ASUS PA32UC-K im Test – 4K mit HDR begeistert
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Farbraum-Emulationen

Farbraum-Emulationen dienen dazu, den Farbraum des Monitors auf einen gewünschten Zielfarbraum zu begrenzen.

Das ist immer dann notwendig, wenn eine genaue Farbwiedergabe gefordert ist, aber die verwendeten Anwendungen bzw. Signalquellen kein Farbmanagement unterstützen. Das wären z. B. Office-Anwendungen, einige Internetbrowser oder externe Signalquallen wie BD-Player.

Mit den Werks-Presets für sRGB und Adobe RGB bringt der ASUS PA32UC praktisch bereits zwei Farbraum-Emulationen ab Werk mit. Wir haben im Folgenden getestet, ob sich diese mit Hilfe der ASUS-ProArt-Calibration-Technology noch einmal verbessern lassen.

Vergleich der sRGB-Emulation mit sRGB

Diagramme: Vergleich der sRGB-Emulation mit sRGB
Vergleich der sRGB-Emulation mit sRGB

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich der Adobe-RGB-Emulation mit Adobe RGB

Diagramme: Vergleich der Adobe-RGB-Emulation mit Adobe RGB
Vergleich der Adobe-RGB-Emulation mit Adobe RGB

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Die Werks-Presets sind zwar bis auf die Range bei der Graubalance bereits sehr gut, haben aber angesichts der eigentlichen Fähigkeiten des ASUS PA32UC vor allem bei der Farbraumabdeckung etwas enttäuscht. Die Farbraum-Emulation kann die Ergebnisse in beiden Fällen auf ein sehr gutes Ergebnis verbessern. Die Farbraumabdeckung liegt jetzt jeweils bei 98 %. Allerdings kann man die OSD-Option zur Gleichförmigkeitskompensation hier nicht verwenden und muss daher mit einer schlechteren Farbhomogenität leben.

Abgesehen von diesen Einschränkungen ist aber in jedem Fall eine definierte Darstellung auch abseits von Abläufen auf Basis von ICC-Profilen möglich – mit den Werks-Presets oder der Emulation.

Reaktionsverhalten

Den ASUS PA32UC haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DisplayPort untersucht. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 5 ms für GtG genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden. Hier gibt es die Stellungen „TF0“, „TF60“ und „TF100“. Als Standardwert ist „TF60“ voreingestellt.

60 Hz, Overdrive „TF0“

Bei 60 Hz und ausgeschaltetem Overdrive messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 14 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 10,5 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 16,8 ms, und der CtC-Wert wird mit 16,4 ms ermittelt.

Selbst mit abgeschaltetem Overdrive bietet der ASUS PA32UC somit bereits akzeptable Schaltzeiten. Überschwinger sind keine zu beobachten, die Abstimmung ist völlig neutral.

Das Schaltzeitendiagramm zeigt unter anderem, wie sich verschiedene Helligkeitssprünge addieren, wie schnell der Monitor in der Werkseinstellung im besten Fall reagiert und von welcher mittleren Reaktionszeit ausgegangen werden kann.

Diagramm: 60 Hz (Overdrive "TF0"): akzeptable Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „TF0“): akzeptable Schaltzeiten
Diagramm: 60 Hz (Overdrive "TF0"): völlig neutrale Abstimmung
60 Hz (Overdrive „TF0“): völlig neutrale Abstimmung

60 Hz, Overdrive „TF60“

In der Werkseinstellung „TF60“ bei 60 Hz werden die Schaltzeiten nur minimal verkürzt. Zumindest der CtC-Wert verbessert sich signifikant von 16,4 auf 11 ms. Die Abstimmung bleibt dafür weiterhin weitgehend neutral.

Diagramm: 60 Hz (Overdrive "TF60"): akzeptable Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „TF60“): akzeptable Schaltzeiten
Diagramm: 60 Hz (Overdrive "TF60"): minimale Überschwinger
60 Hz (Overdrive „TF60“): minimale Überschwinger

60 Hz, Overdrive „TF100“

Erst oberhalb der Werkseinstellung „TF60“ nimmt der Overdrive so richtig Fahrt auf. In der Maximalstellung „TF100“ werden die Schaltzeiten sehr effektiv verkürzt. Leider nehmen auch die Überschwinger bzw. Doppelkonturen dramatisch zu und sprengen unsere Grafik am oberen Rand.

