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TESTBERICHT: Eizo CS2730

Einleitung

Im September hat EIZO seine neue Grafikmonitor-Generation auch um zwei Geräte in 27 Zoll erweitert. Die beiden Produktneuheiten EIZO CG2730 und CS2730 gehören zur hardwarekalibrierbaren ColorEdge-Serie, die auf die Bedürfnisse von Kreativen aus Fotografie, Grafikdesign und Video-Postproduktion abgestimmt ist. Im Vergleich zu gängigen 24-Zoll-Monitoren mit einer Auflösung von 1920 x 1200 Pixeln verfügen die beiden neuen 27-Zoll-ColorEdge-Monitore mit ihrer WQHD-Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln über 60 % mehr Pixel.

Bereits die hier im Test befindliche Einstiegsvariante ColorEdge CS2730 bietet alles, was man zur professionellen Verarbeitung visueller Inhalte benötigt. Beide Displays nutzen Wide-Gamut-LCD-Module (IPS) mit einem Seitenverhältnis von 16:9, die 99 % des Adobe-RGB-Farbraumes abdecken.

Um eine maximale Farbgenauigkeit und -tiefe zu erreichen und Darstellungsfehler wie Streifenbildung oder Tonwertabrisse zu vermeiden, arbeiten beide ColorEdge-Monitore mit einer 16-Bit-Look-up-Table (LUT). Jeder einzelne EIZO ColorEdge wird im Werk präzise eingemessen. Bei jedem Gerät wird die Gammakurve vorkalibriert. Die Homogenität und Farbreinheit jedes einzelnen Panels werden im Werk ausgemessen und korrigiert, um eine unverfälschte Bilddarstellung zu erreichen.

Die beiden neuen Monitore verfügen über ein schlankeres Gehäuse. Der Gehäuserand ist im Vergleich zu Vorgängermodellen um ca. 46 % schmaler geworden – die Gehäusetiefe um ca. 30 %. Neu sind ebenfalls die beleuchteten, elektrostatischen Sensortasten, mit denen sich die Monitorfunktionen auch in dunkler Umgebung bedienen lassen. Der USB-Hub ist mit der Version 3.0 jetzt zeitgemäß.

Der CS2730 ist seit November für 1.099 Euro und der CG2730 ab Q1 2017 für 1.899 Euro im Fachhandel erhältlich.

Hands on Video zum EIZO CS2730

Lieferumfang

Im Lieferumfang ist je ein Kabel für die drei digitalen Anschlussmöglichkeiten DVI, HDMI und DisplayPort enthalten. Das DP-Kabel ist als DP auf Mini-DP ausgeführt und somit primär für Notebook-Besitzer zu gebrauchen, da der Monitor selbst keinen Mini-DP-Anschluss hat. Das Kabel für den USB-3.0-Hub und ein Ring für das Kabelmanagement runden den Lieferumfang ab.

Lieferumfang

Das vollständige Handbuch zum Monitor, die Software für die Hardware-Kalibration und das zugehörige Handbuch findet man auf der beiliegenden CD. Die Handbücher sind mehrsprachig und ziemlich ausführlich. Auch weniger gängige Regler werden auf verständliche Art und Weise und in guter Übersetzung erklärt.

Optik und Mechanik

Das Standbein ist bereits vormontiert. Lediglich der runde Standfuß muss noch mit dem bewährten Bajonettverschluss angebracht und gegen den Uhrzeiger bis zum Einrasten gedreht werden. Bei Bedarf kann auch das vormontierte Standbein per Druckknopf ganz einfach vom Display gelöst werden. Der Standteller ist unten gummiert und besitzt einen integrierten Drehteller. Damit kann der Monitor bequem in beide Richtungen um je 172° – also nahezu um die eigene Achse – gedreht werden.

Standbein

Montage Standteller

Demontage Standbein

Durch die schnelle und einfache Montage/Demontage ist der EIZO CS2730 auch gut für den Einsatz "on location" geeignet. Alternative Befestigungssysteme werden über die VESA100-Verschraubung mit dem Bildschirm verbunden.

Ansichten: vorne in Arbeitshöhe

Das Design des EIZO CS2730 entspricht dem der neuen ColorEdge-Gerätegeneration mit vierstelliger Produktbezeichnung und ähnelt auch dem von einigen Flexscan-Modellen wie dem E2750. Der EIZO CS2730 wirkt damit deutlich flotter und weniger wuchtig als sein Vorgänger CS270 – ohne dabei im Mindesten den serösen Charakter dieser Produktlinie infrage zu stellen. Das robuste Kunststoffgehäuse wirkt solide und hochwertig verarbeitet und kann gleichzeitig auch unter ästhetischen Gesichtspunkten überzeugen. Ein eingelassener Griff auf der Rückseite unter dem EIZO-Logo erleichtert zudem den Transport.

Ansichten: vorne und hinten in der höchsten Stellung

Ansichten: vorne und hinten in der niedrigsten Stellung

Wie von EIZO gewohnt, bietet auch der CS2730 mit dem bewährten Flexstand-System umfassende Ergonomiefunktionen. Der Umfang der Verstellmöglichkeiten ist kaum zu toppen. Die Höhenverstellung ist mit 15,5 Zentimetern üppig und bietet einen Spielraum von 3,4 bis 18,9 cm ab Tischoberfläche. Sie erfolgt zweistufig. Zunächst kann das Standbein im unteren Bereich teleskopartig ausgezogen werden. Zusätzlich lässt sich das Display noch im oberen Bereich – direkt an der Verbindung zwischen Display und Standbein – weiter nach oben verschieben.

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3 Kommentare vorhanden


Tolles Review! Vielen Dank dafür!

Macht es aus eurer Sicht Sinn in den cs2730 zu investieren, wenn man lediglich im sRGB / Rec709 Farbraum arbeitet - bei diesem aber größtmögliche Homogenität und ein sauberes Bild haben möchte? (Videobearbeitung/Grading)

Bin mir etwas unsicher, da die WQHD Auflösung für Office Arbeit für meinen Geschmack (Macbook Retina gewöhnt) doch etwas unsauber ist und ggf dann ein solider 4k mehr Sinn macht? (z.b. Dell p2715q?)
Nun WQHD als unsauber zu bezeichen, ich weiß nicht. Ich finde WQHD bei 27 Zoll jedenfalls sinnvoller als 4K, zumindest unter Windows. Wie das beim Anschluss an ein MacBook aussieht, keine Ahnung.
ne unsauber ist tatsächlich übertrieben - aber man sieht schon noch leicht die Pixel (im vergleich zum Retina display vom Mac mit mehr ppi). Für mich ist die Frage letztlich - macht ein CS2730 Sinn, wenn man ihn ausschließlich im sRGB Raum nutzt? oder reicht da z.b. der oben genannte Dell?

(skalierung am Mac funktioniert prima!)
Danke schonmal!

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