Dell P3426WEB im Test: Top-Webcam & KVM-Switch
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Latenzzeit

Die Latenzzeit (auch Input-Lag genannt) eines Monitors ist insbesondere beim Spielen ein wichtiger Faktor, da sie beeinflusst, wie schnell Eingaben (z. B. Mausbewegungen oder Tastenklicks) auf dem Bildschirm angezeigt werden. Ein Wert von unter 5 ms kann als sehr gut angesehen werden und ist ideal für professionelle Gamer und E-Sportler, da sie auf schnelle Reaktionen angewiesen sind. Werte zwischen 5 und 10 ms eignen sich noch für ambitionierte Spieler und Videobearbeiter. Als durchschnittlich sind 10 und 25 ms anzusehen, was für die meisten Nutzer ausreichend für alltägliche Aufgaben ist. Ab 25 ms kann es bei schnellen Bewegungen zu Verzögerungen kommen, wodurch solche Werte für anspruchsvolle Anwendungen nicht mehr empfehlenswert sind.

Lag-Messungen

Wir haben die Latenzzeit in der nativen Auflösung (3440 × 1440) bei 60 Hz und 100 Hz am DisplayPort gemessen. Im Mittel beträgt sie 11,2 ms bei 60 Hz und 7,3 ms bei 100 Hz, was für einen Business-Monitor praxistaugliche Werte sind.

Gaming

Der Dell P3426WEB ist ein Monitor für den Einsatz im Büro oder Homeoffice. Er verfügt über eine Bildwiederholfrequenz von maximal 100 Hz und zwei Overdrive-Stufen. Eine Sync-Technologie weist das Gerät nicht auf.

Der Vollständigkeit halber haben wir einige Tests über Blur Busters durchgeführt, um zumindest eine kurze Aussage über die Spieletauglichkeit treffen zu können.
Die Bewegungsunschärfe ist bei 60 und 100 Hz natürlich alles andere als optimal, und zwar in allen Overdrive-Stufen. In der Praxis sind Ghosting-Effekte in beiden Overdrive-Stufen auszumachen. Die Kombination 100 Hz und „Schneller“ liefert das beste Ergebnis. Ghosting ist ein Artefakt der Nachlaufbewegung. Es wird durch asymmetrische Pixelübergänge verursacht: Übergänge zwischen zwei Farben können in der einen Richtung schneller sein als in der anderen.

Korona-Effekte konnten wir nur in der Stufe „Schnell“ erkennen, wobei sie insbesondere bei hellen Hintergründen auszumachen sind. Koronas sind Nachzieheffekte, die durch die Beschleunigung der Reaktionszeit (Overdrive) verursacht werden. Die Pixel können über ihren endgültigen Farbwert hinausschießen, bevor sie zurückspringen, was zu einem hellen, inversen Geisterbild führt.

Mit dem Dell P3426WEB kann man sicherlich Strategietitel spielen, aber für Ego-Shooter oder Rennspiele ist er nicht die richtige Wahl und wurde dafür auch nicht konzipiert.
Wir empfehlen, die Overdrive-Stufe „Standard“ zu verwenden. Die höchste Overdrive-Stufe „Schnell“ in Kombination mit 100 Hz ist aber zumindest nutzbar, auch wenn mit gewissen Qualitätseinbußen gelebt werden muss.

Webcam mit Windows Hello

Ein wichtiges Feature des Dell P3426WEB sind die integrierte Starvis-QHD-Kamera von Sony mit 5 MP und die zwei eingebauten Mikrofone. Wie der Name schon sagt, beträgt die maximale Auflösung 1440p bei 50 oder 60 Hz. Obwohl der Monitor kein HDR bietet, soll dies zumindest die Kamera können. Ein Test diesbezüglich war leider nicht möglich. In Verbindung mit den zusätzlich vorhandenen Lautsprechern ermöglicht dies Videokonferenzen ohne zusätzliches Equipment.

Die Kamera- und Mikrofonmodule sind diskret im oberen Rahmen des Dell P3426WEB untergebracht. Das Modul kann nicht versenkt werden, bietet aber einen einstellbaren vertikalen Winkel.

Webcam mit maximalem Neigungswinkel
Webcam mit maximalem Neigungswinkel

Wenn die Kamera ein Bild überträgt, wird dies durch eine kleine, weiß leuchtende LED signalisiert. Als Sicherheitsfeature kann die Kameralinse mit einem Schieberegler abgedeckt werden.

Webcam mit abgedeckter Kameralinse
Webcam mit abgedeckter Kameralinse
Webcam betriebsbereit
Webcam betriebsbereit

Eine Installation von Treibern für Webcam und Mikrofon ist unter Windows 10/11 nicht erforderlich, da sie von Windows automatisch eingerichtet werden und praktisch sofort einsatzbereit sind. Wichtig ist nur, dass der Dell P3426WEB über USB-C oder USB-B mit dem PC oder Notebook verbunden ist.

Die Ergebnisse der 5-MP-Kamera sind das Beste, was wir seit sehr langer Zeit in einem Test zu sehen bekamen. Bei genügend Umgebungslicht ist die Darstellung ausgezeichnet und scharf. Selbst bei wenig Umgebungslicht oder künstlicher Beleuchtung ist das Ergebnis hervorragend. Auf Wunsch kann der Hintergrund im OSD unscharf gestellt werden.

Die beiden verbauten Mikrofone konnten uns im Test ebenfalls überzeugen. Die Tonqualität ist erstklassig. Dell verspricht mit der Dual-Beamforming-KI-Geräuschunterdrückungstechnologie, Hintergrundgeräusche herauszufiltern und so sicherzustellen, dass die Stimme des Nutzers bei jedem Anruf klar zu hören ist. Wir haben Mikrofonaufnahmen mit Hintergrundmusik aufgenommen. Beim Abspielen der Aufnahme war von der Musik nichts mehr zu hören. Die Geräuschunterdrückung funktioniert demnach wie versprochen.

Zu beachten ist, dass die kapazitiven Touchtasten wie zum Beispiel das Deaktivieren des Mikrofons nur in Verbindung mit Zoom oder Teams funktionieren. Gleiches gilt anscheinend auch für AI-Auto-Framing, womit man stets in der Mitte des Bildes bleibt, ganz gleich, wohin man sich bewegt. In zwei verschiedenen Anwendungen erzielte AI-Auto-Framing in unserem Test keinen Effekt.

Wer sich per Gesichtserkennung am Windows-Rechner anmelden möchte, kann dies tun, da die Webcam Windows Hello unterstützt. Die Einrichtung unter Windows 11 funktionierte problemlos.

Die Webcam ist für den Praxiseinsatz im Homeoffice oder Büro hervorragend geeignet, ganz ohne Kompromisse.

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