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TESTBERICHT: HP LP2480zx Teil 20


Fill to Aspect Ratio (Player: "4:3 Letterboxed" – 576p):

Der Player fügt hier selbst Balken hinzu, um das anamorphe Material zu entzerren – bei "echtem" 4:3 Material wäre die Einstellung am DVD-Player egal. Das Pixelseitenverhältnis ist aber immer noch nicht ganz quadratisch und so kommt es weiterhin zu leichten Verzerrungen

Der Modus "OverScan" simuliert einen leichten Overscan durch das Abschneiden einiger Pixelreihen bzw. -zeilen. Da er ansonsten wie der Bildmodus "Fill to Screen" arbeitet, ist er für SD-Signale unbrauchbar.

Der Scaler des HP LP2480zx ist auch bei Zuspielung per HDMI ganz auf Signale mit quadratischem Pixelseitenverhältnis ausgerichtet. Hier wäre eine "16:9" und "4:3" Option für SD-Signale sinnvoll gewesen. Nutzt man die analogen Videoeingänge, werden immerhin Signale mit einem Seitenverhältnis von 4:3 korrekt über den "Fill to Aspect Ratio"-Modus dargestellt. Anamorphes 16:9-Material kann aber auch hier nicht verzerrungsfrei dargestellt werden. Eine Zoom-Funktion für Letterboxed-Signale ist nicht vorhanden.

Unterstützte Farbmodelle und Signallevel

Am DVI-Eingang erwartet der HP LP2480zx spezifikationsgemäß RGB-Signale. Per HDMI- und DisplayPort werden auch YCbCr-Signale unterstützt (dabei lieferte der "OverScan"-Modus Falschfarben, wenn in YCbCr 4:2:2 zugespielt wurde, während YCbCr 4:4:4 fehlerfrei umgesetzt wurde). YUV-, YPbPr-, und YCbCr-Signale deaktivieren, wie schon bei der halbbildbasierten Zuspielung, leider die farbraumbegrenzenden Bildmodi (die gesamte Farbraumemulation kann nicht genutzt werden). Damit präsentiert sich das Bild auch über alle analogen Videoeingänge entsprechend "bunt".

Die Wichtigkeit des abgestimmten Signallevels in der Zuspielung wird gerne unterschätzt, dabei ist das ein entscheidendes Kriterium für die korrekte Darstellung. Kommt es hier zu Abstimmungsproblemen, resultiert dies entweder in einem stark reduzierten Tonwertumfang oder einem ausgewaschenen, matten Bild ohne volles Weiß und Schwarz.

Der HP LP2480zx geht am HDMI-Eingang, unabhängig vom zugespielten Signal, immer von PC-Leveln aus (Wertebereich pro Kanal von 0-255). Das ist für RGB-Signale durchaus sinnvoll. Bei Zuspielung über einen externen Player muss das Signal daher auf PC-Level gespreizt werden. Für YCbCr-Signale ist dieses Verhalten dagegen problematisch, da hier immer Videolevel genutzt werden und eine Spreizung auf PC-Level unüblich ist. Wir gehen davon aus, dass das Verhalten am DisplayPort-Eingang identisch ist.

Im Hinblick auf Farbraumemulation, Skalierung und den erwarteten Signallevel, sollte man dem HP LP2480zx daher am besten ein vollbildbasiertes (= progressives) RGB-Videosignal mit 1080 oder 720 Zeilen (also 1080p oder 720p) und PC-Leveln über die digitalen Eingänge zuspielen.

Fazit

Der HP LP2480zx ist ein schwierig zu bewertender Bildschirm. Auf der Haben-Seite stehen sicherlich der große Farbraum, eine gute Abstimmung ab Werk, sorgfältig vorkalibrierte Bildmodi und die Möglichkeit zur Hardwarekalibrierung über das optionale Kalibrationskit. Der Regelungsbereich des Backlights ist hoch, der Schwarzwert niedrig und die Ausleuchtung kann überzeugen. Auch die Bildhomogenität ist gut, insbesondere unter der Prämisse, dass keine Kompensationsfunktion vorhanden ist. Durch die judderfreie Unterstützung von 48 Hz, 50 Hz und 60 Hz steht der ruckelfreien Videowiedergabe technisch nichts im Wege.

Trotzdem macht der HP LP2480zx zu wenig aus seinen guten Genen. Die Bordmittel beschränken sich letztlich auf ein Minimum und das leichte Banding sowie die (ebenfalls leichten) Dithering-Artefakte in dunklen Tonwerten stehen im Widerspruch zum verwendeten 10-Bit Panel und der vorgeschalteten Elektronik. Abseits der flexiblen Bildwiederholfrequenzen ist die Verarbeitung von Videosignalen, insbesondere in Bezug auf das Seitenverhältnis, nicht ganz ideal.

Deinterlacing und Skalierung führen zwar nicht zu Begeisterungsstürmen, sind für ein Computer-Display aber im grünen Bereich. Der verbaute Lüfter kann in ruhigeren Umgebungen störend wirken. Dringend korrigieren sollte HP die fehlende Funktionalität der Kalibrierungs-/ Profilierungssoftware über DisplayPort. Gleichzeitig müsste das Kalibrationskit eigentlich standardmäßig mitgeliefert werden.

Die meisten Kritikpunkte sollten sich über ein Firmware-Update lösen lassen. Das kann beim HP LP2480zx benutzerseitig sehr einfach aufgespielt werden. Hier liegt es an HP, das Potential des LP2480zx auszuschöpfen.

Die UVP liegt mit 2.759,00 Euro für die derzeit gebotene Leistung zu hoch. Die Spannbreite der Straßenpreise ist groß. Zu den aktuell im günstigsten Fall etwa 1.800,00 Euro, kommt noch das Kalibrationskit für rund 220 Euro dazu.

Gesamturteil: GUT

Technische Spezifikationen: HP LP2480zx

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