Technik
Betriebsgeräusch
Da uns beim Alienware AW2725Q im Betrieb ein verbauter Lüfter mit deutlich hörbaren Geräuschen aufgefallen war, haben wir beim AW3426DW besonders genau hingehört. Doch in keiner Betriebssituation ließ sich auch nur ein Geräusch wahrnehmen – der Bildschirm blieb durchweg flüsterleise.
Zu bedenken bleibt allerdings, dass gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen kann, weshalb sich dieser Eindruck nicht zwangsläufig auf jedes Gerät der Serie übertragen lässt.
Stromverbrauch
| Hersteller | Gemessen | |
| Betrieb maximal 100 % APL (Weiß) | 190 W | 118,6 W |
| Betrieb maximal 100 % APL (50 % Grau) | k. A. | 34,9 W |
| Betrieb typisch 100 % APL (Weiß) | 31 W | – |
| Betrieb minimal 100 % APL (Weiß) | k. A. | 24,8 W |
| 140 cd/m² (60 %), 100 % APL (Weiß) | k. A. | 58,1 W |
| 140 cd/m² (60 %), 100 % APL (50 % Grau) | k. A. | 25,6 W |
| Energiesparmodus (Stand-by) | 0,5 W | 0,38–0,50 W |
| Energiesparmodus (Soft-off) | 0,3 W | 0–0,35 W |
| Ausgeschaltet (Soft-off) | n. v. | n. v. |
Messwerte ohne zusätzliche Verbraucher
Die Ermittlung des Strombedarfs bei LC-Displays ist recht einfach, da sie über eine kontinuierliche Hintergrundbeleuchtung verfügen. Bei OLED-Monitoren ist dies sehr viel schwerer, weil der Stromverbrauch von der Helligkeitseinstellung, der Bildschirmgröße, der Anzahl der aktiven Pixel und der Art des dargestellten Inhalts abhängt. In Szenen mit dunklen Bildinhalten ist die Leistungsaufnahme niedriger, da die OLEDs in diesen Bereichen weniger oder gar kein Licht erzeugen müssen. In hellen Szenen steigt der Energiebedarf dann entsprechend an. Bei einem flächigen Weißbild und 100 % Helligkeit ist solch eine Messung natürlich das schlimmste Szenario, das einem OLED-Bildschirm passieren kann. Hier ermitteln wir knapp 119 Watt, was aber unter dem vom Hersteller genannten Maximalbedarf von 190 Watt liegt.
Bei niedrigster Helligkeitsstufe werden lediglich 24,8 Watt verbraucht. Die Effizienz bei 140 cd/m² und 100 % APL in Weiß fällt mit 0,64 cd/W miserabel aus. Mit 100 % APL und einem Hintergrund von 50 % Grau verbessert sich das Resultat deutlich auf einen noch sehr guten Wert von 1,45 cd/W. Im Soft-off und im Stand-by schwanken die Werte, die Herstellerangaben werden aber erreicht. Damit werden auch die EU-Richtwerte eingehalten.
Die EU-Energieeffizienzklasse wird vom Hersteller mit „F“ (SDR und HDR) angegeben.
Anschlüsse
Das Anschluss-Panel befindet sich unterhalb des aufgesetzten Gehäuses und weist eine senkrechte Kabelführung auf. Bei den Anschlüssen bietet das Gerät zwei HDMI-2.1-Eingänge, einen DisplayPort 1.4 (alle grafischen Schnittstellen mit einer Bildwiederholrate von bis zu 280 Hz) und einen USB-B-3.2-Gen-1-Anschluss (5 Gbit/s, Upstream).

Unterhalb des Rahmens sind je einmal ein USB-A-3.2-Gen-1-Anschluss (5 Gbit/s, Downstream) und ein USB-C-Port (5 Gbit/s und 15 Watt Power Delivery) platziert. Einen Kopfhörerausgang besitzt das Gerät dagegen nicht.

