Messungen nach Kalibrierung und Profilierung
Für die nachfolgenden Messungen wurde das Gerät aus DisplayCAL heraus kalibriert und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.
Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.
Für die Kalibrierung wurden im OSD folgende Werte eingestellt:
| Bildmodus: | Benutzerfarbe |
| Helligkeit: | 62 |
| Kontrast: | 75 |
| Gamma: | Nicht auswählbar |
| Farbtemperatur: | Nicht auswählbar |
| RGB: | 100 | 98 | 100 |
| Schärfe: | 50 |
Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.
Profilvalidierung

Der Alienware AW3426DW zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Die Graubalance (Delta-C-Average: 0,49) ist sehr gut, die Range (1,80 Delta C) gut. Die Farbwerte erzielen insgesamt ein ausgezeichnetes Ergebnis (Delta-E-2000-Average: 0,37; Delta-E-2000-Maximum: 0,98).
Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch.
Die Graubalance (Delta-C-Average: 0,47; Delta-C-Range: 1,81) ist als gut bis sehr gut zu werten. Die Farbwerte sind hervorragend (Delta-E-2000-Average: 0,56). Der Gammawert beträgt im Schnitt 2,23, und die Gammakurve verläuft perfekt. Die maximale Farbabweichung beläuft sich auf Delta-C-Average 2,72 (RGB: 0 0 255).
Die „Range“ bei Delta C (ΔC) bezieht sich auf den Bereich oder die Spanne der Farbunterschiede zwischen zwei Farben oder Farbwerten. Delta C ist eine Metrik, die in der Farbmessung und -analyse verwendet wird, um den Farbunterschied zwischen zwei Farbproben zu quantifizieren. Es misst, wie stark die Farben voneinander abweichen.
Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Vergleich mit DCI-P3 (farbtransformiert)

Die Graubalance (Delta-C-Average: 0,53) erreicht ein knapp sehr gutes Ergebnis. Die Delta-C-Range 2,23 erzielt ein befriedigendes Ergebnis. Die Farbwerte sind ausgezeichnet (Delta-E-2000-Average: 0,55). Der Gammawert beträgt im Schnitt 2,65, und die Kurve verläuft korrekt. Die maximale Farbabweichung beläuft sich auf Delta-C-Average 2,68 (RGB: 0 0 255).
Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Vergleich mit Adobe RGB (farbtransformiert)

Die Graubalance (Delta-C-Average: 0,50; Delta-C-Range: 1,63) ist als gut bis sehr gut zu werten. Die Farbwerte sind ebenfalls gut (Delta-E-2000-Average: 0,89). Der Gammawert beträgt im Schnitt 2,24. Die maximale Farbabweichung beläuft sich auf Delta-C-Average 3,01 (RGB: 0 191 63).
Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Monitor-Testreport
Dell legt keinen Testreport in gedruckter Form bei, sondern nennt die Daten im OSD. Der Bericht verspricht im sRGB- und DCI-P3-Modus eine durchschnittliche Farbabweichung (E 2000) von < 2. Mit 1,04 (sRGB) und 1,96 (DCI-P3) erreichen wir die versprochenen Werte in beiden Fällen.
Darüber hinaus werden eine Helligkeitsverteilung von 95 bis 104 % und eine Farbreinheit von maximal ≤ 4 versprochen. Mit 95 % wird der untere Wert exakt erreicht. Die Farbreinheit (Delta C 1,33) wird locker eingehalten.
Reaktionsverhalten
Das Reaktionsverhalten haben wir in nativer Auflösung bei 280 Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.
Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 0,03 ms für GtG genannt. Eine Beschleunigungsoption ist bei einem OLED-Monitor unüblich und auch nicht vorhanden, weil sie schlichtweg unnötig ist.
Messverfahren: Anfängliche Reaktionszeit („initial response time“), Gamma-Korrektur (RGB-5-Toleranz) und RGB-Überschwinger.
DSC
DSC („Display Stream Compression“) ist ein verlustbehafteter Kompressionsstandard, der von der Video Electronics Standards Association (VESA) entwickelt wurde. Er wird verwendet, um hochauflösende Video- und Bildsignale effizient zu komprimieren, ohne dabei sichtbare Qualitätsverluste zu verursachen.
DSC kann die Datenrate um den Faktor 3:1 reduzieren, ohne dass das menschliche Auge einen Unterschied wahrnimmt. DSC ermöglicht 8K bei 60 Hz oder 4K bei 240 Hz über eine begrenzte Bandbreite unter DisplayPort (1.4 und 2.0) und HDMI 2.1.
Beim Alienware AW3426W kommt unter HDMI 2.1 und DisplayPort DSC zum Einsatz.
280 Hz
Wie nicht anders zu erwarten, sind die Reaktionszeiten bei einem OLED-Panel phänomenal schnell. Obwohl wir die 0,03 ms mit unserem Mess-Equipment nicht erreichen, gibt es an der Schnelligkeit nichts auszusetzen. Wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel (0–255) mit 0,4 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 0,3 ms. Der Mittelwert über alle Messpunkte liegt bei 0,8 ms.
Insgesamt können die Messwerte als ausgezeichnet gewertet werden. Obwohl wir bei den Überschwingern vollkommen unbedeutende Ausschläge bei einigen Werten ermitteln, ist das zu vernachlässigen. Das Ergebnis ist auch hier überzeugend.
Latenzzeit
Die Latenzzeit (auch Input-Lag genannt) eines Monitors ist insbesondere beim Spielen ein wichtiger Faktor, da sie beeinflusst, wie schnell Eingaben (z. B. Mausbewegungen oder Tastenklicks) auf dem Bildschirm angezeigt werden. Ein Wert von unter 5 ms kann als sehr gut angesehen werden und ist ideal für professionelles Gaming und E-Sport, da sie schnelle Reaktionen erfordern. 5 bis 10 ms eignen sich noch für ambitionierte Spieler und Videobearbeiter. Als durchschnittlich sind 10 bis 25 ms anzusehen, was für die meisten Nutzer ausreichend für alltägliche Aufgaben ist. Ab 25 ms können bei schnellen Bewegungen Verzögerungen auftreten, wodurch solche Zeiten für anspruchsvolle Anwendungen nicht mehr empfehlenswert sind.
Die Lag-Messungen wurden in der nativen Auflösung (3840 × 1440) bei 60, 120, 240 und 240 Hz am DisplayPort durchgeführt.












