Test AOC AG273QCX – 144 Hz mit schneller VA-Technologie
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Netzdiagramme

In den folgenden Netzdiagrammen sehen Sie alle Messwerte zu den unterschiedlichen Helligkeitssprüngen unserer Messungen im Überblick. Im Idealfall würden sich die grünen und die roten Linien eng am Zentrum befinden. Jede Achse repräsentiert einen in dem Pegel und der Dynamik definierten Helligkeitssprung des Monitors, gemessen über Lichtsensor und Oszilloskop.

Daigramm: 60 Hz, Overdrive "Aus"
60 Hz, Overdrive „Aus“
Diagramm: 144 Hz, Overdrive "Aus"
144 Hz, Overdrive „Aus“
Diagramm: 60 Hz, Overdrive "Mittel"
60 Hz, Overdrive „Mittel“
Diagramm: 144 Hz, Overdrive "Mittel"
144 Hz, Overdrive „Mittel“
Diagramm: 60 Hz, Overdrive "Stark"
60 Hz, Overdrive „Stark“
Diagramm: 144 Hz, Overdrive "Stark"
144 Hz, Overdrive „Stark“

Latenzzeit

Bei 60 Hz fällt die Latenzzeit mit 10,9 ms vergleichsweise kurz aus, geht aber bei der maximalen Ansteuerung mit 144 Hz Bildrate auf extrem niedrige Werte von bis zu 1 ms zurück (kürzester Messwert aus mehreren Versuchen).

Wird bei der höchsten Overdrive-Einstellung die halbe mittlere Bildwechselzeit hinzugerechnet, landet der Monitor von AOC mit 144 Hz bei sehr kurzen 5,2 ms. Damit ist er auch für Profispieler zu empfehlen.

Vergleich Latenz-Messungen

AOC AG273QCG
2.8
ASUS VG258QR
2.3
ViewSonic XG240R
3
ViewSonic VX2458-mhd
4.6
LG 34GK950G-B
5
AOC AG352UCG6
4.4
AOC AG273QCX
5.2
ASUS VG258Q
14.1
 
0
2
4
6
8
10
12
14
 
 Prad (ms) 
(Kleiner ist besser)

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des Monitors wird nicht durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert, deshalb entstehen auch keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flackern). Somit ist der Bildschirm auch bei reduzierter Helligkeit für längere Sessions geeignet.

Diagramm: LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Die besten Reaktionszeiten werden bei 60 Hz und höchster Overdrive-Einstellung erreicht. Überschwinger konnten dort zwar gemessen, aber mit dem bloßen Auge nicht bestätigt werden. Dafür waren minimale Schlieren auszumachen. Die sehr gute Latenzzeit unter 144 Hz gleicht die kleine Differenz bei der Reaktionszeit mehr als aus, weshalb wir diesen Modus für den Dauerbetrieb empfehlen. Auch dort konnten optisch keine Überschwinger wahrgenommen werden, zudem waren keine Schlieren mehr vorhanden.

Im Monitor vorinstalliert sind drei Profile für Spieler, und zwar für die Bereiche FPS, RTS und Racing. Bei allen gibt es zwei große Nachteile. Es werden bei der Aktivierung sehr viele Einstelloptionen im OSD ausgegraut, wodurch sich zum Beispiel weder Farben noch Helligkeit anpassen lassen. Gerade die Helligkeit kann im Dauerbetrieb ein Problem werden, vor allem wenn in abgedunkelten Räumen gespielt wird. So können die einzelnen Modi auch nicht in einem eigenen Profil nachgebildet werden. Vorhanden sind nämlich drei frei einstellbare Profile, die anschließend über die externe Steuerungs-Einheit per Tastendruck aktiviert werden können. Das ermöglicht ein sehr bequemes Umschalten der Modi zwischen verschiedenen Spielen. Die vordefinierten Profile können dagegen nicht über eine der drei Tasten angesteuert, aber über den Schnellzugriff des OSDs eingestellt werden.

