Bildschirmwartung
Die Bildschirmpflege bei einem OLED-Monitor ist besonders wichtig, weil OLED-Displays anfälliger für Burn-in-Effekte und permanente Bildschatten sind. Dies geschieht, wenn statische Bilder oder Grafiken über längere Zeit an derselben Stelle angezeigt werden, wodurch bestimmte Pixel schneller altern und an Helligkeit verlieren. Da OLEDs organische Materialien zur Lichtemission verwenden, können diese Pixel bei intensiver oder dauerhafter Nutzung schneller abgenutzt werden als bei herkömmlichen Displays.
Um die Lebensdauer eines OLED-Monitors zu maximieren, ist es wichtig, auf regelmäßige Bildschirmwechsel zu achten, dynamische Bildschirmschoner zu nutzen und die Helligkeit anzupassen. Auch Funktionen wie Pixel-Shift oder eine automatische Abschaltung von statischen Inhalten können helfen, das Risiko von Burn-in zu minimieren.
Um die temporären Geisterbilder auf dem Bildschirm zu reduzieren, kann man „Pixel-Aktualisierung“ manuell aktivieren, nachdem man den Monitor einige Stunden lang benutzt hat. Alternativ wird diese Funktion nach 4 Stunden Nutzung automatisch aktiviert. Der Vorgang dauert bis zum Abschluss ca. 6 bis 8 Minuten. Signalisiert wird dies durch eine grün blinkende Status-LED.
Weitere Funktionen im OSD zur Bildschirmwartung besitzt der Alienware AW3426DW nicht. Laut Dell verfügt der Monitor über einen Grafitfilm-Kühlkörper in den Panel-Schichten, der die Wärmeableitung unterstützt und das Einbrennen der OLEDs verhindert. Darüber hinaus reguliert ein verbesserter KI-Algorithmus den Strom pro Pixel, um die Gleichmäßigkeit des Bildes aufrechtzuerhalten und den Zustand des Bildschirms über die Zeit zu verlängern. Hier bieten andere Hersteller doch deutlich mehr Optionen, um das Einbrennen zu verhindern.
Bildqualität
Der Rahmen ist matt, und die Oberfläche im ausgeschalteten Zustand spiegelt sehr deutlich. Im Betrieb ist davon bei hellen Bildinhalten nichts zu bemerken, solange sich keine Fenster neben dem Nutzer oder im Rücken des Anwenders befinden. Diese Inhalte sind als Spiegelungen auf dem Display erkennbar, auch wenn es uns nicht sonderlich gestört hat.
Beim Reset (Werkseinstellungen) stellt der Alienware AW3426DW folgende Werte ein:
| Bildmodus: | Standard |
| Helligkeit: | 75 |
| Kontrast: | 75 |
| Gamma: | Nicht auswählbar |
| Farbtemperatur: | Nicht einsehbar |
| RGB: | Nicht einsehbar |
| Schärfe: | 50 |
Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.
Graustufen
Die Graubalance macht ab Werk auf Anhieb einen ausgezeichneten Eindruck und wirkt vollkommen neutral. Beide Bildschirmhälften sind komplett identisch. Die hellsten und dunkelsten Stufen sind alle differenzierbar.

Feine Grauverläufe werden optimal wiedergegeben. Es sind keine Farbverfälschungen oder Banding-Effekte auszumachen, allenfalls zu erahnen.
Ausleuchtung
Da wir es mit einer selbstleuchtenden Pixelmatrix zu tun haben, kann es auch keine Leckagen geben, wodurch die Hintergrundbeleuchtung durchscheinen könnte. Daher sparen wir uns diesen Teil des üblichen Tests. Die Ausleuchtung ist perfekt.
Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast
Messungen zum Kontrast eines OLED-Panels sind augenscheinlich nicht sinnvoll, insbesondere nicht für Geräte im Consumer-Bereich. Interessanter ist die maximale Luminanz oder wie der Monitor auf bestimmte Bildsituationen (z. B. ein flächiges Weißbild) reagiert und wie stark in solchen Situationen ABL („Auto Brightness Limiter“) greift.

ABL konnten wir während unseres Tests zwar messtechnisch ermitteln, da die Maximalhelligkeit bei einem flächigen Weißbild nicht über längere Zeit gehalten wird. Es ist aber subjektiv nur gelegentlich aufgefallen und greift unauffällig. Die Helligkeitswerte für SDR wurden bei einem vollflächigen Weißbild ermittelt.
Mit einem Weißpunkt von D65 erreichen wir im SDR-Betrieb maximal 317 cd/m², was etwas über der Herstellerangabe von 300 cd/m² liegt. Die Helligkeit kann auf ein Minimum von 23 cd/m² reduziert werden, was für das Arbeiten in komplett abgedunkelter Umgebung geeignet ist.
Der Alienware AW3426DW ist nach VESA DisplayHDR True Black 500 zertifiziert. Bei einem APL von 10 % messen wir im True-Black-500-Modus 521 cd/m².
Bildhomogenität
Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert. Die Wahrnehmungsschwelle für Helligkeitsunterschiede liegt bei etwa 10 bis 20 %.
Mit einer durchschnittlichen Helligkeitsabweichung von 1,58 % und einer maximalen Helligkeitsabweichung von 5,00 % wird in beiden Fällen ein ausgezeichnetes Ergebnis erreicht. Die Farbreinheit erzielt ebenfalls ein hervorragendes Resultat. Das maximale Delta C liegt bei 1,33 und das durchschnittliche Delta C bei 0,75.
Coating
Mikroskopischer Blick auf die Subpixel mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der Alienware AW3426DW besitzt eine Glossy-Oberfläche und kommt ohne zusätzliche weiße Subpixel aus. Das Tandem-QD-OLED-Panel der fünften Generation nutzt eine RGB-ähnliche Pixelanordnung, wodurch die Anzeigequalität grundlegend verbessert werden soll, indem die Farbsaumproblematik praktisch eliminiert sowie die Klarheit von Bildern und Text deutlich erhöht werden soll. Dell nennt das neue Panel „5-Stack QD-OLED-Penta-Tandem-Panel“.

Dell schreibt zum neuen V-Stripe-RGB-Subpixel-Layout, dass es einen bedeutenden Fortschritt für QD-OLED darstelle. Das RGB-Stripe-Layout ist zu 100 % kompatibel mit den Anforderungen von Windows ClearType an die Subpixel-Darstellung, was zu einem schärferen, klareren Text führt und damit einer seit Langem bestehenden Kritik an QD-OLED-Displays Rechnung trägt.

Bereits die Schriftdarstellung mit QD-OLED-Panels ab der dritten Generation konnte uns in diversen Tests überzeugen. Die fünfte Generation kann die Darstellung weiter optimieren. Allerdings sind die Verbesserungen nicht so gravierend, dass man bei subjektiver Betrachtung erkennen könnte, um welche Panel-Generation es sich handelt. Vorteilhaft ist in jedem Fall die Kompatibilität mit Windows ClearType.
Blickwinkel
Die Herstellerangabe für den maximalen Blickwinkel liegt bei 178 Grad in der Horizontalen und Vertikalen. Das sind die für moderne Monitore typischen Werte. Das Foto zeigt den Bildschirm des Alienware AW3426DW bei horizontalem Blickwinkel von ±60 Grad.

Aufgrund der selbstleuchtenden Pixel gibt es nahezu keine Einschränkungen bezüglich des Blickwinkels. Bei sämtlichen Blickrichtungen bleiben sowohl die Farben als auch der Kontrast stabil.











