Test ViewSonic VX2458-mhd – Gaming-Monitor Neuheit
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Bedienung

Die sechs Tasten zur Steuerung des OSD-Menüs sind mit einem Griff hinter der rechten Unterseite des Displays zu erfühlen. Die Tasten sind horizontal angeordnet und leicht abgerundet. Eine spürbare Rückmeldung über deren Betätigung findet nur minimal statt.

Die Tasten des ViewSonic VX2458-mhd für das OSD-Menü befinden sich auf der Rückseite
Die Tasten für das OSD-Menü befinden sich auf der Rückseite

In Verlängerung zu den Tasten in der Front sind sechs Kennzeichnungen aufgedruckt. Die äußeren beiden stellen Symbole dar, während die mittleren vier nur kleine Kästchen zeigen. Im Grunde ist aber egal, was sie darstellen, da bereits bei schummrigem Licht nichts mehr von den Aufdrucken zu erkennen ist.

Ein richtiger Anhaltspunkt im Dunkeln existiert nicht. Man muss sich daher einprägen, dass die äußere rechte die Power-Taste ist. Die Funktionen werden in Verlängerung zu den Tasten unten auf dem Bildschirmrand angezeigt. Die äußere linke Taste aktiviert das Favoriten-Menü, das anfangs sehr verwirrend daherkommt.

Nur die äußeren Tasten des ViewSonic VX2458-mhd haben eine Bezeichnung erhalten
Nur die äußeren Tasten haben eine Bezeichnung erhalten

Wird es angewählt, öffnet sich immer die letzte Einstellebene, die man aufgerufen hat. Mit der vierten Taste von links schaltet man durch mehrmaliges Drücken durch die vier möglichen Schnellmenüs: Bildmodi, Lautstärke, Helligkeit/Kontrast und Eingabequelle. Hier können dann direkt die Einstellungen verändert werden.

Favoriten-Menü des ViewSonic VX2458-mhd
Favoriten-Menü des ViewSonic VX2458-mhd

Drückt man auf eine der vier mittleren Tasten, gelangt man direkt in das Hauptmenü und navigiert sich wiederum durch die angezeigte Tastenbelegung horizontal und vertikal durch das Menü. Zwar sind die Symbole am unteren Bildschirmrand klar zu verstehen, doch wenn es schnell gehen muss, kommt man gern mal durcheinander.

Die Tastenzuweisung des Monitors wird am unteren Bildschirmrand erklärt
Die Tastenzuweisung wird am unteren Bildschirmrand erklärt

Nervig ist vor allen Dingen, dass die Power-Taste nicht gesperrt werden kann. Uns ist es mehr als einmal passiert, dass wir das Display ausschalteten, obwohl wir nur Einstellungen vornehmen wollten.

OSD

Das OSD-Menü besteht aus sechs Kategorien, mit bis zu 14 Unterpunkten in der Kategorie „Menü-Einstellungen“.

Menü-Einstellungsebene Seite 1 enthält bereits elf Punkte
Menü-Einstellungsebene Seite 1 enthält bereits elf Punkte
Menü-Einstellungsebene Seite 2 enthält weitere drei Punkte
Menü-Einstellungsebene Seite 2 enthält weitere drei Punkte

Das Ungleichgewicht innerhalb des Menüs wird erst klar, wenn man sich die Kategorie „Audio Einstellungen“ anschaut, die lediglich die Lautstärke regelt.

Die Audio-Einstellungsebene zeigt nur einen einzigen Eintrag
Die Audio-Einstellungsebene zeigt nur einen einzigen Eintrag

Hier hätte man mit Sicherheit eine nutzerfreundlichere Aufteilung wählen und eventuell eine Spieleinstellungskategorie anstatt der eben genannten Audiokategorie erstellen können. So muss mühsam im Menü gesucht werden, wo sich die spielrelevanten Einstellungen befinden.

Die Möglichkeiten, Einfluss auf das Bild zu nehmen, gestalten sich reichhaltig. Es fehlt zwar eine Gamma-Einstellungsebene, doch ist das für ein Display, das für den Entertainment-Bereich vorgesehen ist, noch verzeihbar.

Mit neun verschiedenen Bild-Presets ist die Liste recht groß, was uns gut gefällt. Bei den Spiel-Presets ist allerdings nur der Modus „FPS“ zu gebrauchen. Die Modi „RTS“ und „MOBA“ zeigen sich hoffnungslos überschärft. Doch auch wenn der Schärferegler auf die normalen 50 % gesenkt wird, zeigen sich Doppelkonturen. Das liegt an der deaktivierten Einstellung „Erweitertes DVR“, die sich in einem ordentlichen Maße durchaus positiv auswirkt und etwas mehr Schärfe ins Bild bringt. Hier wird die Einstellungsebene aber bis zum Anschlag aufgedreht sein, was sich dann wieder sehr unschön äußert. Zudem ist das voreingestellte Gamma, besonders bei „RTS“, zu niedrig. Hier kann durch die fehlende Gamma-Einstellungsebene auch nicht eingegriffen werden.

Bildmodus Gamma Farbtemperatur
Standard 2,15 6140 Kelvin
FPS-Spiel 2,94 6140 Kelvin
RTS-Spiel 1,88 6140 Kelvin
MOBA-Spiel 2,06 6140 Kelvin
Film 2,35 6140 Kelvin
Web 2,75 6140 Kelvin
Text 2,65 5800 Kelvin
Mac 2,18 6200 Kelvin
Mono 2,75 Monochrom

Leider sind die Einstellungen „Blaulichtfilter“, „Schwarzstabilisierung“, „Erweitertes DVR“ und „Ansprechzeit“ nur im Standardmodus anwählbar. Die Ebene „Schwarzstabilisierung“ ist besonders für Ego-Shooter eine große Hilfe, um mögliche Feinde in dunkler Umgebung schneller entdecken zu können. Warum die drei Spielmodi von hilfreichen Funktionen ausgeschlossen sind, ist für uns nicht nachvollziehbar. So verfügt das Display also über keinen zusätzlichen Speicherplatz für eigene, frei konfigurierbare Einstellungen, was uns einfach zu wenig ist.

Insgesamt ist das OSD-Menü bis auf die gerade angesprochenen Punkte in Ordnung, mehr aber nicht. Die Navigation ist für schnelle Bildeinstellungen einfach zu kompliziert. „State of the Art“ ist mittlerweile ein Fünf-Wege-Joystick, mit dem eine Anpassung des Bildes viel einfacher und schneller zu bewältigen ist.

Bildqualität

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 100, Kontrast 70, Schärfe 50, Farbtemperatur „Native“, Bildmodus „Standard“. Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Die Darstellung der hellen Grautöne machen dem ViewSonic VX2458-mhd keinerlei Probleme. Hier sind sämtliche Felder bis zum hellsten noch erkennbar. Auch die dunkelgrauen Felder heben sich noch bis zum vorletzten vom schwarzen Hintergrund ab. Auch ein Farbstich ist nicht erkennbar.

Graustufen des ViewSonic-Monitors
Graustufen des ViewSonic-Monitors

Die übliche Farbtreppe beim Übergang von reinem Weiß zu hellem Grau, der bei Consumer-Monitoren die Regel ist, hält sich in Grenzen, solange man sich im Zentrum befindet. Bewegt man sich seitlich aus der Mitte heraus, wird man sich über die Problematik eines TN-Panels bewusst. Es zieht der technologiebedingte Gelbschleier über die hellen Grautöne.

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