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TESTBERICHT: Iiyama ProLite XB2776QS Teil 6


Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist erwartungsgemäß sehr gut. Bei 1280 x 720 sieht man, dass die notwendige Pixelvergrößerung hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte bewirkt wird. Dies führt zu etwas fetteren Konturen mit deutlichem Unschärfeeindruck. Farbsäume treten nicht auf.

In allen interpolierten Auflösungen ist die Lesbarkeit von Texten und die Abbildung der Testgrafik – dem Skalierungsgrad entsprechend – gut bis sehr gut. Die unvermeidlichen Interpolationsartefakte fallen gering aus. Auch Texte mit fetten Buchstaben bleiben gut leserlich.

Bei Nutzung des VGA Anschlusses konnten maximal 2048 x 1152 erreicht werden. Gemäß Spezifikation kann VGA bis 2560 x 1440 darstellen. Bei dieser Auflösung war die Skalierungsunschärfe durchaus akzeptabel, ohne dass eine Nachkorrektur der Schärfe notwendig wurde. Ob dies am Kabel, der Grafikkarte oder dem Monitor lag, konnten wir mangels Vergleichsmöglichkeiten nicht weiter klären, zumal unsere Ergebnisse im Test immer an einer digitalen Schnittstelle ermittelt werden.

Reaktionsverhalten

Den XB2776QS haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DisplayPort vermessen. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Das Datenblatt spezifiziert die Reaktionszeit mit 5 Millisekunden in der Overdrive-Einstellung +2. Insgesamt bietet die Overdrive-Option fünf Stufen von -2 bis +2. Nach dem Reset ist der Overdrive deaktiviert (Einstellung Aus).

In dieser Einstellung messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel (rise + fall) mit 9,6 Millisekunden, der schnellste Grauwechsel benötigt nur 7,9 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 16,0 Millisekunden.

OverDrive Aus: Kurze Schaltzeiten, neutraler Verlauf ohne Überschwinger.

Der Helligkeitsverlauf im rechten Chart zeigt den Grauwechsel ohne Overdrive zwischen 50 und 80 Prozent. Erstaunlich sind die steilen und dennoch neutralen Flanken, Überschwinger entstehen nicht. Sehr schnell sind vor allem die helleren Bildwechsel, bei den dunkleren Grauwechseln fallen die Schaltzeiten zunehmend länger aus. Für statische Bilder wie auch für Videos ist diese Einstellung sehr gut geeignet.

OverDrive +2: sehr kurze Schaltzeiten bringen sehr starke Überschwinger mit sich.

In der höchsten Einstellung +2 messen wir sehr kurze Schaltzeiten, die selbst mit schnellen TN-Panels mithalten können. Die dunklen Bildwechselzeiten schmelzen regelrecht zusammen, der Durchschnittswert halbiert sich auf beeindruckend kurze 7,8 Millisekunden. Mindestens ebenso imposant sind aber auch die kapitalen Überschwinger (rechtes Chart), die unvermeidliche Bildartefakte mit sich bringen.

Für ambitionierte Gamer, die auf jede Millisekunde Wert legen, mag die schnellste Einstellung +2 auch hinsichtlich der Bildqualität noch akzeptabel sein. Auch die anderen Einstellungen packen recht kräftig zu, selbst die niedrigste Einstellung -2 liegt mit ihren immer noch deutlichen Überschwingern irgendwo zwischen Video- und Spieleprofil. Für alle Nicht-Spieler ist der deaktivierte Overdrive daher die beste Wahl.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Mit 17,5 Millisekunden ist die Signalverzögerung schon etwas länger, nach der Spieletauglichkeit des Overdrive hätte man sich hier einen deutlich kürzeren Wert erhofft.

Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit nur 3,9 Millisekunden (OD +2) zwar sehr kurz, die mittlere Gesamtlatenz kommt dennoch auf insgesamt 21,4 Millisekunden. Für engagierte Spieler ist dieses Ergebnis leider enttäuschend, alle anderen werden davon nichts bemerken.

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1 Kommentar vorhanden


Was mich bei 27'' Monitoren immer wundert ist, dass über die Ergonomie bei 2560 x 1440 eher geschwiegen wird.

Ich habe mal einen Monitor von diesem Formformat ausprobiert und könnte ihn ehrlich gesagt niemandem in einem Büro mit gutem Gewissen hinstellen.

Die Schriften sind einfach zu klein. Wenn man das jemand gibt, dreht er in Word die Schriftgröße hoch - dann wars das mit einer standardisierten Schriftgröße in der Firma.

Meiner Meinung nach verdient ein 2560x1440 bei 27'' in Ergonomie (wegen der dpi, die weit außerhalb des üblichen liegen) ein dickes Minus.
Und wenn man den Monitor mit weniger Auflösung betreibt kann man besser gleich zu einem günstigeren 24'' greifen.

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