Bedienung und OSD
Die Bedienung erfolgt über einen Joystick, der mittig am unteren Gehäuserahmen positioniert ist. Er ist gut erreichbar und besitzt einen angenehmen Druckpunkt. Die Navigation durch die Menüs ist problemlos möglich, allerdings wird das Menü unten mittig eingeblendet und reicht fast bis zur Bildmitte. Das kann bei der Kalibrierung zu Problemen führen, etwa wenn man den Weißpunkt anpassen möchte. Eine Möglichkeit, das OSD zu verschieben, gibt es nicht.
In der Werkseinstellung öffnet ein Klick auf den Joystick oder nach oben bzw. seitlich den „Menüstarter“, ein Klick nach unten blendet ein Fadenkreuz ein. Der „Menüstarter“ bietet fünf Schnellfunktionen (Verknüpfungstaste 1 bis 5), die frei belegt werden können. Ab Werk sind die Funktionen „Esports-Modus: 25 Zoll“, „Eingangsquelle“, „Alienvision“, „Helligkeit/Kontrast“ und „Smart-HD“ voreingestellt. Die vier Direkttasten oben, unten, rechts und links können ebenfalls frei belegt werden.

Ein Klick nach oben öffnet das Hauptmenü, während ein Klick nach unten das OSD-Menü wieder schließt. Zusätzlich befindet sich am oberen Bildschirmrand eine Statusleiste, die Auskunft über das derzeitige Setup gibt.

Das OSD-Hauptmenü verfügt über zehn Kategorien und wird recht nüchtern, aber trotzdem in moderner Weise dargestellt. Die Einstellungsmöglichkeiten sind groß und gehen weit über das hinaus, was ein Gaming-Display bieten muss.

Die Ebene „Voreingestellte Modi“ ist mit zwölf vordefinierten Bildmodi mehr als reich bestückt. Der sRGB- und der DCI-P3-Modus befinden sich unter dem wenig verständlichen Namen „URHEBER“. Sämtliche Modi lassen sich zudem komplett konfigurieren, bis auf einige inkompatible Einstellungen, und bleiben bis zu einem Monitor-Reset erhalten. Damit erhält man viele Speicherplätze, die wohl niemand vollständig ausnutzen wird.
Des Weiteren befindet sich unter „Spiel verbessern Modus“ die Toolbox mit spielrelevanten Einstellungen. Geboten werden ein Timer, ein Bildratenzähler und die Möglichkeit, weitere Anzeigen untereinander auszurichten. Auch die Funktion „Dunkelstabilisierung“, die eine bessere Sichtbarkeit in dunkler Szenerie über drei Stufen erreicht, ist unter dem Menüpunkt „Spiel“ vorhanden.
Der Punkt „Konsolenmodus“ bietet die Optionen „An“, „Aus“, „Farbe“, „Gamma“ sowie „Quell-Tonemapping“ und soll für ein optimales Spielerlebnis beim Spielen von Konsolen-Games sorgen. Die Ebene „Alienvision“ weist mit „Nacht“ und „Chroma“ weitere Anzeigemodi auf, die in Spielszenarien hilfreich sein können. Zudem lässt sich hier ein Target-Overlay aktivieren und ein Fadenkreuz einblenden.
Bereits die Kategorie „Spiel“ bringt eine tolle Auswahl an Einstellungsmöglichkeiten mit, wie wir sie in der Regel selbst bei Spitzen-Gaming-Displays nicht antreffen.
Interessant ist auch die Kategorie „AlienFX-Beleuchtung“. Hierüber werden die Effektbeleuchtung auf der Rückseite und zusätzlich die Betriebs-LED rechts unter dem Monitor gesteuert. Es besteht die Möglichkeit, jede einzelne Zone (Logo und Betriebs-LED) separat anzuwählen und aus 20 Farben auszuwählen. So kann etwa die Betriebs-LED von Blau auf Pink umgeschaltet werden. Die LED ist auch abschaltbar, entweder komplett oder nur im Stand-by-Modus. Alternativ ist es möglich, durch Aktivierung von „Aurora“ das gesamte Farbspektrum durchlaufen zu lassen, was als Polarlicht-Effekt bezeichnet wird.

Das OSD-Menü umfasst etliche Funktionen und glänzt mit einem unglaublichen Einstellungsumfang. Auch die Navigation über den 5-Wege-Joystick ist hervorragend umgesetzt und gelingt selbst Ungeübten problemlos.








