Test Monitor HP Z24i
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Interpolation

In seiner nativen Auflösung von 1920 x 1200 Bildpunkten stellt der HP Z24i Bilder in einem Seitenverhältnis von 16:10 dar; das interpolierte 16:9-Format bei 1280 x 720 Pixeln ließ sich auf dem Monitor nicht seitengerecht darstellen, der Bildschirm skalierte die Auflösung auf die volle Anzeigenhöhe und Breite, die Testgrafik erscheint in der Interpolation daher leicht in der Höhe verzerrt.

Der Bildschärferegler steht in der Werkseinstellung auf Stufe vier innerhalb der sechsteiligen Skala, was auch den besten Wert darstellt, niedrigere Schärfegrade führen zu leicht verwaschenen Konturen, bei den Stufe fünf und sechs treten deutliche Säume an den Konturen auf.

Hp Z24i Monitor Gitternativ
Hp Z24i Monitor Gitter720
Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.
Hp Z24i Monitor Textnativ
Hp Z24i Monitor Text720
Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1280 x 720 Vollbild.

Bei nativer Auflösung überzeugt der Z24i mit einer sehr scharfen und akkuraten Darstellung selbst sehr feiner Strukturen. Die Gitterlinien und Konturen der Testgrafik gibt der Monitor sehr detailliert wieder, auch Texte in sehr kleinen Schriftgraden meistert der Bildschirm problemlos. Bei der interpolierten Darstellung sowohl der Testgrafik als auch des Textes treten leichte Antialiasing-Effekte und Interpolationsartefakte auf, feine Linien in der Testgrafik neigen zum Zulaufen, der Schrift fehlt das letzte Quäntchen Schärfe in der Konturenzeichnung. Die Schärfeverluste bewegen sich indes in einem bei Interpolationen üblichen Rahmen, auch der Mustertext in 7 Punkt Größe ließ sich noch gut lesen.

Reaktionsverhalten

Den Z24i haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DVI-Anschluss untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Im Datenblatt ist die Reaktionszeit mit 8 Millisekunden GtG angegeben. Im deutschen OSD heißt die Overdrive-Option umständlich „Aktualisierung beschleunigen“, da bleiben wir lieber beim englischen Overdrive. Mehrere Stufen gibt es nicht, nur ein und aus. Nach dem Reset ist der Overdrive ausgeschaltet.

In dieser Einstellung messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 12,9 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit 10,9 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 20,5 Millisekunden.

Hp Z24i Monitor Resp 1
Overdrive aus: längere Schaltzeiten als üblich, keinerlei Überschwinger.

Wie schon beim kleinen Bruder Z22i sehen wir hier die längeren Schaltzeiten eines nahezu unbeschleunigten IPS-Panels. Wieder weist der verlängerte Avg-Balken im linken Chart auf langsame Bildwechsel an den dunklen Messpunkten hin. Der Helligkeitsverlauf beim Grauwechsel zwischen 50 und 80 Prozent (rechtes Chart) sieht neutral aus, Überschwinger gibt es nicht. Für statische Anwendungen wie Office und Internet ist diese Einstellung gut geeignet, für Videos wünscht man sich allerdings schon etwas kürzere Schaltzeiten.

Hp Z24i Monitor Resp 2
Overdrive ein: flinkere Schaltzeiten mit einsetzenden Überschwingern.

Mit eingeschaltetem Overdrive sinkt die durchschnittliche Bildwechselzeit von 20,5 auf nur noch 12,3 Millisekunden – ein typisches Ergebnis für moderat beschleunigte IPS-Panels. Hartgesottene Gamer werden sich sicherlich noch kürzere Zeiten wünschen, doch für Videos passt diese Charakteristik gut.