Auffällig sind beim ASUS PA32UC ferner kritische Farbübergänge, die immer leicht weichgezeichnet werden. Die Reaktionszeit ist meist 3 bis 5 ms hinter der Helligkeit. Nur bei „Tracefree 100“ liegen die Reaktionszeiten gleichauf. Hier kommt der CtC-Wert auf sehr gute 3,2 ms.

Die übrigen Schaltzeiten sind für sich genommen ebenfalls sehr gut: Wir messen den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 8,2 ms und den schnellsten Grauwechsel mit 6,2 ms. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt sehr flotte 8,1 ms.

Aufgrund der extremen Überschwinger empfehlen wir aber, das Gerät generell in Werkseinstellungen zu betreiben und nur für das Gaming mit Einstellungen oberhalb von „TF60“ zu experimentieren.

Diagramm: 60 Hz (Overdrive "TF100"): sehr schnelle Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive „TF100“): sehr schnelle Schaltzeiten
60 Hz (Overdrive "TF100"): extreme Überschwinger, die unsere Grafik sprengen
60 Hz (Overdrive „TF100“): extreme Überschwinger, die unsere Grafik sprengen

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen in dem Pegel und der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

60 Hz, Overdrive "TF0"
60 Hz, Overdrive „TF0“
60 Hz, Overdrive "TF60"
60 Hz, Overdrive „TF60“
60 Hz, Overdrive "TF100"
60 Hz, Overdrive „TF100“

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit.

Mit maximalem Overdrive ist beim ASUS PA32UC die halbe mittlere Bildwechselzeit zwar mit 4,1 ms (7,8 ms bei „TF60“) sehr kurz, wird durch die ausgeprägte Signalverzögerung von 32,2 ms aber so oder so wieder zunichte gemacht.

Alternative Messung der Latenz

Zur Messung der Bildverzögerung (Input-Lag) von Monitoren gibt es verschiedene Ansätze, weshalb sich nicht nur Testergebnisse und Herstellerangaben unterscheiden, sondern auch die Werte bei verschiedenen Publikationen. Zudem nennen Hersteller selten einen Wert für die Signalverzögerungszeit, und wenn doch, ist in der Regel nicht erkennbar, wie diese Messungen durchgeführt wurden.

PRAD verfolgt nach dem jüngsten Update der Testmethoden derzeit zwei verschiedene Ansätze. Zum einen setzen wir das nur etwas mehr als 100 Euro teure Messgerät von Leo Bodnar ein. Hierbei handelt es sich um ein vollintegriertes Messgerät mit Signalgenerator und Sensor, bei dem der Wert schnell vom Bildschirm abgelesen werden kann. Da die Lag-Zeit von der Messposition auf dem Bildschirm abhängig ist, können Sie alle drei Werte (oben, Mitte, unten) dem Diagramm entnehmen. Als Richtwert für die Latenz sollte der mittlere Wert herangezogen werden.

Alternative Messung (Tabelle) des Lags am HDMI-Eingang 1080p@60Hz
Alternative Messung des Lags am HDMI-Eingang 1080p@60Hz

Für den Anwender sind diese Werte aber mitunter nicht aussagekräftig, da sich in Kombination mit Grafikkarten, Treibern, Chromasubsampling sowie der verwendeten Auflösung und Framerate unterschiedliche Lag-Zeiten zugunsten oder zuungunsten des Monitors ergeben können. Zudem können die Messungen mit dem „Leo Bodnar LAG Tester“ nur am HDMI-Eingang bei 1080p@60Hz durchgeführt werden.

Die von uns angewendete Methode verfolgt daher einen anderen Ansatz. Dort messen wir die Verzögerung zwischen Bild und Ton (Audio-Ausgang der Soundkarte im Vergleich zum Signal des Lichtsensors am Monitor). Dies geschieht in der Regel am DisplayPort unter Einstellung der nativen Auflösung und bei höchster Bildfrequenz in der Bildschirmmitte.

Die real erlebte Bildverzögerung ist deshalb von oben erwähnten Faktoren (und weiteren wie DirectX) abhängig und sollte im Wertebereich zwischen Leo Bodnar und der PRAD-Messmethode liegen.

Backlight

Das Hintergrundlicht des Monitors wird abhängig von der eingestellten Helligkeit gepulst. Nur bei 100 % Helligkeit leuchten die Leuchtdioden durchgängig. Doch schon bei 99 % Helligkeit werden die LEDs für kurze Zeit ausgeschaltet. Der Tastgrad der Pulsbreitenmodulation mit einer Periodendauer entspricht bei 140 cd/m² etwa 1,92 kHz. Empfindliche Personen könnten bei diesem Wert ein Flackern wahrnehmen.

