Test ViewSonic VX2458-mhd – Gaming-Monitor Neuheit
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Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert. Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden das Kolorimeter X-Rite i1 DisplayPro und das Spektrofotometer X-Rite i1 Pro eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2

Bei der Farbraumuntersuchung ermitteln wir zunächst die Abdeckung des sRGB-Farbraums. Hier liefert der ViewSonic VX2458-mhd vor und nach der Kalibrierung 95 %, was in beiden Fällen ein sehr gutes Ergebnis darstellt.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Farbmodus: Custom (Werkseinstellung)

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben: Bildmodus „Standard“, Farbtemperatur „Native“, Helligkeit 100 und Kontrast 70.

Diagramm: Graubalance in der Werkseinstellung
Graubalance in der Werkseinstellung

In den Werkseinstellungen gelingt dem ViewSonic VX2458-mhd ein gutes Ergebnis. Zwar liefert er hier eine mit 6200 Kelvin etwas zu warm abgestimmte Farbtemperatur ab, doch verläuft die Gammakurve unauffällig bei einem Mittel von 2,13. Die Abweichungen sind in mit einem durchschnittlichen Delta C von 1,03 und einer Range von 1,68 für ein unkalibriertes Display in Ordnung.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Diagramm: Farbwiedergabe in der Werkseinstellung
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung

Es existiert auch ein dedizierter sRGB-Modus. Dieser ist allerdings nicht wie bei den meisten Monitoren unter den Bildmodi, sondern unter „Farbeinstellungen -> Farbtemperatur“ zu finden. Gut hat uns gefallen, dass sich auch hier noch die Helligkeit verändern lässt. Die Messergebnisse sind allerdings durchwachsen. Während die Darstellung der Grautöne mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,95 und einer Range von 1,53 noch ein gutes Ergebnis erzielt, zeigen die bunten Farben mit einem durchschnittlichen Delta E94 von 3,46 eine zu hohe Abweichung.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der ViewSonic-Proband aus Quato iColor Display heraus kalibriert (Bildmodus „Standard“, Farbtemperatur „Benutzereinstellung“) und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Profilvalidierung

Diagramm: Validierung der Monitorkalibration
Validierung der Monitorkalibration

Der Monitor zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergab keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die Graubalance ist gut, und die Farbwerte erreichen ein befriedigendes Ergebnis.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Diagramm: Monitor sRGB-kalibriert
Monitor sRGB-kalibriert

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch.

Nach der Kalibrierung wird die Graubalance mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,29 und die Range mit 1,02 gemessen. Das ist in der Summe ein gutes Ergebnis. Die bunten Farben konnten nun so weit eingefangen werden, dass auch hier ein gutes Ergebnis mit einem Delta E94 von 1,16 erreicht wird. Auch die Gammakurve kommt der Normkurve nun sehr nahe, bei einem mittleren Gamma von 2,19.

Auch wenn es für ein Entertainment-Display nicht weiter wichtig ist, lässt sich mit einer Kalibrierung farbtechnisch noch einiges rausholen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 1 ms (GtG) genannt. Eine Beschleunigungsoption (Ansprechzeit) ist vorhanden und unter „Manuelle Bildanpassung -> Ansprechzeit“ zu finden. Hier gibt es die Stellungen „Standard“, „Erweitert“ und „Ultraschnell“. Als Standardwert ist „Standard“ voreingestellt.

Overdrive 60 Hz

60 Hz, Ansprechzeit „Standard“

Diagramm: Mittel- und CtC-Wert sind bei deaktiviertem Overdrive noch zu langsam
Mittel- und CtC-Wert sind bei deaktiviertem Overdrive noch zu langsam
Diagramm: Unauffälliger Helligkeitsverlauf
Unauffälliger Helligkeitsverlauf

Wird der ViewSonic-Proband bei 60 Hz und deaktiviertem Overdrive genutzt, lassen der Schwarz-Weiß- und der schnellste Grauwechsel mit jeweils 5,5 ms bereits erahnen, was in ihm steckt. Schaut man sich allerdings die restlichen Schaltzeiten an, so wurde sehr tief gestapelt, denn mit einem Durchschnittswert an 15 Messpunkten von 30,7 ms und einem CtC-Wert von 19,6 ms lässt sich noch nicht viel anfangen.

Der Helligkeitsverlauf zeigt sich angesichts dieser Schaltzeiten auch komplett unauffällig.

60 Hz, Ansprechzeit „Erweitert“

Diagramm: Enormer Geschwindigkeitsschub bei mittlerer Ansprechzeit
Enormer Geschwindigkeitsschub bei mittlerer Ansprechzeit
Diagramm: Sehr sauberes Signal trotz kürzerer Schaltzeiten
Sehr sauberes Signal trotz kürzerer Schaltzeiten

Bei 60 Hz und mittlerem Overdrive gewinnt der Schwarz-Weiß-Wechsel minimal mit 5,2 ms. Der schnellste Grauwechsel hingegen wird mit 2,4 ms mehr als doppelt so schnell, und auch die restlichen Schaltzeiten passen nun zu den ersten beiden Messarten. Der Durchschnittswert an 15 Messpunkten wird mit 9,1 ms gemessen, während der CtC-Wert auch nur 5,6 ms benötigt, um von einer Mischfarbe zu einer anderen zu wechseln.

Auch hier zeigt der Helligkeitsverlauf ein sauberes Signal.

60 Hz, Ansprechzeit „Ultraschnell“

Diagramm: Ein bis auf den Grauwechsel erneuter Geschwindigkeitszuwachs
Ein bis auf den Grauwechsel erneuter Geschwindigkeitszuwachs
Diagramm: Auch bei maximaler Ansprechzeit keine Überschwinger
Auch bei maximaler Ansprechzeit keine Überschwinger

Bei 60 Hz und maximalem Overdrive passiert beim Schwarz-Weiß- und beim schnellsten Grauwechsel nicht mehr viel. Der schnellste Grauwechsel verliert sogar 0,6 ms gegenüber der Messung bei mittlerem Overdrive. Der Durchschnittswert an unseren 15 Messpunkten kann dafür aber noch mal nachlegen und wird mit 7,6 ms gemessen, während der CtC-Wert mit 5,6 ms gleich bleibt.

Auch hier kann man keine negativen Folgen am Helligkeitsverlauf beobachten.

1 KOMMENTAR

  1. Full HD und TN…ein No Go…“Die Specs lassen bereits jetzt jedes Spielerherz höherschlagen. “ Das ist lächerlich.

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