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TESTBERICHT: Asus VX238H-W Teil 6


Vor der Kalibrierung mit iColor 3.8 und dem Xrite i1 Pro haben wir zunächst den Weißpunkt im Benutzermodus justiert. Hierfür mussten die Grün- und Blau-Regler kräftig abgesenkt werden. Der anschließend gemessene Gammawert war mit 2,35 zu hoch, konnte aber mit Bordmitteln nicht geändert werden.

Die Charts zeigen, dass die Farbwiedergabe durch die Kalibration wesentlich verbessert wird. Die Abweichungen sind sowohl bei den Graustufen wie bei den Buntfarben klein geworden. Auch die Gammakurve folgt jetzt dem Normverlauf. Die Farbraumabdeckung legt um 2 Punkte auf nunmehr 96 Prozent zu. Der Kontrast geht auf 1.125:1 zurück, angesichts des hohen Niveaus ist das aber kein Problem.

Nach der Kalibrierung kann der VX238H mit guter Farbwiedergabe auch bei farbkritischen Anwendungen überzeugen. Die Schwächen bei der Helligkeitsverteilung und der Blickwinkelabhängigkeit schränken die tatsächliche Nutzbarkeit für solche Aufgaben aber stark ein.

Es ist bedauerlich, dass ASUS bei der Voreinstellung, insbesondere im sRGB-Modus so daneben liegt. Was der Monitor tatsächlich zu leisten vermag, ist nach einer Kalibrierung erkennbar. Nur wird sich kaum jemand für einen so günstigen Monitor ein Kolorimeter anschaffen, das zum Teil teuer als der Monitor selbst sein dürfte.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Interpolation

Die meisten aktuellen Monitore leisten sich keine Blöße in der Skalierungsqualität. Die Algorithmen berechnen unser Test-Gitter und die Testschrift ohne Artefakte oder übertriebene Schärfung. So sind die einzelnen Buchstaben homogen und der Text bleibt angenehm leserlich. Der Interpolations-Algorithmus simuliert das große "X" in der Mitte des Gitters sehr gut und es kommt auch von der Textur dem nativen Bild sehr nahe.

Links: native Auflösung; Rechts: 1280 x 720.

Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 720 Vollbild.

Reaktionsverhalten

Den VX238H haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am HDMI-Anschluss untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 1 Millisekunde (GtG) genannt. Die Beschleunigungsoption TraceFree bietet die Stufen 0 bis 100 in 20er Schritten an, voreingestellt ist die Stufe 60.

In dieser Einstellung messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 8,0 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit 6,9 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 10,1 Millisekunden.

TraceFree 60: Flinke Schaltzeiten, moderate Überschwinger.

In der Werkseinstellung ist der Overdrive bereits ziemlich aktiv, denn auch ein TN-Panel erreicht derart flinke Schaltzeiten nicht ohne gehörigen Nachdruck. Die ähnlich langen Balken im linken Chart zeigen uns, dass die Schaltzeiten an allen Messpunkten ähnlich sind, besonders langsame dunkle Bildwechsel sind also nicht zu befürchten.

Der Helligkeitsverlauf im rechten Chart (Grauwechsel zwischen 50 und 80 Prozent) sieht noch recht neutral aus, die hier noch ziemlich kleinen Überschwinger werden bei den dunkleren Bildwechseln aber etwas größer.

TraceFree 100: Sehr kurze Schaltzeiten mit enormen Überschwingern.

Bei TraceFree 100 gibt der Overdrive richtig Gas. Die durchschnittliche Schaltzeit geht auf nur noch 5,3 Millisekunden zurück, Anstiegs- und Abfallzeiten halbieren sich. Die Überschwinger wachsen dafür ganz enorm, bei den dunklen Bildwechseln steigt die Anstiegsflanke auf mehr als das Doppelte der Sollhelligkeit an. Die Neigung zu Bildartefakten in schnell bewegten Bildbereichen ist sehr hoch.

Als Allroundeinstellung für Office, Internet und auch Videos empfehlen wir TraceFree 40. Die höheren Einstellungen wenden sich primär an Gamer.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim VX238H ist die Signalverzögerung mit 2,5 Millisekunden kurz. Die halbe mittlere Bildwechselzeit beträgt auch nur 2,6 Millisekunden (TraceFree 100). Für die mittlere Gesamtlatenz ergeben sich 5,1 Millisekunden, damit kommt der VX238H den Spitzenwerten spezieller Gamer-Monitore schon recht nahe.

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