Test ASUS XG27WQ – Curved-VA-Gaming-Monitor mit Höchstwertung
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Overdrive 165 Hz

165 Hz, Overdrive-Stufe 0 (deaktiviert)

Bei 165 Hz und deaktivierter Pixelbeschleunigung fällt das Ergebnis im Vergleich zu 60 Hz besser aus. Für den Schwarz-Weiß-Wechsel benötigt der ASUS XG27WQ 9,2 ms und ist damit fast 4 ms schneller als bei 60 Hz. Der Grauwechsel wird mit 8,6 ms vollzogen. Der Durchschnittswert für alle unsere 15 Messpunkte liegt bei 17,2 ms und ist damit über 10 ms schneller. Für den Farbwechsel (CtC) braucht der Monitor mit 20 ms hingegen gleich lang. Der Helligkeitsverlauf ist neutral.

Diagramm: Schnellere Schaltzeiten als bei 60 Hz und deaktivierter Pixelbeschleunigung
Schnellere Schaltzeiten als bei 60 Hz und deaktivierter Pixelbeschleunigung
Diagramm: Helligkeitsverlauf mit neutraler Abstimmung
Helligkeitsverlauf mit neutraler Abstimmung

165 Hz, Overdrive-Stufe 3

Die Schaltzeiten sind bei Stufe 3 im Vergleich zu 60 Hz zwar ebenfalls schneller, aber nicht mehr so sehr wie bei Stufe 0. Für den Schwarz-Weiß-Wechsel benötigt der Proband 9,4 ms, der schnellste Grauwechsel wird mit 2,2 ms vollzogen. Der Durchschnittswert für alle unsere 15 Messpunkte beträgt 9,8 ms. Beim Farbwechsel (CtC) benötigt der ASUS XG27WQ mit 19,6 ms jedoch etwas länger als bei 60 Hz.

Im Helligkeitsverlauf sind noch keine störenden Überschwinger vorhanden.

Diagramm: Geringfügig schnellere Schaltzeiten als bei 60 Hz
Geringfügig schnellere Schaltzeiten als bei 60 Hz
Diagramm: Noch keine störenden Überschwinger beim Helligkeitsverlauf
Noch keine störenden Überschwinger beim Helligkeitsverlauf

165 Hz, Overdrive-Stufe 5

Bei maximaler Bildwiederholfrequenz und Pixelbeschleunigung zeigt der ASUS XG27WQ respektable Schaltzeiten. Auch hier sind alle Werte geringfügig besser als bei 60 Hz mit Ausnahme des Farbwechsels (CtC), der mit 18 ms fast doppelt so lange braucht wie bei 60 Hz. Für den Schwarz-Weiß-Wechsel benötigt der Proband 8,8 ms, den schnellsten Grauwechsel messen wir mit 1,8 ms. Als Durchschnittswert für alle unsere 15 Messpunkte ermitteln wir 4,7 ms. Wie bei 60 Hz sind auch bei 165 Hz hohe Überschwinger im Helligkeitsverlauf die Folge der starken Pixelbeschleunigung.

Diagramm: Respektable Schaltzeiten bei 165 Hz und höchster Pixelbeschleunigung
Respektable Schaltzeiten bei 165 Hz und höchster Pixelbeschleunigung
Diagramm: Recht starke, aber kurze Überschwinger im Helligkeitsverlauf
Recht starke, aber kurze Überschwinger im Helligkeitsverlauf

Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall befinden sich die grünen und roten Linien eng am Zentrum. Jede Achse repräsentiert einen im Pegel und in der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Diagramm: Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigungsstufe 0 bei 60 Hz
Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigungsstufe 0 bei 60 Hz
Diagramm: Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigungsstufe 0 bei 165 Hz
Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigungsstufe 0 bei 165 Hz
Diagramm: Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigungsstufe 3 bei 60 Hz
Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigungsstufe 3 bei 60 Hz
Diagramm: Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigungsstufe 3 bei 165 Hz
Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigungsstufe 3 bei 165 Hz
Diagramm: Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigungsstufe 5 bei 60 Hz
Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigungsstufe 5 bei 60 Hz
Diagramm: Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigungsstufe 5 bei 165 Hz
Reaktionszeiten mit Pixelbeschleunigungsstufe 5 bei 165 Hz

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit.

