Test ViewSonic XG240R – überzeugende Gaming-Performance

24 Zoll großer Gaming-Monitor mit TN-Panel und 144 Hz, der erst im Januar erscheint, bereits jetzt im Test bei PRAD

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Einleitung

E-Sportler und Gaming-Liebhaber sind die Zielgruppe des ViewSonic XG240R, der seine Features stark darauf ausgerichtet hat. Der 24 Zoll große Gaming-Monitor ist brandneu und soll erst im Januar in Deutschland im Handel erhältlich sein. Erste Shops haben ihn aber bereits für 309,90 Euro gelistet.

Das TN-Panel besitzt eine Full-HD-Auflösung mit einer Reaktionszeit von nur 1 ms sowie der FreeSync-Technologie und 144 Hz. Viele Einstelloptionen im OSD des Monitors werden speziell für Gamer angeboten, darunter verschiedene Profile für unterschiedliche Spiele, Hertzbegrenzungen oder die Festlegung von Schwarzwerten, um auch Gegner in dunklen Ecken schnell sichtbar zu machen.

Neben modernen Anschlussmöglichkeiten mit DisplayPort und zweimal HDMI wurde auch ein USB-3.0-Hub verbaut. Die Besonderheit stellt aber eine rückseitige RGB-Beleuchtung dar, die mit bereits vorhandener Beleuchtungs-Hardware der Nutzer synchronisiert werden kann.

Einen flexiblen Standfuß besitzt das Gerät ebenfalls, sodass auch in diesem Bereich keine Abstriche gemacht werden müssen. Neben den Gaming-Eigenschaften werden wir natürlich die anderen üblichen Kategorien untersuchen, um festzustellen, ob das Gerät auch als Allrounder genutzt werden kann.

Hands on ViewSonic XG240R – neuer Gaming-Monitor

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Hands on Video zum neuen ViewSonic XG240R

Detaillierte Informationen zu den Ausstattungsmerkmalen und den Spezifikationen finden Sie im ViewSonic XG240R Datenblatt.

Lieferumfang

Der schmale Karton besitzt zwei große Styropor-Elemente, die den Monitor vom Zubehör trennen und einen sicheren Transport garantieren sollen.

Im Lieferumfang befinden sich eine Kurzanleitung und die Garantiebestimmungen sowie je ein Strom-, DisplayPort- und USB-Kabel. Für den Betrieb per HDMI müsste entsprechend ein zusätzliches Kabel erworben werden. Vorhanden sind außerdem kleine Kabelclips, die am hinteren Teil des Standfußes befestigt werden können.

Lieferumfang des ViewSonic XG240R
Lieferumfang des ViewSonic XG240R

Optik und Mechanik

Das Standbein ist im Auslieferungszustand bereits am Monitor befestigt. Gelöst werden kann es über ein Schnellsystem, wodurch die VESA-100-Bohrungen sichtbar werden. Der Standfuß kann ohne Werkzeug mit einer Schraube am Standbein verschraubt werden und ist durch das verwendete Material recht schwer, wodurch er den Monitor sehr stabil an seiner Position hält.

Verschraubung am Standfuß
Verschraubung am Standfuß
Standfuß im Detail
Standfuß im Detail

Der ViewSonic besitzt ein klassisches Design mit einem etwa 15 mm dicken Rahmen. Das gesamte Gehäuse wurde in einem matten Schwarz gehalten, farbliche Akzente finden sich an keinem Bereich des Monitors. Diese Aussage betrifft natürlich nur die Betrachtung im ausgeschalteten Zustand, bei dem die rückseitige Beleuchtung nicht sichtbar ist.

Bei einer Sicht von hinten wird eine Aussparung im oberen Teil des Standbeines sichtbar, über die das Gerät bequem getragen werden kann. Ein Loch für Kabeldurchführungen gibt es dagegen nicht. Die Besonderheit der Rückseite sind aber die beiden etwas helleren Bereiche, die in einer zackigen Form angebracht worden sind. Unter diesen befinden sich LEDs, die eine Beleuchtung in verschiedenen Farben ermöglichen.

ViewSonic XG240R von vorn
ViewSonic XG240R von vorn
ViewSonic XG240R von hinten
ViewSonic XG240R von hinten

Die Höhe kann stufenlos und ohne großen Kraftaufwand verstellt werden. Der Bildschirm bleibt dabei an jeder gewünschten Position stabil stehen. In der niedrigsten Position beträgt der Abstand vom Schreibtisch zur unteren Monitorkante etwa 6,5 cm, in der höchsten 18,5 cm, wodurch sich ein recht großer Einstellspielraum ergibt.

