LG 39GX950B im Test: 39-Zoll-OLED-Monitor mit 5K2K-Auflösung
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Bedienung und OSD (Teil 2)

Das Hauptmenü besteht aus sieben Kategorien, die in bewährter Tabellenform angezeigt werden. In der Kopfzeile sind zudem die wichtigsten Parameter auf einen Blick zu sehen. Die Einstellungen sind sinnvoll zugeordnet und werden ausgegraut, wenn eine Option nicht ausgewählt werden kann.

Der erste Menüpunkt „AI Boost“ beinhaltet die KI-Funktionen „AI-Hochskalierung“ (mit den Einstellungen „Hoch“, „Niedrig“ und „Aus“) und soll Auflösung sowie Schärfe verbessern, wenn nicht die native Auflösung verwendet wird. Die Option „AI-Szenenoptimierung“ analysiert das Bild und optimiert die Einstellungen. Wichtig: Wenn diese Funktion aktiviert ist, stehen viele Modi unter „Spielmodus“ nicht zur Verfügung. „KI-Sound” soll den Klang sowohl der internen Lautsprecher als auch der angeschlossenen Kopfhörer optimieren.

OSD-Hauptmenü
OSD-Hauptmenü

Die Option „Spieleinstellung“ beinhaltet zahlreiche Modi im Menüpunkt „Spielmodus“: „Personalisiertes Bild“ (in Verbindung mit LG Switch kann ein auf die eigenen Vorlieben zugeschnittener Bildmodus eingerichtet werden), „Spieler 1“, „Spieler 2“, „FPS“ (Ego-Shooter), „RTS“ (Echtzeit-Strategiespiel), „Lebendig“, „Leser“, „HDR-Effekt“ (nur für SDR), „sRGB“, „DCI-P3“, „Farbschwäche“ (gedacht für Nutzer, die Rot und Grün nicht unterscheiden können), „Maximale Helligkeit“, „Kalibrierung 1“ und „Kalibrierung 2“.

Im Dual-Mode können verschiedene Optionen gewählt werden. Bei „Aus“ stehen die Funktionen „Vollbild“ (5120 × 2160 bei 165 Hz) und „16:9“ (3840 × 2160 bei 165 Hz) zur Verfügung. „Ein“ bietet die Funktionen „Vollbild“ (2560 × 1080 bei 330 Hz) und „16:9“ (1920 × 1080 bei 330 Hz). Zusätzlich gibt es Einstelloptionen für verschiedene Zollgrößen. Weitere Menüpunkte sind „Adaptive Sync“, „Schwarz-Stabilisator“, „Fadenkreuz“, „FPS-Bildzähler“ und „Spiel zurücksetzen“.

Unter dem dritten Menüpunkt „Bildanpassung“ stehen Einstellmöglichkeiten für „Helligkeit“, „Helligkeitsstufe“, „Kontrast“, „Schärfe“, „Gamma“ (Modus 1 bis 4), „Farbtemperatur“ (Benutzer, Warm, Mittel, Kalt und Manuell), „RGB“, „Sechs Farben“, „Schwarzwert“, „Dynamisches Tonemapping“ und „Einstellungen zurücksetzen“ bereit.

Der vierte Menüpunkt „Ton“ bietet drei Optionen. „Ton an“ (Wahl zwischen Kopfhörer und internen Lautsprechern), „Bass Boost“ und „Lautstärke“. Der nächste Menüpunkt „Eingang“ weist Einstellungen für „Eingangsliste“ (HDMI 1, HDMI 2, DisplayPort und USB-C), „Seitenverhältnis“ (Vollbild, Original und Just Scan), „Auto Eingangsumschaltung“, „PBP/PIP“, „PIP-Größe“, „PIP-Position“ und „Bildschirmwechsel“ auf.

Der sechste Menüpunkt „OLED-Pflege“ enthält lediglich die Optionen „Bildschirmschoner“ (Ein/Aus) und „Bildreinigung“ (manueller Start: Ja/Nein). Im letzten Menüpunkt „Allgemein“ stehen folgende Optionen zur Verfügung: „Sprache“ (18 verschiedene Sprachen), „USB-C-Priorisierung“, „Hexagon Lightning“, „Benutzerdefinierte Taste 1 und 2“, „Smart Energy Saving“, „Tiefschlafmodus“ (Ein/Aus), „Automatischer Standby“, „Anschluss-Kompatibilität“ (HDMI 2.1/1.4/1.2), „Signalton“, „OSD-Sperre“, „Bildschirm-Selbstdiagnose“, „Audio-Selbstdiagnose“, „Information“, „Open-Source-Softwarelizenz“ und „Zurücksetzen“.