Mit 60 Hz messen wir beim ASUS XG27WQ unabhängig von der eingestellten Overdrive-Stufe eine Latenzzeit von 6,8 ms. Die halbe mittlere Bildwechselzeit beträgt mit deaktivierter Pixelbeschleunigung (Stufe 0) 13,8 ms, mit Stufe 3 4,5 ms und mit der schnellsten Pixelbeschleunigung (Stufe 5) 2,9 ms.

Die Durchschnittswerte für die mittlere Gesamtlatenz betragen somit bei 60 Hz 20,6 ms mit Stufe 0, 11,3 ms mit Stufe 3 und 9,7 ms mit Stufe 5. Die hier vom ASUS XG27WQ erreichten Latenzzeiten sind schon ganz gut, lassen aber noch Luft nach oben.

Wird die Bildwiederholfrequenz auf 165 Hz erhöht, verbessert sich auch die Latenzzeit, und zwar deutlich. Diese liegt nun bei 1 ms. Die halbe mittlere Bildwechselzeit beträgt dabei 8,6 ms mit deaktivierter Pixelbeschleunigung (Stufe 0), 4,9 ms mit Stufe 3 und 2,4 ms mit Stufe 5.

Die Durchschnittswerte für die mittlere Gesamtlatenz betragen somit bei 165 Hz mit deaktivierter Pixelbeschleunigung 9,6 ms, mit Stufe 3 sind es 5,9 ms und mit Stufe 5 noch 3,4 ms.

Mit den vom ASUS XG27WQ erreichten Latenzzeiten bei 165 Hz dürften selbst anspruchsvolle Gamer zufrieden sein.

Hintergrundbeleuchtung

Das Hintergrundlicht des Monitors wird nicht durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert, deshalb entstehen auch keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flackern). Somit ist der ASUS XG27WQ auch bei reduzierter Helligkeit für längere Sessions geeignet. Mit maximal 460 cd/m² erreicht der Proband (DisplayHDR-400-zertifiziert) eine sehr hohe Helligkeit.

Diagramm: LED-Backlight ohne PWM-Helligkeitsregelung
LED-Backlight ohne PWM-Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Die Spielequalitäten des ASUS XG27WQ überzeugen nicht nur aufgrund von Messergebnissen, sondern auch in der Praxis. In erster Linie fällt die ausgezeichnete Bildqualität positiv auf. Die native Bildwiederholfrequenz von 165 Hz ist ebenfalls ein Pluspunkt. Erfreulich ist, dass auch die schnellste Pixelbeschleunigung zum Einsatz kommen kann, ohne inakzeptable Auswirkungen auf die Bildqualität hinnehmen zu müssen.

Spielszene aus dem Ego-Shooter Call of Duty: Modern Warfare
Spielszene aus dem Ego-Shooter Call of Duty: Modern Warfare

Minimales Ghosting und überzeichnete Objektkanten sind zwar vorhanden, dennoch lässt es sich mit Pixelbeschleunigung auf Stufe 5 noch gut spielen. Die WQHD-Auflösung sorgt für eine gestochen scharfe Anzeige und moderate Ansprüche an die Hardware. Ob es bei 27 Zoll ein Curved-Display braucht oder nicht, ist persönliche Geschmacksache. Besser zur Geltung kommt ein Curved-Display allerdings schon erst bei größerer Bildschirmdiagonale.

14 KOMMENTARE

  1. HAllo Prad.de,

    ich bedanke mich herzlichst für diesen ausführlichen Bericht zum XG27WQ .. es war der Grund warum ich mir dieses Panel gekauft habe.

    Leider bin ich mehr als enttäuscht.

    Ich stelle ein deutliches Flackern bei Bewegungen in Games fest. Egal welches Einstellung ich verwende, spielbar ist das nicht. Ich behaupte als Leie, es liegt an den schlechten Reaktionszeiten von CtC / GtG und die damit erwähnte Helligkeitsveränderung. In euren TEst wurde angemerkt, dass es aber trotzdem eine sehr gute Gesamtnote ergibt.