Der RTS-Modus ist sehr neutral eingestellt, was zu Echtzeitstrategiespielen passt. Der FPS-Modus soll vor allem Details in dunklen Szenen verstärken, was wir allerdings kaum beobachten konnten. Überzeugen konnte uns dagegen der Racing-Modus, bei dem knallige Farben angezeigt werden und eine deutliche Erhöhung der Schärfe erfolgt. Auch wenn die Farben teilweise etwas zu gesättigt wirken, ist der Effekt grundsätzlich positiv, vor allem bei Funracer-Spielen wie zum Beispiel Forza Horizon 4.

Forza Horizon 4 im Standardmodus
Forza Horizon 4 im Standardmodus
Forza Horizon 4 im Racing-Modus
Forza Horizon 4 im Racing-Modus

In der oberen linken Ecke haben wir in Forza Horizon 4 eine Frequenz-Anzeige eingeblendet. Dies ist eine Funktion vom AOC-Display, die wahlweise in einer der vier Ecken platziert werden kann. Für manche Ego-Shooter kann auch das mittig einblendbare Fadenkreuz einen Vorteil bedeuten. Diese wurde zudem werkseitig auf eine der Schnelltasten gelegt und ist damit einfach aktivierbar.

Der FPS-Modus konnte uns wie beschrieben nicht überzeugen, der Monitor bietet aber eine eigene Option an, um dunkle Szenen aufzuhellen. Dabei handelt es sich allerdings um eine simple Technik, die die gesamte Bildschirmfläche aufhellt bzw. den Kontrast verändert. Schon helle Bereiche werden also weiter erhellt, sodass in diesen Arealen entsprechend Informationen verloren gehen können. Bei Ego-Shootern ist dies aber zu verschmerzen. Der Vorteil, auch in dunklen Ecken alles sehen zu können, dürfte überwiegen. Auf höchster Stufe dürfte es keine dunkle Ecke mehr geben, die nicht völlig sichtbar angezeigt wird, dafür wird aber auch die gesamte Darstellungsqualität zerstört. Wir haben versucht, den Effekt sichtbar zu machen, und jeweils den gleichen schwarzen Bereich bildlich abgebildet, wodurch der starke Eingriff deutlich erkennbar sein sollte.

Shadow-Control 50
Shadow-Control 50
Shadow-Control 70
Shadow-Control 70
Shadow-Control 100
Shadow-Control 100

Der Monitor besitzt die FreeSync-2-Technologie, die sogar unter HDR funktioniert. Voraussetzung für die Aktivierung sind eine moderne AMD-Grafikkarte sowie die Bereitschaft, auf etwas Reaktionszeit zu verzichten. Bei Multiplayer-Shootern ist dieser Modus also nicht zu empfehlen, vor allem bei Singleplayer-Rennspielen finden wir diese Möglichkeit aber sehr sinnvoll. Ruckeleffekte, Kontrastsprünge oder Tearing konnten nach der Aktivierung deutlich verringert werden. Die gesamte Bilddarstellung wirkte flüssiger und dadurch angenehmer. Die verbaute Technik erledigte ihre Arbeit also sehr gut und bietet für die angesprochene Zielgruppe eine bessere Bilddarstellung an.

FreeSync-Bereich von 48 bis 144 Hz
FreeSync-Bereich von 48 bis 144 Hz

3 KOMMENTARE

  1. Hallo Herr Kraft,
    ihm Test steht, dass der Monitor Display Port 1.4 Anschlüsse hätte was ja auch Sinn machen würde. Beim Hersteller steht es seien nur Display Port 1.2. Also entweder ist das hier falsch oder der Hersteller weiß nicht was er verbaut. DP 1.2 ergibt aber auch keinen Sinn weil man damit meines Wissens kein HDR nutzen kann. Und HDMI 2.0 kann zwar HDR aber dafür nur 120Hz.

  2. Danke Christian Kraft für diesen Bericht!
    Du als Xbox Gamer… Wäre dieser geeignet und eventuell auch genug stark für die nächste Generation? Bin Fieberhaft auf der Suche nach einem Monitor für die one x sowie ein wenig mehr für next gen….

  3. Habt ihr den Monitor auch bezüglich G-SYNC getestet? Wie sehen da die Reaktionszeiten aus, gibt es irgendwelche Probleme bei Nutzung dieses Monitors in Verbindung mit einer Nvidia Grafikkarte und Adaptive-Sync?

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