Test ViewSonic VX2458-mhd – Gaming-Monitor Neuheit
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Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung

Schaut man sich das Schwarzbild des ViewSonic-Displays bei absoluter Dunkelheit an, ist unten und an den Seiten des Bildschirmrandes ein heller Schein zu erkennen. Von den Seitenrändern ragen zudem zwei Spots in Richtung Bildmitte, die dort schmaler werden und sich mittig in einem horizontalen, etwa 4 cm dicken Streifen treffen. Dies ist allerdings nur bei absoluter Dunkelheit wahrzunehmen.

Beim Glow werden natürlich auch hier die Nachteile des TN-Panels bei dezentraler Sitzposition auffällig. Schaut man seitlich auf den Bildschirm, zieht sich auf der entgegengesetzten Seite ein gelblicher Schleier über das Bild.

Glow des ViewSonic-Displays
Glow des ViewSonic-Displays

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des ViewSonic VX2458-mhd
Helligkeits- und Kontrastverlauf des ViewSonic VX2458-mhd

Mit einer Leuchtdichte von maximal 362 cd/m² übertrifft der ViewSonic VX2458-mhd die angegebene maximale Helligkeit bei nativem Weißpunkt um rund 20 %. Um auf D65 zu gelangen, sind keine starken Korrekturen an den RGB-Reglern notwendig, sodass noch eine Leuchtdichte von 352 cd/m² übrig bleibt. Mit einer minimalen Leuchtdichte von 78 cd/m² eignet sich das Display gerade noch zum Arbeiten bei absoluter Dunkelheit.

Das maximale Kontrastverhältnis beträgt dem Hersteller zufolge 1000:1. Laut unseren Messungen liegt das durchschnittliche Kontrastverhältnis bei 796:1. Bei 100 % Helligkeit wird das höchste Kontrastverhältnis mit 838:1 gemessen. Nach der Kalibrierung erreicht der Proband nur noch ein Kontrastverhältnis von 764:1. Damit bleibt der Monitor zwar hinter den Erwartungen zurück, erreicht aber trotzdem noch eine gute Bewertung.

Bildhomogenität

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

Helligkeitsverteilung in %
Helligkeitsverteilung in %
Farbreinheit in Delta C
Farbreinheit in Delta C

Der ViewSonic VX2458-mhd liegt mit einer maximalen Helligkeitsabweichung von 13,24 % noch in einem guten Bereich. Die durchschnittliche Helligkeitsabweichung erreicht mit 7,88 % hingegen nur noch ein befriedigendes Ergebnis. Bei der Farbreinheit wird ein weitaus besseres Ergebnis erzielt. Mit einem maximalen Delta C von 1,88 und einem durchschnittlichen Delta C von 0,99 wird in beiden Fällen eine sehr gute Bewertung erreicht.

Coating

Mit einer stumpfmatten Panel-Oberfläche eignet sich der ViewSonic VX2458-mhd besonders an sehr hellen Arbeitsplätzen. Die Entspiegelung lässt nur sehr schwache Reflexionen zu.

Coating des ViewSonic VX2458-mhd
Coating des ViewSonic VX2458-mhd
Referenzbild
Referenzbild

Blickwinkel

In den Werkseinstellungen zeigt das Display ein farblich nicht übersättigtes ordentliches Bild, solange man sich in zentraler Sitzposition befindet. Bewegt man sich seitlich aus dem Bild heraus, verliert es an Kontrast. Ein Gelbstich zieht über das Bild. Zusätzlich stellen sich besonders die hellen Blautöne als problematisch dar und erhalten einen Grünstich. Bewegt man sich nach oben aus dem Zentrum heraus, tritt ebenso ein Kontrastverlust auf, und reines Weiß erhält einen starken Blaustich. Farbverläufe innerhalb einer Farbe erhalten außerdem ab einer bestimmten Sättigung eine Farbtreppe. Wie auch bei anderen TN-Displays ist das Bild bei Blickrichtung von unten nicht mehr zu gebrauchen.

Horizontale und vertikale Blickwinkel des ViewSonic VX2458-mhd
Horizontale und vertikale Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des ViewSonic VX2458-mhd bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen von +45 und -30 Grad.

Interpolation

Der ViewSonic-Monitor verfügt über ein Full-HD-Panel, das mit einer Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln auflöst. Um auf Auflösungen reagieren zu können, die abseits der nativen liegen, sind im OSD-Menü unter „Manuelle Bildanpassung -> Seitenverhältnis“ die Optionen 4:3, 5:4, 16:9 und 16:10 auswählbar. Voreingestellt ist 16:9.

Die Seitenverhältnis-Einstellungen lassen sich auch am Computer beliebig anpassen
Die Seitenverhältnis-Einstellungen lassen sich auch am Computer beliebig anpassen

Die Einstellungen sind auch am Computer, angeschlossen über die DisplayPort-Schnittstelle, zugänglich, was mittlerweile an modernen Grafikkarten fast so gut wie gar nicht mehr möglich ist. Eine automatische Erkennung ist nicht vorhanden. Anscheinend versteht sich das Testmodell mit der AMD-Grafikkarte nicht, da normalerweise die Option „Seitenverhältnis“ in der Grafikkarten-Software dem Monitor die Möglichkeit geben soll, das Bild so darzustellen, wie es von der Elektronik des Displays erkannt wird. Insgesamt entsteht aber ein heilloses Durcheinander mit falsch ausgegebenen Seitenverhältnissen, auch wenn am Monitor das richtige ausgewählt wurde. Wir sind froh, dass zumindest die HD-ready-Auflösung mit 1280 x 720 Pixeln seitengerecht und bildschirmfüllend dargestellt wird, um die Qualität der Interpolation beurteilen zu können.

Testgrafik native Auflösung
Testgrafik native Auflösung
Testgrafik 1280 x 720
Testgrafik 1280 x 720

Um rein optisch mehr Schärfe in das Bild zu bekommen, hilft der Schärferegler mit einer Erhöhung von 50 % auf 75 %, da das Bild mehr Kontrast erhält, was die verwaschene Optik etwas abmildert.

Testgrafik 1280 x 720, geschärft
Testgrafik 1280 x 720, geschärft

Sicherlich verläuft das Schriftbild bei kleinerer Auflösung aufgrund der Interpolation ein wenig, doch Text bleibt selbst in den Einstellungen von 7 Punkt in Fett noch einwandfrei lesbar. Auch hier hilft die Schärfeeinstellung bei 75 % aufgrund des erhöhten Kontrastes zusätzlich, ist aber nicht unbedingt erforderlich.

Textwiedergabe native Auflösung
Textwiedergabe native Auflösung
Textwiedergabe 1280 x 720
Textwiedergabe 1280 x 720

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