    TESTGAME: Escape from Tarkov WQHD
    Freesync i.V.m. 1080ti
    i78700k

    Ich erknne eine deutliche Farbveränderung zwischen Bewegung und Stillstand. Gerade in einem Shooter sind hin und her „getänzel“ links rechts an der Tagesordnung. mit diesem Monitor eine Katastrophe.. leider – er gefällt mir so gut und ich habe gehofft ich könnte im OSD einstellungen finden welche mich zufrieden stellen.

    Auf dem IPS PAnel welches noch in gebraucht ist, stelle ich diesen markel nicht fest.

    Schade drum, Sonst ist es ein wUNDERSCHÖNES BILD ! WOW ! WIRKLICH !

    Ggf. hat sich jemand mit diesem Thema auseinander gesetzt und kann mir helfen? Ist es eine Einstellungssache?

    Mit den freundlichsten Grüßen,

    Martin

    • Servus Martin,

      danke für dein Feedback. Deiner Beschreibung nach ist vermutlich ELMB oder HDR aktiviert. Schau bitte dass nur FreeSync aktiv ist. Manche Spiele stellen beim ersten Start automatisch auf HDR um. War bei mir bei Destiny 2 der Fall.

      Bitte prüfe das mal. Ich nehme an du hast den Asus am DisplayPort in Betrieb? Wäre auch noch wichtig.

      Schöne Grüße

  2. Hello,

    Please accept my apologies, I’ll write that comment in English. I recently got this monitor. The ghosting during desktop/daily use is unbearable. It’s extremely smeary and everything has trail behind it. Features like OD and ELMB makes it even worse. I have never seen anything like that. It feels like I’m using an old CGA laptop from early 90s.

    I can’t send the monitor back, because I’ve exceeded the 14 days return days and Asus pretty much says „that’s what it is, deal with it“… Seems like £500 down to drain for me. I’ll never ever buy an Asus again. With Gigabyte they’re at the top of my [insert bad word]list.

  3. Hallo,

    Habe diesen monitor vor kurzem geholt. Den ersten habe ich direkt wieder zurückgeschickt. starke lichthöfe, viel flimmern bei freesync und pixelfehler unten rechts.

    Habe jetzt den 2. Das clouding geht in Ordnung weniger flimmern( hatten iwie 3 getestete selbst beim zocken bei gta5 sichtbar) aber starke Schlierenbildung? Habe das beim ersten nicht getestet.
    Bei 60hz zieht der Mauszeiger über den steambildschirm ein schwarzen schatten hinterher ein paar mm sehr sichtbar selbst bei langsamen bewegungen. bei 144hz ist es schon besser aber immer noch sichtbar vom mauszeiger immer noch kurz ein schwarzer schatten sichtbar. Ist es erst mit 165hz besser? kanns leider iwie nicht einstellen bei der radeon r9 380. Beim Ufo test zieht er beim obersten bild auch ein schatten hinterher. Mein 60hz Dell u2717D aber nicht?! ist das normal oder ein defekt?
    Dann den ufo ghosting test mal probiert und mein alter Dell macht es deutlich besser dort sieht man keine schlieren!? auch nicht beim steam hintergrunds bild mit dem mauszeiger

    • Hallo. Dieses Verhalten ist definitiv nicht normal. Allerdings ist es schon auch sehr unwahrscheinlich dass alle Monitore diesen Defekt haben. Liegt es vielleicht an deinem System? Was für ein Kabel verwendest du?

  4. Hallo ins Rund, hatte diesen Monitor aus versehen falsch bestellt und musste Ihn zurückgeben. Wie habt Ihr den die Thematik mit der nach unten gerichteten Beleuchtung gelöst? Ich spreche hier von der Plasitkabdeckung die das Logo hält und nur eingeklickt werden kann. In meinem Fall war die Aussparrung für die Standfuß Justierungsschraube nicht groß genug, um nicht ohne Demontage dieser Plastikabdeckung, den Fuß vom restlichen Monitor wieder zu trennen. Ende vom Lied, die Plastikabdeckung konnte zwar gelöst werden, jedoch mussten dabei die drei Halteklammernköpfe abgebrochen werden.

