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TESTBERICHT: Acer H236HLbmjd Teil 6


Vor der Kalibrierung mit iColor 3.8 und dem Xrite i1 Pro haben wir zunächst den Weißpunkt im Benutzermodus justiert. Hierfür mussten die Rot- und Blau-Regler um 2 bzw. 3 Punkte abgesenkt werden. Der anschließend gemessene Gammawert von 2,21 war in Ordnung, hätte mit Bordmitteln aber auch nicht verbessert werden können.

Die Charts zeigen, dass die Farbwiedergabe durch die Kalibration noch etwas gewinnen kann. Die Gammakurve folgt jetzt hinreichend dem Normverlauf, die Abweichungen bei den Graustufen sind durchweg noch kleiner geworden. Der Rangewert sinkt aber nicht, was auf ein kleines Problem bei der Farbmischung hindeutet.

Das sieht man auch bei den Buntfarben: hier sticht nicht nur der lange Blau-Balken hervor, auch die Primärfarben Rot und Grün ragen aus dem grünen Bereich. Der Grund dafür dürfte im beschränkten Farbraum liegen, die sRGB-Abdeckung geht durch die Kalibrierung auf nur noch 91 Prozent zurück. Der Kontrastwert bleibt dagegen stabil.

Nach der Kalibrierung bietet der H236HLbmjd eine gute Farbwiedergabe auch bei farbkritischen Anwendungen. Im Auge behalten muss man aber die beschränkte Farbraumabdeckung und die ungleichmäßige Ausleuchtung des Bildschirms, ein Profigerät ist er ganz sicher nicht. Die meisten Anwender werden angesichts der ohnehin schon zufriedenstellenden Werkseinstellung allerdings nicht den Kauf eines Colorimeters erwägen.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Interpolation

Acer macht die Wahl des Bildformates leicht: 16:9-Auflösung wird automatisch im Vollbild angezeigt, andere Formate wie 4:3 können entweder auf Vollbild hochskaliert werden, oder seitengerecht mit Beschnitt zur kürzeren Seite wiedergegeben.

Die erwähnte Skalierung, welche auch bei kleineren Auflösungen im nativen Format geschieht, zeigt sich recht deutlich durch das Auffüllen "leerer" Pixel und sich dadurch ergebendem leicht verschwommenen Bild. Ein Schärferegler ist am H236HLbmjd nicht zu finden.

Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Bei nativer Auflösung ergibt sich das beste Bild, Schrift wie Linien sind sehr scharf und gut erkennbar. Wechselt man die Auflösung zu 1280 x 720, wird die Miniskalierung stark sichtbar: An Rändern und zwischen Linien bilden sich schwarze Konturen, das Bild wirkt sehr verwaschen. Farbsäume treten nicht auf.

Nimmt man zusätzlich ein anderes Bildformat, welches über den Monitor auf Vollbild gestreckt wird, findet diese Miniskalierung auf demselben Niveau wie bei kleinen Auflösungen des nativen Formats statt, zusätzlich zu Streckung.

Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist erwartungsgemäß sehr gut. Bei 1.280 x 720 sieht man, dass die notwendige Pixelvergrößerung hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte bewirkt wird. Dies führt zu etwas fetteren Konturen mit leichtem Unschärfeeindruck. Farbsäume treten nicht auf.

In allen interpolierten Auflösungen ist die Lesbarkeit von Texten und die Abbildung der Testgrafik – dem Skalierungsgrad entsprechend – gut. Die unvermeidlichen Interpolationsartefakte fallen gering aus. Auch Texte mit fetten Buchstaben bleiben gut leserlich, kleine Schrift wirkt jedoch etwas angedickt.

Reaktionsverhalten

Den H236HLbmjd haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am HDMI-Anschluss untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Das Datenblatt nennt eine Reaktionszeit von 5 Millisekunden ohne Hinweis auf das Messverfahren. Eine Beschleunigungsoption gibt es nicht. Wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 11,4 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit 8,2 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 11,4 Millisekunden.

Zügige Schaltzeiten, kräftige Überschwinger.

Derart zügige Schaltzeiten erreicht ein IPS-Panel nur mit kräftiger Beschleunigung, die beim H236HLbmjd auch nicht abgeschaltet werden kann. Der Helligkeitsverlauf im rechten Chart (Grauwechsel zwischen 50 und 80 Prozent) zeigt die kräftigen Überschwinger.

Allerdings sehen wir hier schon den stärksten Vertreter, bei den dunkleren Grauwechseln hält sich der Overdrive zurück und lässt statt krasser Überschwinger lieber geringfügig längere Schaltzeiten zu. Dieses Bemühen um eine einigermaßen neutrale Abstimmung vermeidet stärkere Bildartefakte und kommt vor allem der Videowiedergabe zugute. Nur ambitionierte Gamer würden sich noch schnellere Schaltzeiten wünschen.

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