Überschwinger sind jetzt nicht mehr zu vermeiden, die Neigung zu Bildartefakten nimmt zwangsläufig zu. Ein richtiges Problem ist das wegen der überwiegend moderaten Überhöhungen noch nicht, dennoch wäre etwas mehr Entwicklungsaufwand bei den ganz dunklen Bildwechseln möglich gewesen: dort haben wir schon kleinere Ausschläge selbst bei noch etwas schnelleren IPS-Panels gesehen.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim Z24i ist die Signalverzögerung mit nur 0,8 Millisekunden so extrem kurz, dass weniger kaum möglich wäre. Die halbe mittlere Bildwechselzeit von 6,1 Millisekunden (Overdrive ein) ist typisches IPS-Mittelmaß, aber keineswegs als lang zu bezeichnen. 6,9 Millisekunden für die mittlere Gesamtlatenz sind auch für Gamer nicht unattraktiv.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des Z24i arbeitet mit White LED. Die Helligkeit wird mit einem kontinuierlichen Verfahren geregelt.

Bei voll aufgedrehtem Regler (rote Kurve) sehen wir ebenso wie bei 140 cd/m² (gelb) oder sogar in Nullstellung des Reglers (violett) keine Spur einer Rechteckschwingung im Chart, wie sie für PWM typisch wäre. Dass der Z24i somit frei von Backlight-Flimmern ist, werden entsprechend empfindliche Menschen sehr begrüßen.

Hp Z24i Monitor Back
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung.

Subjektive Beurteilung

Mangels HDMI-Anschluss bekam der Z24i Spiel-und Videosequenzen via DVI-Anschluss vom Rechner zugespielt – hier zeigte er bei schnellen Szenen und abrupten Richtungswechseln keine Auffälligkeiten, auch Nachzieheffekte bei schnell bewegten Fenstern etwa waren nicht zu erkennen.

Sound

Der Z24i verfügt in der Grundausstattung weder über Lautsprecher noch über Anschlüsse für die Audiowiedergabe – optional lässt sich der Monitor aber mit einem separat erhältlichen Stereo-Lautsprecher-Montagekit inkl. Kopfhöreranschluss nachrüsten.

DVD und Video

Ein HDMI-Eingang fehlt beim Z24i. Für den Anschluss von HD-Zuspielern wie Blu-Ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen kann aber ein einfacher Steckeradapter von HDMI auf DVI verwendet werden.

Als Videomonitor ist der Z24i nicht entworfen worden: kein HDMI-Eingang, kein Overscan, die Optionen für RGB-Signallevel und Farbmodell fehlen. Sogar die vielfach anzutreffende Film-Einstellung im OSD gibt es hier nicht. Für unser Testvideo verwenden wir also die Standardeinstellung, von der wir nach unserer Farbuntersuchung ja schon wissen, dass sie gut geeignet sein sollte. Zusätzlich aktivieren wir nur den Overdrive.

Das Full-HD-Video sieht auf dem großen 24 Zoll Schirm richtig gut aus: die Farben wirken natürlich, auch die Hauttöne sind stimmig und weder zu bunt noch zu blass. Rot und Grün kommen (in den sRGB-Grenzen) gut, Blau ohnehin. Schwarzwert und Bildkontrast sind sehr gut, beim visuellen Eindruck kann das nur schwach mattierte Panel durchaus glänzen. Die Durchzeichnung in dunklen wie hellen Szenen gelingt sehr gut, auch sehr helle Motive können bis in die höchste Graustufe alle Details zeigen. Schnelle Szenen sind kein Problem für den Z24i, wir beobachten weder Schlieren noch Korona-Effekte oder verwaschene Flächen.

Die an sich sehr geringe Blickwinkelabhängigkeit der Farbwiedergabe wird in sehr dunklen Passagen leider durch den typischen IPS-Glow getrübt. Ungewöhnlich stark ist er nicht, aber diagonale Blickwinkel sollte man dennoch besser vermeiden.

3 KOMMENTARE

  1. how does it score against ZR2440W which seems to be slowly being withdrawn? They seem to aim similar segment of the market, so I am wondering if it brings any improvements.

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