LED-Backlight mit PWM
LED-Backlight mit PWM

9 KOMMENTARE

  1. Falls das hier mal jemand liest;-)

    Ich habe mittlerweile den Monitor mit der mitgelieferten i1Profiler Soft- und Hardware kalibriert, mit dem daraus erhaltenen icm-Profil stellt der Monitor jetzt Wide Gamut dar. Nur mit Faststone gibt es wieder Probleme, die ich schon mal hatte, da funktioniert das Color Management nicht mehr.
    Das mitgelieferte Profil scheint also nichts zu taugen (Daher die im Test beschriebenen 94% Abdeckung sRGB/Adobe?).
    Nach der Kalibrierung wieder Grauschleier bei HDR… wieder Kabelwechsel/Monitor ein/aus, geht wieder… Das Bild ist schon fantastisch (z.B. die LG 4k HDR10 Demo Cymatic Jazz).

  2. Anmerkung zu meinem Beitrag von gestern:
    HDR geht wieder, ich hatte auf HDMI gewechselt (HDR geht) und dann wieder zurück auf DP (HDR geht immer noch). Vermutlich ist das ganze in Windows noch nicht ausgereift.
    Leider bleibt das Problem mit dem Farbprofil. Der Monitor zeigt mit dem mitgelieferten icc Profil kein Wide Gamut an, auch nicht wenn das Preset Adobe RGB oder DCI 2020 angewählt wird.

    Ole

  3. Hallo, @ Manuel und Michael:

    Ich habe mich, auch mangels Alternativen, zum Kauf leiten lassen. Möchte RAW Bildbearbeitung (DXO Photolab) und gel. HDR-Videos nutzen. Nach dem Anschließen habe ich jetzt 2 Probleme. Aktivieren von HDR hat geklappt, Grauschleier (blasse Farben am Desktop) tritt auch bei mir auf. HDR Videos in Edge aber super. Dann fiel mir auf, dass nachdem ich das icc-Profil des ASUS aktivierte, auf dem Monitor die Bildfehler im Gamuttestbild von basiCColor/bvdm nicht mehr erkennbar sind, der Monitor also keinen Wide Gamut anzeigt. Wenn ich bei Photolab Adobe RGB einstelle klappt das wieder in dieser Anwendung. Ebenso mit dem Profil meines alten Monitors, einem HP 3065LP. Nachdem ich mehrfach mit den Farbprofilen rumprobiert hatte habe ich nochmal HDR eingeschaltet und jetzt funktioniert auch das nicht mehr, das Bild ist fürchterlich (vll. das Problem was Michael hatte), d.h. es sieht aus wie 32.000 Farben mit ausgefranstem Schwarz. Bei DxDiag ist alles in ok. Ich nutze DisplayPort an einer GTX 1080.
    Hat irgend jemand einen Lösungsvorschlag?

    Danke, Ole

  4. Ich bin ja ein Findeis-Fan als auch natürlich von Prad.de

    Aber diesmal hat mich sowohl die Einrichtung des Produktes als auch Prad.de ordentlich Zeit gekostet. Ich habe mir den Monitor gekauft, zum einen weil der Test so positiv verlaufen ist, als auch weil meine favorisierte Alternative (LG 32UL950-W) in Deutschland noch nicht verfügbar ist. (B&H in U.S. listet ihn aber seit dieser Woche als lieferbar – also wird der wohl auch bald zu uns nach Deutschland kommen.)

    So, mein Ersteindruck: hinsichtlich der Verkabelung ist das eine absolute Diva! Ich habe ein UHD Premium Kabel angeschlossen, wo ich anfangs davon ausgegangen bin, dass das natürlich funktioniert (tat bisher am Apple TV 4K ohne Probleme seinen Dienst). Gab noch ein paar Spezialitäten – dachte, faul wie ich bin, kann zum beabsichtigen Dual-Monitorbetrieb gleich meinen alten Monitor dranlassen – so brauchte es ein wenig, bis ich den Fehler eingegrenzt habe – von 3 HDMI Kabeln funktioniert nur eines, nämlich das Kurzstrecken-Kabel von ASUS. Werde gleich noch mal in die Stadt gehen und schauen, ob ich da noch ein Premium-Ultra-Premium Kabel mit Fluxkondensator finde, dass Diva Asus akzeptieren würde. DP ging hingegen auch mit beliebigen Käbelchen.