  5. Servus Damian,

    im Fazit lese ich „Als Gamer hätte man sich zudem eine offizielle G-Sync-Kompatibilität gewünscht, …“
    Auf der Asus Webseite schreibt Asus Zit.: „Unterstützt sowohl Adaptive-Sync mit NVIDIA-GeForce*-Grafikkarten als auch Freesync™ Premium mit AMD-Grafikkarten. *Kompatibel mit NVIDIA-GeForce-GTX-10-, GTX-16-, RTX-20- und neueren Grafikkarten.“

    Wo ist denn der Unterschied zwischen einer zertifizierten G-Sync Kompatibilität und der Herstelleraussage das Adaptive-Sync mit Nvidia Grafikkarten unterstützt wird? Machen beide Techniken nicht irgendwie schlussendlich das Selbe? Adaptive Sync sollte doch an beiden Karten AMD und Nvidia klappen oder bin ich auf dem Holzweg?

    Gruß

  6. Guten Morgen zusammen,

    gibt es evtl. eine Alternative, die ähnliche gute Werte erzielt, aber 32″ groß ist? Momentan verzweifle ich etwas bei meiner Suche.

  7. Habe diesen Monitor gestern bekommen, muss leider sagen dass er seinen beworbenen Haupteinsatzzweck nicht erfüllen kann. Es ist mir schleierhaft wie ein Monitor mit derart EXTREMEN Ghosting hier so gut bewerten kann. Es reicht wenn ich langsam mit der Maus über den grauen (nicht mal schwarzen!) Steam-Hintergrund drüberfahre, die Spur ist locker 1cm lang. Bei schnellen Bewegungen sind ohne Probleme 3cm drin.
    Selbst bei Squad (eher langsamer Shooter) ist das schon zu viel des guten.

    Die Einstellungen wie OD, ELMB bringen hier leider absolut keine Besserung.

    Verarbeitung, OSD, Montage sind absolut top, nur zum Spielen taugt er halt nicht, schade :/

    • Hallo Ron,

      da scheint dann aber ziemlich wahrscheinlich ein Defekt vorzuliegen denn ein solches Verhalten ist nicht normal. Ich empfehle den Monitor auszutauschen.

  8. Toller Monitor, insbesondere das Schwarz und die Farben sind fanstastisch. Auch das Gaming-Erlebnis mit 165Hz ist toll, wenn auch leider keinesfalls Tearingfrei. Leider auch hier mit einer NVIDIA-GPU teils kleinere Zickereien mit Freesync, aber sicherlich nichts, was sich nicht beheben lässt irgendwie.

    Das größere Problem, und deswegen geht er auch erstmal wieder zurück, sind leider ein paar Lichthöfe, die, auch aufgrund der tollen Schwarzwertes vermutlich, stark auffallen. An den Rändern sind davon 5-6 Stück vorhanden. Leider fällt insbesondere beim Zocken einer der Lichthöfe (auch bei reduzierter Helligkeit) so stark auf, dass tatsächlich in auch nur etwas dunkleren Spielszenen dieses als sehr störend wahrgenommen wird und keinesfalls nur mit einem komplett schwarzen Bildschirm wahrnehmbar ist.

    Da er mir ansonsten aber sehr gut gefällt, werde ich versuchen, ihn ein besseres Modell der Reihe umzutauschen.

    Achso, und irgendwie kann ich den Monitor nicht drehen (jedenfalls nicht ohne großen Kraftaufwand…). Habt ihr hier Informationen zu, ob es auch Modelle ohne die Swivel-Funktion geben soll? (bei Alternate gekauft)

    Danke für den Test, der die Kaufentscheidung letztlich stark beeinflusst hat!

    LG
    Hendrik

    • Servus Hendrik,

      bei unserem Testgerät waren auch ein paar Lichthöfe vorhanden, jedoch nicht so stark dass sie störend waren. Was die seitliche Drehung betrifft, gab es jedoch keine Probleme. Uns wäre auch keine Arretierung aufgefallen die zuerst gelöst werden müsste. Ich hoffe du hast nun einen einwandfreien Monitor bekommen.

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