Test Projektoren & Beamer NEC M300WSG
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Inbetriebnahme

Ein- und Ausschalten

Eingeschaltet wird der M300WSG mit den Power-Tasten am Projektor oder auf der Fernbedienung, der Projektor quittiert dies mit einem (abschaltbaren) Signalton. Der Lüfter läuft sofort los, die Leinwand bleibt zunächst noch dunkel, bis nach etwa 20 Sekunden das Videobild erscheint.

Ausgeschaltet wird mit denselben Tasten, dabei ist noch eine Rückfrage zu bestätigen. Auch hier gibt es einen Quittungston. Mit der AV-Mute-Taste auf der Fernbedienung kann das Bild vorübergehend dunkel geschaltet werden, ein erneuter Tastendruck blendet das Bild wieder ein.

Der Projektor benötigt keine Abkühlphase. Das Handbuch weist ausdrücklich darauf hin, dass auch ein Netzkabel mit Schalter verwendet werden darf. Falls die Lampe beim Neustart noch warm ist, legt der Projektor zunächst eine automatische Nachkühlphase mit hoher Lüfterdrehzahl ein.

Bereitschaftszeiten

Bereitschaftszeiten Normal[s] Eco[s]
20 20
100 90
5 5
5/10/20/30 5/10/20/30

Die Bereitschaftszeiten des M300WSG sind kurz. Das Videobild erscheint schnell, bis zur vollen Helligkeit vergeht dann noch eine weitere Minute. Die Abkühlphase ist kaum vorhanden, denn der Lüfter dreht nur wenige Sekunden lang voll auf, dann schaltet sich das Gerät ab.

Wenn der Standby-Modus von „Stromsparen“ auf „Normal“ umgestellt wird, verkürzt sich die Startzeit bis zur Bildwiedergabe noch etwas, dafür steigt der Stromverbrauch im Standby allerdings von 0,4 auf 8 Watt an.

Betriebsgeräusch

Nec M300wsg Beamer Noise
Betriebsgeräusch (ohne Tonteil).

Im Büroraum messen wir bei abgeschaltetem Tonteil 38,7 dB(A) im Normal-Modus, im Eco-Modus immer noch unüberhörbare 31,4 dB(A). Beide Messwerte liegen deutlich über der Herstellerangabe von 36 bzw. 30 dB. Ein Leistetreter ist der M300WSG also nicht. Subjektiv wirkt der Lärmpegel im Normal-Modus mit der Zeit störend, im Eco-Modus bleibt er dagegen auch auf Dauer erträglich.

Im Modus Auto-Eco wird mit der Leistung auch der Lüfterstrom kontinuierlich angepasst. In relativ ruhiger Umgebung wirkt das sich häufig ändernde Lüftergeräusch subjektiv fast noch störender als der Dauerlärm bei voller Leistung.

Stromverbrauch

Der Hersteller gibt den Stromverbrauch mit 343 Watt im Normal-Modus und 264 Watt im Eco-Modus an. Für eine Lampe mit 265 Watt sind das normale Werte von rund +30 Prozent.

Nec M300wsg Beamer Verbrauch
Stromverbrauch (ohne Tonteil).

Beim Nachmessen erhalten wir mit 334 (Normal) bzw. 254 Watt (Eco) jeweils Verbrauchswerte ohne Tonteil, die exakt um die 10 Watt Ausgangsleistung des Verstärkers niedriger liegen. Im Standby-Modus „Stromsparen“ messen wir 0,5 Watt, der aktuelle Grenzwert der EU-Richtlinie 1275/2008 wird also erfüllt. Die Herstellerangaben zum Stromverbrauch sind also sehr genau.

Kühlung und Wartung

Die Kühlluft wird beim M300WSG an der linken Gehäuseseite angesaugt und an der rechten vorderen Ecke wieder ausgeblasen. Durch die Abluftöffnung kann man ein wenig vom Inneren des Projektors erahnen, die Ansaugöffnung ist nahezu lichtdicht. Reflexionen von austretendem Streulicht gibt es nicht.

Vor Staub werden die LCD-Panels des Projektors durch einen zweilagigen Luftfilter geschützt, der gereinigt oder ausgewechselt werden kann. Im Eco-Modus soll das Reinigen des Luftfilters nicht notwendig sein.

Nec M300wsg Beamer Lampe
Der Wechsel von Filter und Lampe ist leicht und gut dokumentiert (aus: Handbuch NEC).

Die Lebensdauer der Lampe (NEC NP17LP) ist mit 3000 Stunden im Normalmodus und 3500 Stunden im Eco-Modus angegeben. Für den Austausch der defekten Lampe muss das Lampenfach an der Oberseite geöffnet werden. Der Wechsel wird im Handbuch genau erklärt und erfordert lediglich einen Schraubendreher, die vorgeschriebene Abkühlzeit beträgt 1 Stunde. Ersatzlampen sind mit über 300 Euro leider ziemlich teuer.

Anschlüsse

Mit HDMI verfügt der M300WSG über einen Eingang für digitale Videosignale. Die analoge Ausrüstung ist wie immer umfangreicher: zwei DSub15-Buchse verarbeiten VGA-Signale vom PC und wahlweise auch Komponenten (YPbPr), weitere Buchsen gibt es für S-Video und Composite.

Nec M300wsg Beamer Anschluesse
Gut bestückte Anschlussleiste.

Der Audioeingang ist mit je zwei Klinken- und Cinch-Buchsen bestückt, der Audioausgang ist als Klinkenbuchse ausgeführt. Für zusätzliche Datenverbindungen sind zwei USB-Buchsen (Typ A und B) sowie eine LAN-Buchse vorhanden. Ein RS232-Anschluss dient Servicezwecken.

OSD

Das On-screen Display wird über die Menü-Taste aufgerufen. Solange kein Bildsignal anliegt, wird ein Warnbild angezeigt. Im Quellen-Menü kann dann eine neue Bildquelle ausgewählt werden.

Nec M300wsg Beamer Osd 1
Menü Quelle (aus: Handbuch NEC).

Das Hauptmenü umfasst fünf Bereiche mit teils mehrseitigen Untermenüs. Pro Seite werden bis zu 9 Optionen zusammengefasst, die Seitenzahl des Untermenüs wird ggf. oben rechts angezeigt (siehe Menü Einrichtung, 1/3). Zusätzlich gibt es noch Listen mit Auswahloptionen oder Eingabefeldern, oder es wird ein Scrollbalken eingeblendet.

Nec M300wsg Beamer Osd 2
Nec M300wsg Beamer Osd 3
OSD Menü, links: Einstellungen; rechts: Einrichtung.

Die Gestaltung ist nüchtern und übersichtlich. Die Menüpunkte sind größtenteils selbsterklärend, das Handbuch gibt zusätzliche Erläuterungen. Es gibt zahlreiche nützliche Optionen, die aber häufig an unerwarteter Stelle stehen und in dem insgesamt ziemlich unübersichtlichen OSD oft gesucht werden müssen. Ein Beispiel liefert das Menü „Einrichtung – Allgemeines“: Eco-Betriebsart und Ausschalt-Timer findet man zwischen Wandfarbe, Untertitel und Sprache.

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