Test Kurzdistanz-Projektor Sanyo PDG-DWL2500
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Farbmodelle und HDMI-Blacklevel

Ebenfalls sehr wichtig für die korrekte Darstellung des Materials ist die Abstimmung des Videolevels. Abstimmungsprobleme können hier zu starkem Clipping in helleren und dunkleren Farben oder zu einem flauen Bild mit reduziertem Tonwertumfang ohne volles Schwarz und Weiß führen.

Sanyo Pdg Dwl2500 Beamer Hdmi Blacklevel
Test des korrekten Signalpegels an HDMI.

Der HDMI-Eingang kann auf PC- oder AV-Farblevel (RGB 0-255 oder 16-235) eingestellt werden. Dies ermöglicht auch die Anpassung an einfachere DVD-Player, die diese Einstellmöglichkeit nicht bieten. Regler für Sättigung und Farbton sind nicht vorhanden. Das gezeigte Bild zeigt keine Probleme mit dem Signalpegel.

Bewertung

Skalierung, Interpolation:
Helligkeitsverteilung:
Aufstellungsflexibilität:
Verarbeitung:
Bedienung:
Eignung für Präsentationen:
Eignung für Unterhaltung:
Eignung für Heimkino:
Preis [incl. MWSt. in Euro]: ab 1.527,13 €
2.9

(BEFRIEDIGEND)

Fazit

Der Sanyo PDG-DWL2500 fällt durch seine ungewöhnliche Gehäuseform und das auf den ersten Blick fehlende Objektiv auf. Ansonsten sieht er eher unscheinbar und ein wenig klobig aus, und fügt sich damit unauffällig in seine typischen Einsatzbereiche bei Präsentationen und in Schulungsräumen ein.

Portabel ist er, aber nicht richtig mobil, dazu ist er einfach zu groß und zu schwer. Auch das Aufstellen und Ausrichten möchte man nicht immer wieder gerne machen: zu kniffelig ist das Hin- und Herrücken, bis ohne Zoom und Lens Shift endlich eine zufriedenstellende Position gefunden ist.

Bei der Bedienung kann der Projektor überzeugen. Ohne allzu viele Knöpfe am Gerät und auf der kleinen Fernbedienung geht die Einrichtung schnell von der Hand. In den Menüs findet man sich auch dann gut zurecht, wenn man nicht jeden Tag mit dem Projektor arbeitet. Auch an der Verarbeitungsqualität gibt es nichts auszusetzen, das Gerät wirkt stabil und solide.

Die Anschlussmöglichkeiten glänzen durch Vielfalt, aber leider nur im analogen Bereich. Für digitale Signalquellen ist nur ein HDMI-Eingang vorhanden, dafür gibt es mit Scart, S-Video und Composite gleich drei Anschlüsse, die langsam in Vergessenheit geraten. Diese Ausstattung ist gerade für einen HD-fähigen Projektor nicht mehr zeitgemäß.

Uneinheitlich ist die optische Qualität. Nachdem man endlich eine Leinwand gefunden hat, die den sehr hohen Ansprüchen dieser Optik genügen kann, verbleiben dennoch unscharfe Stellen im Bild. Gänzlich inakzeptabel ist die mangelhafte Konvergenz, die das Lesen kleinerer Schriftgrößen stark erschwert. Andererseits ist das Bild selbst im Eco-Modus sehr schön hell und kontrastreich – wenn man nicht gerade die Standardeinstellung wählt. Für einen Projektor, der unmittelbar vor der Leinwand stehen kann (und muss), findet man nach etwas Gewöhnung immer mehr Verwendungsmöglichkeiten. Dabei stört nur der doch recht beschränkte Bildgrößenbereich, in dem der Projektor scharf gestellt werden kann.

Zahlreiche kleinere Details zielen direkt auf den Businesseinsatz ab, dazu gehören Fernsteuerbarkeit über das lokale Netzwerk, die Speicherung eigener Logos, die Instant-Off Funktion oder auch die angenehm kurzen Bereitschaftszeiten. Dass der Projektor auch ein einigermaßen farbtreues Preset für Fotos und Videos kennt und gute Skalierungs- und Videoeigenschaften mitbringt, wird sicher auch im Business gern gesehen. Eher exotisch wirkt da die 3D Option, die nur am PC funktioniert und die aktuellen BluRay-Player außen vor lässt.

Die oft gestellte Frage nach dem Regenbogeneffekt bei DLP-Projektoren können wir nur so beantworten: bei uns hat kaum einer etwas bemerkt. Jeder Zuschauer reagiert scheinbar anders darauf, aber die Geräte werden in dieser Hinsicht auch immer besser.

So richtig überzeugen kann uns der PDG-DWL2500 selbst in seinem Zielsegment Business & Classroom nicht, dafür hat er trotz seines hohen Preises zu viele Schwächen. Im Bereich Heimkino wäre er aber ganz sicher fehl am Platz.

Technische Spezifikationen: Sanyo PDG-DWL2500

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