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Test Philips 276B9: Business-Monitor mit USB-C
6/7

27 Zoll großer Office-Monitor der Philips-B-Linie mit USB-C-Anschluss und einem Infrarotsensor, der die An- bzw. Abwesenheit des Benutzers erkennt

Spieleigenschaften

Der Philips 276B9 ist zwar kein klassisches Gaming-Display, da die maximale Aktualisierungsrate 75 Hz beträgt. Allerdings zeigen die Schaltzeiten ein recht ordentliches Ergebnis. Das hat uns bewogen, die Performance etwas näher unter die Lupe zu nehmen. Hier wird aber klar, dass sich das Display nur für Spiele eignet, bei denen das Bild nicht schnell horizontal bewegt werden muss. Die Bewegungsunschärfe fällt besonders bei Rennsimulationen in Kurvenfahrten oder bei Shootern in der Ego-Ansicht auf und lässt das Bild stark unscharf/verschmiert erscheinen. Dies wird bei der höchsten Overdrive-Stufe durch die besseren Schaltzeiten zwar etwas abgemildert, allerdings wird man dann mit heftigem Ghosting konfrontiert.

Heftiges Tearing durch fehlende FreeSync-Unterstützung
Heftiges Tearing durch fehlende FreeSync-Unterstützung

Das zweite Manko ist das grausige Tearing bei problematischen Spielen. Hier zerreißt es das Bild förmlich, und man sehnt sich FreeSync herbei. Leider fehlt die Unterstützung für die Synchronisation zwischen Grafikkarte und Monitor. Aus diesen Gründen eignet sich der Philips 276B9 trotz der überdurchschnittlichen Reaktionszeit nicht für schnelle Shooter oder Rennsimulationen.

Sound

Dem Philips 276B9 wurden zwei Lautsprecher je 2 Watt spendiert, die sich im unteren Bereich des Monitors befinden und in Richtung Untergrund abstrahlen. Der Klang ist aber sehr dünn und schrill, da überhaupt kein Bass vorhanden ist.

DVD und Video

Der Philips 276B9 verfügt über eine HDMI-Schnittstelle. Der Ton wird direkt an die integrierten Lautsprecher oder, sofern belegt, an die Kopfhörerbuchse weitergeleitet.

Unter den voreingestellten Presets gibt es einen Filmmodus, der wie bei den meisten Monitoren über eine viel zu kühle Farbtemperatur verfügt. Da sich die Modi wie bereits erwähnt allesamt in ihren Einstellungen konfigurieren lassen, können die Settings aus den Werkseinstellungen einfach übernommen werden. Diese kommen sehr schön neutral daher und liegen nahe D65. So werden Hauttöne gesund dargestellt, und dunkle Passagen saufen in den Tiefen nicht ab.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Der Monitor stellt Material in 1080p und 720p einwandfrei als Vollbild dar. Auch SD-Auflösungen werden seitengerecht mit Balken an den Seiten angezeigt.

Das Handbuch gibt keine Auskunft darüber, ob Halbbildmaterial unterstützt wird. Material in 1080i wird vollkommen zitterfrei wiedergegeben. Daher überprüften wir das Deinterlacing mit Halbbildfolgen im 2:2- und 3:2-Rhythmus und spielten danach noch echtes Videomaterial mit nicht zusammenhängenden Halbbildern zu. Bereits bei Halbbildfolgen mit ungeradem Verhältnis entstehen Zeilenflimmern und ein deutlicher Moiré-Effekt. Sie sind Zeugen für einen nicht vorhandenen Deinterlacer.

Auch wenn man am Blu-ray-Player explizit eine 24-Hz-Wiedergabe auswählt, werden Blu-ray-Discs bei 60 Hz und DVDs bei 50 Hz wiedergegeben.

Overscan

Eine Overscan-Option ist unter „Bild -> Over Scan“ zu finden. Wird diese aktiviert, werden vertikal auf beiden Seiten 40 Pixel und horizontal 60 Pixel abgeschnitten.

Farbmodelle und Signallevel

Der Philips 276B9 nimmt RGB- und YCbCr-Farbmodelle an. Bei Anschluss über die HDMI-Schnittstelle wird automatisch Videolevel (Tonwertumfang bei 8 Bit Präzision: 16–235) gewählt und somit der richtige Schwarzpegel angezeigt. So werden Weiß und Schwarz richtig dargestellt, und es entsteht kein flaues Bild. Sollte dies einmal nicht funktionieren, bietet das OSD-Menü allerdings keine Möglichkeit an, das Farbmodell zu beeinflussen. So ist man auf die Flexibilität des Zuspielgerätes angewiesen.

Oliver Jachmann

... spielt seit seiner Kindheit Rennsimulationen am Computer. Seit 2013 verstärkt er unser Team und schreibt hauptsächlich Testberichte von Gaming-Monitoren. Seinen Ausgleich findet er im Sport und bezeichnet sich selbst als Fitness-Freak.

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3 Gedanken zu „Test Philips 276B9: Business-Monitor mit USB-C“

  1. Hmm ich habe auch bei der englischen Produktseite nachgeschaut. Dort steht explizit „Adaptive Sync“ „Yes“. Heisst das die Produktseite ist falsch?

    Antworten
  2. Hallo Christian,
    Da muss ich Dich leider enttäuschen. Adaptive Sync ist nichts anders als der Oberbegriff von Freesync bzw. G-Sync und beschreibt die Synchronisation der Bildrate zwischen Grafikkarte und Monitor. Das kann dieser Philips definitiv nicht. Die einzige Möglichkeit wäre noch V-Sync und ist eigentlich in jedem Spiel integriert und in den Settings aktivierbar. Diese Einstellung bringt aber besonders bei Ego-Shootern jede Menge Nachteile mit sich, wo jede Verzögerung den Unterschied zwischen Leben und Tot ausmacht.

    Ich hoffe, dass ich soweit helfen konnte

    Viele Grüße
    Oliver

    Antworten
  3. Laut Produktseite des Herstellers unterstützt der Monitor zwar nicht FreeSync, aber zumindest Adaptive Sync.
    Könnte das der Gaming Performance noch eine kleine Verbesserung bringen?

    Antworten

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