    Weiter – für die Inbetriebnahme von HDR muss man wohl in besagten Sachgebiet promoviert haben. Ich hatte mich von Herrn Findeis hinsichtlich seiner Schwärmerei für HDR anstecken lassen. Geld zum verbrennen und aufgrund des Alters im Augenblick lebend. Gehen wir mal durch, was ich bislang herausgefunden habe: 1) Umstellung Windowsseitig auf 10bit Farbtiefe notwendig – check; 2) HDR unter Einstellung => Anzeige aktivieren – check 3) HDR für Videostream aktivieren – check. Zwischenergebnis: furchtbares Bild, Grauschleier. 4) Umstellen auf Rec 2020 – check; Zwischenergebnis: furchtbares Bild bleibt 5) Hilfetext von Windows = aha, ein Hinweis => HDR über DisplayPort funktioniert nur mit DisplayPort 1.4 zuverlässig! Was hat aber der „aktuelle“ Asus (der den aktuellen Stand der Technik repräsentieren soll)? DisplayPort 1.2.! …. also, das umschwärmte HDR funktioniert mit diesem Monitor (laut Microsoft Specs) schon mal nicht, wenn man über DisplayPort geht. Wäre definitiv erwähnenswert gewesen. 🙂

    Weiter – ich möchte mich ja auf den Autor verlassen können, er schreibt toll und sehr unterhaltsam. Ergo, suche ich den Fehler nach dem Grauschleier, der auch via HDMI-Anschluss und Diven-Kabel (ASUS), immer noch vorhanden ist. Gefunden habe ich noch nichts, außer einen Artikel der CT, der die Problematik „Grauschleier“ ja sehr schön beschreibt. Aber der Autor scheint ja einen anderen Zugang gefunden zu haben, um die neue Farbenpracht genießen zu können. Da will ich auch hin. Mein aktueller Stand: Nicht nur die Windowsumgebung erscheint im Grauschleier – auch die über Edge aufgerufenen 4K HDR Videos (Costa Rica) – sind nicht wirklich in HDR sehenswert. Was übersehe ich wohl? … werde gleich mal alternativ das Macbook-Pro anschließen, vielleicht werde ich da was zum staunen bekommen.

    • Hallo Herr Hellmich,
      der ASUS PA32UC-K war Anfang des Jahres das erste Gerät (mit ernstzunehmender) HDR-Funktionalität, das wir im Test hatten. HDR überhaupt richtig zum Laufen zu bringen war auch für mich eine äußerst zeitraubende Angelegenheit. Der ganze Test hat mich locker 2 Wochen Arbeitszeit gekostet, die ich nicht mal annähernd bezahlt bekomme.
      Hier die eigene „Freude“ immer in einem Testbericht zu erwähnen, ist etwas schwierig, da es ja um ein spezifisches Gerät geht. Was die Hersteller und die ganze Branche anbelangt, finde ich es aber persönlich schon fast unverschämt, wenn man sündteure Geräte mit Features anpreist und dann den Käufer damit alleine lässt, es auch zum Laufen zu bringen. Das wurde von mir hier konkret auch unter 4 Augen an den Hersteller adressiert. Geändert hat sich seither nichts (Herstellerübergreifend!). Da ist „Early Adaptor“-Do it yourself angesagt. Das dann aber bitte nicht PRAD anlasten.

      Wir hatten geplant, dazu mal einen Grundlagen-Artikel zu schreiben, der liegt aber noch in der Schublade. Letztlich ist es auch Aufgabe der Hersteller hier den nötigen Support zu geben und ganz sicher nicht von PRAD. Ich denke mit „Early Adaptor“ ist hier schon auch das richtige Stichwort im Fazit genannt worden. Da muss man immer damit rechnen, dass nicht Alles auf Anhieb reibungslos funktioniert.