RGB-Beleuchtung Hexagon Lighting

Die Hexagon-Lighting-Technologie ist eine markante RGB-Hintergrundbeleuchtung in sechseckiger Form, die sich auf der Rückseite von Premium-Gaming-Monitoren der LG-UltraGear-Serie um die Monitorhalterung positioniert. Zwar sind sechs Ecken nicht zu sehen, aber zumindest deutet „Hexagon“ dies an. Die LED-Technologie projiziert anpassbare Farbeffekte und dynamische Lichtmuster großflächig an die dahinterliegende Wand. Dadurch wird das visuelle Sichtfeld erweitert und ein tieferes Eintauchen in das Spielgeschehen ermöglicht. Neben der optischen Aufwertung des Gaming-Setups dient das System gleichzeitig als dezente, augenschonende Umgebungsbeleuchtung in dunklen Räumen.

Hexagon Lighting: RGB-Beleuchtung (Bild: LG)
Hexagon Lighting: RGB-Beleuchtung (Bild: LG)

Die Einstellungen für „Hexagon Lighting“ sind im OSD unter „Allgemein“ zu finden. Es stehen die Optionen „Statisch 1 bis 4“, „Wechsel“ und „Aus“ zur Wahl.

Den statischen Werten kann jeweils ein Farbwert aus einer Farbskala zugeordnet werden. Bei der Option „Wechsel“ werden verschiedene Farben hintereinander angezeigt, die jedoch nicht bestimmbar sind. Die Leuchtstärke kann nicht reguliert werden.

Tagsüber ist die RGB-Hintergrundbeleuchtung nicht sichtbar – zumindest nicht, wenn der Monitor vor einer Wand steht. Der Effekt ist bei völliger Dunkelheit am deutlichsten. Je heller der eingestellte Farbwert, desto größer der Effekt.

Bildqualität

Der Rahmen ist matt und die Oberfläche wirksam entspiegelt – zumindest, wenn man frontal vor dem Bildschirm sitzt. Bei seitlicher Betrachtung spiegelt die Panel-Oberfläche zwar, was jedoch zu vernachlässigen ist.

Die Messungen wurden am DisplayPort-Eingang und mit einer Ausgabefarbtiefe von 10 bpc durchgeführt. 10 bpc steht für 10 bits per channel (10 Bits pro Kanal) und bezieht sich auf die Farbtiefe eines Bildes oder Displays. Das bedeutet, dass für jeden Farbkanal (Rot, Grün und Blau) 10 Bit zur Verfügung stehen, um verschiedene Farbtöne darzustellen. Ein 10-Bit-Display kann also insgesamt 1024 Stufen pro Farbkanal (2^10) darstellen, was zu einer Gesamtzahl von über 1 Milliarde Farben (1 073 741 824) führt.

Beim Reset (Werkseinstellungen) stellt der LG 39GX950B folgende Werte ein:

Bildmodus: Spieler 1
Helligkeit: 100
Kontrast: 70
Gamma: Modus 2
Farbtemperatur: Manuell
Schärfe: 50

Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Die Graubalance macht ab Werk auf Anhieb einen ausgezeichneten Eindruck und wirkt völlig neutral. Beide Bildschirmhälften sind komplett identisch. Die hellsten und dunkelsten Stufen sind alle differenzierbar.

Graustufendarstellung vom OLED-Panel
Graustufendarstellung

Feine Grauverläufe werden gut bis sehr gut wiedergegeben. Es sind keine Farbverfälschungen und nur minimale Banding-Effekte auszumachen.

Ausleuchtung

Da wir es mit einer selbstleuchtenden Pixelmatrix zu tun haben, kann es auch keine Leckagen geben, wodurch die Hintergrundbeleuchtung durchscheinen könnte. Daher sparen wir uns diesen Teil des üblichen Tests. Die Ausleuchtung ist perfekt.

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