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TESTBERICHT: HP Z24i Teil 8


Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden - in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert.

Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-rite i1 DisplayPro Colorimeter und ein X-rite i1 Pro Spektrofotometer eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Farbraums (Erläuterung der 3D Ansichten).

Bei der Farbraumuntersuchung messen wir, dass der Z24i den sRGB-Farbraum mit 98 Prozent sehr gut abdeckt.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: DeltaE Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, DeltaC Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben: Modus Standard, Farbeinstellung 6500K, Helligkeit 100 und Kontrast 80. Ein Gammaregler ist nicht vorhanden. Die Option Schwarzdehnung ist auf "Niedrig" voreingestellt.

Vergleich der Werkseinstellung mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Farbwiedergabe in der Werkseinstellung (Standard 6500K).

In der Werkseinstellung hält sich der Z24i beim Weißpunkt exakt an die 6500K-Referenz. Auch bei den Graustufen bleibt die Farbtemperatur erfreulich konstant, daher sind auch die deltaC-Abweichungen fast alle recht niedrig. Die Gammakurve verläuft mit leichtem Schwung um den Mittelwert 2,15 - nicht ganz normgerecht, aber noch akzeptabel. Das Ergebnis für die Wertung der Grauwerte ist insgesamt zufriedenstellend.

Einen sRGB-Modus bietet der Z24i nicht, daher untersuchen wir auch die Buntfarben in der Werkseinstellung. Hier fallen gleich die erhöhten Abweichungen bei den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau auf, auch die Mischfarben gelingen nicht so gut. Das mittlere deltaE von 2,4 reicht dennoch für eine zufriedenstellende Note.

Für normale Arbeiten im Bereich Office, Internet und auch Video ist die Farbwiedergabe gut. Für die Ansprüche an farbverbindliches Arbeiten gibt es zwar nur eine zufriedenstellende Bewertung, doch viele Consumer-Geräte erreichen nicht einmal das.

Vergleich des kalibrierten Monitors mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Durch die Kalibrierung und Profilierung wird eine möglichst hohe Neutralität und Linearität der Farbwiedergabe erzielt. Farbechtheit (im Rahmen der Monitorgrenzen) erreicht man erst im Zusammenspiel mit farbmanagementfähiger Software.

Farbwiedergabe nach der Kalibrierung.

Vor der Kalibrierung mit iColor 3.8 und dem Xrite i1 Pro haben wir die Schwarzdehnungs-Option ausgeschaltet, dann wollten wir den Weißpunkt im Benutzermodus justieren. Hier ergab die Messung eine kleine Überraschung: die Farbregler für RGB standen mit 255 bereits alle in der optimalen Position. Der gemessene Gammawert von 2,08 war ebenfalls in Ordnung.

Nach der Kalibrierung zeigen die Charts, dass die Farbwiedergabe in allen Belangen verbessert wird. Die Grauwiedergabe überzeugt, denn die Abweichungen bei den Graustufen sind sehr klein geworden, und die Gammakurve hält sich an die Norm. Auch bei den Buntfarben ist das Ergebnis richtig gut, nur noch der oft zu sehende Blau-Ausreißer sticht hervor. Gut ist auch, dass sich der Kontrastwert von der Kalibration völlig unbeeindruckt zeigt.

Durch die Kalibrierung konnte sich der Z24i auf eine gute Farbwiedergabe auch bei farbkritischen Anwendungen verbessern. Eine sehr gute Bewertung wird nur knapp verpasst. Für engagierte Foto- und Grafikamateure macht dieses Potential – zusammen mit der guten Farbraumabdeckung - den Kauf eines Colorimeters durchaus interessant.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Interpolation

In seiner nativen Auflösung von 1920 x 1200 Bildpunkten stellt der HP Z24i Bilder in einem Seitenverhältnis von 16:10 dar; das interpolierte 16:9-Format bei 1280 x 720 Pixeln ließ sich auf dem Monitor nicht seitengerecht darstellen, der Bildschirm skalierte die Auflösung auf die volle Anzeigenhöhe und Breite, die Testgrafik erscheint in der Interpolation daher leicht in der Höhe verzerrt.

Der Bildschärferegler steht in der Werkseinstellung auf Stufe vier innerhalb der sechsteiligen Skala, was auch den besten Wert darstellt, niedrigere Schärfegrade führen zu leicht verwaschenen Konturen, bei den Stufe fünf und sechs treten deutliche Säume an den Konturen auf.

Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1280 x 720 Vollbild.

Bei nativer Auflösung überzeugt der Z24i mit einer sehr scharfen und akkuraten Darstellung selbst sehr feiner Strukturen. Die Gitterlinien und Konturen der Testgrafik gibt der Monitor sehr detailliert wieder, auch Texte in sehr kleinen Schriftgraden meistert der Bildschirm problemlos. Bei der interpolierten Darstellung sowohl der Testgrafik als auch des Textes treten leichte Antialiasing-Effekte und Interpolationsartefakte auf, feine Linien in der Testgrafik neigen zum Zulaufen, der Schrift fehlt das letzte Quäntchen Schärfe in der Konturenzeichnung. Die Schärfeverluste bewegen sich indes in einem bei Interpolationen üblichen Rahmen, auch der Mustertext in 7 Punkt Größe ließ sich noch gut lesen.

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3 Kommentare vorhanden


Kleiner Typo im Einleitungstext. Die Auflösung des Monitors müsste 1920x1200 sein.
Tippfehler, danke für den Hinweis, wurde geändert.
how does it score against ZR2440W which seems to be slowly being withdrawn? They seem to aim similar segment of the market, so I am wondering if it brings any improvements.

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