      Ansonsten versuche ich in meinen Test immer möglichst vielseitig auch Interessen/Bedürfnissen gerecht zu werden, die nicht notwendigerweise meine eigenen sind. Innovationen mit echtem Mehrwert sind bei Monitoren eher rar. Das Thema HDR ist hier zwar vielversprechend, steckt aber auch irgendwie noch in den Kinderschuhen. Nachdem wir auch gerade aktuell wieder einen HDR-Monitor im Test haben, kann ich Ihnen auf jeden Fall versichern, dass der ASUS PA32UC-K und der Asus PG27UQ mit ihrem 384-Zonen local dimming mit Abstand zu den besten Vertretern gehören, die wir bislang im Test hatten.
      Beim Test zum Asus PG27UQ habe ich im Kapitel „Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast“ auch Einiges dazu geschrieben, wie man HDR unter Win10 zum Laufen bekommt. Bitte da unbedingt mal reinschauen. Ob sich das jetzt auch beim PA32UC geändert hat, kann ich natürlich nicht sagen. Der Artikel und das Video könnte generell auch für Sie interessant sein. Hier nochmal die Kurzfassung:
      – 10 bit im Grafikarten-Treiber einstellen (kann sein, dass man es jetzt nicht mehr zwingend braucht, aber besser so)
      – Systemeinstellungen-Anzeige: HDR und WCG ein => Bildschirm wird möglicherweise flau. Vermutlich das, was Sie mit Grauschleier meinen. Das ist normal als „by design“.
      – App-Einstellungen-Videowiedergabe: HDR-Videostreamen einschalten

      HDR-Video starten und HDR genießen. Danach wieder für normalen Betrieb HDR in den Systemeinstellungen ausschalten => Desktop wird wieder normal.

      Im Gegensatz zu diversen LG-Geräten in Reihe, gab es beim Asus keine Probleme mit dem Kabel bzw. Anschluss. Wir testen generell immer mit den mitgelieferten Kabeln. Das ist auch als Anwender zu empfehlen – v.a. da hier die Übertragung/Bandbreite an die Grenze kommt. Was auch immer Microsoft dazu in seinem grauenvoll maschinenübersetzten Hilfetext schreibt: HDR funktioniert beim PA32UC am DP. Wenn nicht am DP, dann per HDMI erst recht nicht (geringere Bandbreite). Für 4K bei 60Hz langt nach meinem Kenntnisstand DP 1.2 auch noch aus. Problematisch wird es erst bei Gaming-Monitoren wie dem Asus PG27UQ und 144Hz – siehe Test.

      Das ist aber generell genau so ein Thema. Schon mal versucht ein DP 1.4 oder HDMI 2.0 Kabel zu kaufen? Auf dem eine genaue Spec draufsteht, was das Kabel wirklich kann? Oder eine Grafikkarte mit DP 1.4? Wenn man dann (auch beim Neuesten vom Neuen von Nvidia) nicht das kleine Sternchen übersieht…. Tatsächlich dafür spezifiziert sind Sie nämlich nicht. Der Hersteller garantiert für nichts.
      https://www.nvidia.com/de-de/geforce/products/10series/geforce-gtx-1060/

      Also Grauschleier (am Desktop!) ist vermutlich normal, sollte aber nach Starten des Videos verschwinden. Beim Test des Asus haben wir den Movie-Player von Win10 verwendet. Bei anderen Test aber auch Netflix im Edge-Browser. In der Netflix-App werden HDR-Titel (auch mit dem notwendigen Abo) nicht angezeigt.

      Grafikkarte muss HDR wirklich können (bei Nvidia wohl aber der 1050, die 900er-Serie kann es nicht! Intel-Grafik auch nicht!). Wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt sind, heißt das nicht, dass man nicht auf HDR umschalten und ein Video abspielen kann. Optimalerweise zum Testen das HDR-Testvideo von Asus verwenden. Da sieht man eigentlich sofort, ob man Alles richtig gemacht hat.

    • P.S.: Laut Asus reicht auf jeden Fall DP 1.2a oder HDMI 2.0a. Es gibt aber auch Anforderungen an den Prozessor, ab Kaby Lake. Grafikkarte: Intel KBL 620 or better, AMD RX500 oder später, Nvidia GTX 10er Serie oder später.

  5. Wenn Du nach einer ähnlich guten HDR-Performance mit local dimming wie beim ASUS PA32UC oder Asus ROG Swift PG27UQ suchst, dürfte das auch schwierig sein. Als early adaptor zahlt man eben auch einen Premium-Preis. Aber schau Dir mal den in Kürze kommenden Test zum LG 27UK850-W an…. Beste Grüße, Manuel

  6. Fantastischer Monitor, leider in einem Preis-Segment…

    Gibt es einen ähnlich guten Monitor, im 27-32 Zoll Bereich, mit echtem oder „gutem“ HDR und 4K im 400-1000 Euro Level? Ich googel nun seit einigen Tagen, wurde aber leider bisher nicht fündig. Vielleicht habt ihr eine Empfehlung?

    Vielen Dank, René

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