Niedrigste Einstellung des Monitors
Niedrigste Einstellung
Höchste Einstellung des Monitors
Höchste Einstellung

Bei der Einstellung der Neigung fällt der Einstellspielraum deutlich kleiner aus. Das Verstellen war aber auch in diesem Bereich stufenlos möglich. Nach vorn kann der Bildschirm maximal um 5 Grad und nach hinten maximal um 20 Grad geneigt werden.

Maximale Neigungseinstellung des Displays
Maximale Neigungseinstellung
Minimale Neigungseinstellung des Displays
Minimale Neigungseinstellung

Durch eine Drehung des Bildschirms um 90 Grad kann das Gerät auch im Pivot-Modus betrieben werden. Er rastet bei dieser Einstelloption an keiner Stelle ein. Eine Drehung über den Standfuß in beide Richtungen um 45 Grad ist ebenfalls möglich. Alle verfügbaren Einstelloptionen sind damit vorhanden. Das Standbein und der Standfuß wurden zudem stabil gestaltet, wodurch der Monitor selbst beim Stoß an den Schreibtisch kaum nachwippt und einen sehr guten Eindruck hinterlässt.

Pivot-Format und Rechtsdrehung
Pivot-Format und Rechtsdrehung
Pivot-Format und Linksdrehung
Pivot-Format und Linksdrehung

Technik

Betriebsgeräusch

Im Betrieb als auch im Standby konnten keine Geräusche vom Gerät wahrgenommen werden. Weder leise Surrgeräusche noch ein hochfrequentes Pfeifen waren im gesamten Testbetrieb auszumachen. Die Beleuchtung auf der Rückseite erzeugte dagegen ein Surrgeräusch, sobald diese eingeschaltet wurde. Dieses Geräusch war auch bei normalem Sitzabstand noch leise hörbar und könnte empfindliche Personen daher stören.

Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 32 W 31,6 W
Betrieb typisch 30 W
140 cd/m² 17,0 W
Betrieb minimal 13,5 W
Energiespar­modus (Standby) < 0,5 W 0,1 W
Ausgeschaltet (Soft Off) < 0,5 W 0,1 W
Ausgeschaltet (Netzschalter)

Messwerte ohne zusätzliche Verbraucher (Lautsprecher und USB)

Wir haben den Stromverbrauch wie üblich beim Anschluss an einen PC gemessen. Das USB-Hub war nicht verbunden und die rückseitige Beleuchtung ausgeschaltet. Bei einer Messung mit eingeschalteter Beleuchtung wurden durchschnittlich etwa 3 Watt zusätzlich gemessen.

Der Verbrauch von 17 Watt bei 140 cd/m² (Helligkeit eingestellt auf 24) führt, bezogen auf die Größe der Bildschirmfläche, zu einer guten Energieeffizienz von 1,3 cd/W. Einen Netzschalter besitzt das Gerät nicht. Dies dürfte zu verschmerzen sein, wenn die sehr guten Werte im Standby und ausgeschalteten Zustand berücksichtigt werden.

Anschlüsse

Die Kabel werden von unten an den entsprechenden Anschlüssen befestigt, was eine flache Befestigung an einer externen Halterung ermöglicht. Kabelclips an der Rückseite des Standbeines können die Kabel gebündelt nach unten führen. Ein Loch als Kabelführung besitzt das Standbein dagegen nicht. Zusätzliche seitliche Anschlüsse sind bei dem Monitor ebenfalls nicht vorhanden.

Anaschlüsse des XG240R: Strom, USB 3.0, HDMI1, HDMI2, DisplayPort und Audioausgang
Strom, USB 3.0, HDMI1, HDMI2, DisplayPort und Audioausgang

Bedienung

Auf der rechten Seite unter dem Frontrahmen befinden sich fünf mechanische Tasten für die Steuerung des OSDs. Auf dem Rahmen ist eine Bezeichnung aufgedruckt, die in leicht abgedunkelten Räumen aber kaum sichtbar ist. Dies stört wenig, da Software-seitig eine zusätzliche Erläuterung eingeblendet wird und nur die ganz äußere Taste eine Schnellfunktion hervorrufen kann.

Die Tasten empfanden wir als etwas zu klein, außerdem war der Druckpunkt recht stramm eingestellt. Für die Auslösung einer Funktion muss entsprechend etwas mehr Kraft aufgewendet werden. Dank dem guten Standfuß wippte der Monitor dabei kaum mit. Ein Druck löste zudem ein mechanisches Geräusch aus, wodurch direktes Feedback an den Nutzer gegeben wird. Das Navigieren empfanden wir aufgrund des Druckpunktes eher als Arbeitsaufwand, es ging also nicht locker von der Hand. Dieser Eindruck wird durch das weit verzweigte OSD verstärkt, da dadurch mehr Klicks benötigt werden, um zum Beispiel die Helligkeit anzupassen.

Mechanische Tasten unter dem Frontrahmen des Displays
Mechanische Tasten unter dem Frontrahmen

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