herstellerlogos am unteren Displaygehäuserahmen ist der IR-Powersensor verbaut
Innerhalb des Herstellerlogos ist der IR-Powersensor verbaut

Die Tiefe des Displays beträgt an den Außenseiten etwa 17 mm. Durch einen leichten Schwung gewinnt die Rückwand an Tiefe, um Platz für die innen liegende Elektronik zu schaffen. Da der Philips 276B9 über ein internes Netzteil verfügt, wurde im oberen Bereich ein großzügiger Lüftungsschlitz platziert, der sich fast über die gesamte Rückwand erstreckt, um einer Überhitzung vorzubeugen.

Der Belüftungsschlitz verläuft fast über die gesamte Displaygehäuserückwand
Der Belüftungsschlitz verläuft fast über die gesamte Rückwand

Das Display lässt sich auch an alternativen Halterungen betreiben. Hierfür muss einfach nur der Tragarm entfernt und die vier Schrauben gelöst werden. So ist das Display bereit für VESA-100-Tragesysteme.

Die Aufnahme der Trageplatte ist zugleich auch die VESA-100-Aufnahme
Die Aufnahme der Trageplatte ist zugleich auch die VESA-100-Aufnahme

Doch schon mit angesetztem Tragarm kann der Philips 276B9 mit dem vollen Ergonomie-Programm dienen. In der Monitorhalteplatte ist bereits das Gelenk für den Pivot-Modus integriert. Das Display lässt sich beidseitig vom Landscape- in den Porträtmodus drehen und verfügt sogar über einen recht ordentlichen Einrastmechanismus. So muss nicht ständig nachjustiert werden, um einen rechten Winkel zu erhalten.

Monitor in Pivot-Stellung von vorn
Pivot-Stellung von vorn
Monitor in Pivot-Stellung von hinten
Pivot-Stellung von hinten

Direkt hinter der Monitorhalteplatte befindet sich das Gelenk für die Neigungsverstellung. Es ermöglicht eine Neigung von 30 Grad nach hinten und um 5 Grad nach vorn.

Maximaler Neigungswinkel des Displays nach hinten
Maximaler Neigungswinkel nach hinten
Maximaler Neigungswinkel des Displays nach vorn
Maximaler Neigungswinkel nach vorn

Das gesamte Konstrukt läuft über ein Schlittensystem innerhalb des Monitorarms und erlaubt eine Höhenverstellung von insgesamt 150 mm. In tiefster Stellung befindet sich der untere Rahmen 45 mm von der Tischoberfläche entfernt.

Philips 276B9 in der niedrigsten Stellung von vorn
In der niedrigsten Stellung von vorn
Philips 276B9 in der niedrigsten Stellung von hinten
In der niedrigsten Stellung von hinten
Philips 276B9 in der höchsten Stellung von vorn
In der höchsten Stellung von vorn
Philips 276B9 in der höchsten Stellung von hinten
In der höchsten Stellung von hinten

Auf dem Weg nach unten verfügt der Tragarm im hinteren Bereich über zwei Klammern, die als Kabelmanagement dienen.

Eine Klammer am Standbein dient als Kabelmanagement
Eine Klammer dient als Kabelmanagement

Ganz unten, wo Tragarm und Basis aufeinandertreffen, befindet sich ein weiteres Gelenk, das die seitliche Drehung über enorme 175 Grad zu beiden Seiten ermöglicht.

Monitor mit seitlicher Drehung nach rechts
Seitliche Drehung rechts
Monitor mit seitlicher Drehung nach links
Seitliche Drehung links

Der Philips 276B9 steht auf einer runden Basis, die unter der Kunststoffabdeckung über einen Metallkern verfügt. Damit das Display nicht auf dem Untergrund herumrutscht, sind kleine Gummipads angebracht, die ihren Dienst gut verrichten.

Der Philips 276B9 ist ein unaufgeregter Büromonitor, der sich durch sein dreiseitiges Frameless-Design etwas von der Masse abhebt. Wünschenswert wäre eine etwas wertigere Auswahl des Kunststoffes gewesen, die im Gegensatz zur tollen Mechanik der beweglichen Teile qualitätstechnisch etwas abfällt.

Design des Philips 276B9
Design des Philips 276B9

Technik

Betriebsgeräusche

Wir haben beim Philips 276B9 keine Betriebsgeräusche wahrnehmen können. Sowohl im Standby wie auch in Betrieb arbeitet der Monitor völlig geräuschlos, unabhängig davon, welche Helligkeit eingestellt ist. Auch spezielle Testbilder mit harten Kontrasten konnten dem Gerät kein Surren entlocken. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 30 W 27 W
140 cd/m² 18,2 W
Betrieb minimal 15,4 W
Energiespar­modus (Standby) 0,3 W 0,3 W
Ausgeschaltet (Soft Off) 0,3 W 0 W
Ausgeschaltet (Netzschalter) 0 W 0 W

Messwerte ohne zusätzliche Verbraucher (USB)

Philips nennt einen typischen Verbrauch von nur 18,6 Watt. Das Energielabel gibt hier genauere Auskunft über den Maximalbedarf, der bei 30 Watt liegen soll. Wir messen mit 27 Watt etwas weniger. Im Standby ermitteln wir 0,3 Watt, während im Soft-off anscheinend gar kein Strom fließt – oder so wenig, dass unser Messgerät 0 Watt anzeigt. Für Stromsparfüchse gibt es auch einen Netzschalter, der das Gerät komplett vom Strom trennt. Insgesamt werden hiermit die EU-Richtlinien natürlich hervorragend eingehalten. Bei einer Leuchtdichte von 141 cd/m² zeigt das Messgerät 18,2 Watt an. Die Effizienz bei dieser Helligkeit berechnet sich zu sehr guten 1,55 cd/W.

2 KOMMENTARE

  1. Hallo Christian,
    Da muss ich Dich leider enttäuschen. Adaptive Sync ist nichts anders als der Oberbegriff von Freesync bzw. G-Sync und beschreibt die Synchronisation der Bildrate zwischen Grafikkarte und Monitor. Das kann dieser Philips definitiv nicht. Die einzige Möglichkeit wäre noch V-Sync und ist eigentlich in jedem Spiel integriert und in den Settings aktivierbar. Diese Einstellung bringt aber besonders bei Ego-Shootern jede Menge Nachteile mit sich, wo jede Verzögerung den Unterschied zwischen Leben und Tot ausmacht.

    Ich hoffe, dass ich soweit helfen konnte

    Viele Grüße
    Oliver

  2. Laut Produktseite des Herstellers unterstützt der Monitor zwar nicht FreeSync, aber zumindest Adaptive Sync.
    Könnte das der Gaming Performance noch eine kleine Verbesserung bringen?

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