Test AOC AG273QCX – 144 Hz mit schneller VA-Technologie
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HDR

HDR lässt sich unter Windows 10 mittlerweile ganz bequem in den Einstellungen aktivieren. Getestet haben wir dies über den DisplayPort-1.4-Anschluss, doch auch via HDMI 2.0 sollte dies problemlos möglich sein. Im OSD wird zudem angezeigt, ob der Monitor sich im HDR- oder SDR-Modus befindet.

Das OSD zeigt den HDR-Betrieb an
Das OSD zeigt den HDR-Betrieb an

Im OSD kann zudem eingestellt werden, ob der reine HDR-Modus oder die Modi „HDR-Bild“, „HDR-Film“ oder „HDR-Spiel“ aktiviert werden sollen. Alle besitzen leichte Abweichungen, die wir aber nicht ausschlaggebend fanden und daher für alle Anwendungen den einfachen HDR-Modus empfehlen.

Der Kontrast bei HDR-Videos wird deutlich besser dargestellt, und die Farben wirken zudem kräftiger. Der Monitor schaltet allerdings auch automatisch auf die stärkste Helligkeitsstufe um, die bei über 400 cd/m² liegt. Manuell eingegriffen werden kann nicht mehr. Auch sehr viele andere Einstelloptionen sind ausgegraut, sodass mit den Voreinstellungen gelebt werden muss. Der Modus sollte generell nur für Spiele oder Filme genutzt werden. Bei diesen sind uns subjektiv keine negativen Effekte aufgefallen. Im normalen Betrieb war das Bild stark überschärft und ein längeres Arbeiten nicht möglich, zudem war die Helligkeit für ein entspanntes Arbeiten viel zu hoch.

Sound

Der AOC AG273QCX besitzt zwei 5-Watt-Lautsprecher. Angesprochen werden können diese per HDMI, DisplayPort oder über den Klinkenstecker. An externe Lautsprecher oder Kopfhörer kann der Sound ebenfalls weitergeleitet werden. Die Anschlüsse dafür befinden sich allerdings nur im hinteren Teil und nicht seitlich am Gerät, was das Ein- oder Ausstecken deutlich erleichtern würde.

Sound-Einstellungen im OSD
Sound-Einstellungen im OSD

Im OSD sind erfreulich viele Einstelloptionen vorhanden. Beim DTS-Sound kann zwischen Spiel, Rock, Klassik, Live und Theater gewählt werden. Ausgeschaltet werden kann dieser Modus ebenfalls, und nur dann werden die unteren Hz-Bereiche einstellbar. Die verschiedenen Bereiche sollen zum Beispiel die Breite und Stärke von Stimmen anheben oder die Klarheit verbessern. Wir konnten jeweils Änderungen bei den Einstellungen heraushören, sodass dies für kundige Nutzer durchaus einen Mehrwert darstellen dürfte.

Ebenfalls ein Unterschied war bei ein- und ausgeschaltetem TruVolume HD hörbar. Der Modus führt eine Kompandierung des Audiosignals zur automatischen Angleichung von Pegelunterschieden innerhalb einer Audiodatei durch. Wir empfanden den Effekt als sehr angenehm und hatten diesen dauerhaft aktiviert.

Nicht nur die Einstelloptionen konnten überzeugen, auch die Wiedergabequalität war als gut zu bezeichnen. Für Videoclips und etwas Musik nebenbei waren diese durchaus brauchbar und deutlich besser als viele Modelle, die in Konkurrenzprodukten verbaut werden. Wer perfekten Sound genießen möchte, sollte aber auch bei diesem Gerät lieber auf gute Kopfhörer oder externe Lautsprecher setzen.

DVD und Video

Für diesen Bereich haben wir das Gerät per HDMI-Kabel an einen Blu-ray-Player angeschlossen. Die Skalierungs-Optionen waren mit diesem funktionstüchtig, allerdings mit einer Besonderheit. Die 4:3-Option blieb ausgegraut, auch wenn über den Player eine 4:3-Zuspielung erzwungen wurde. Dies ist vor allem deswegen unverständlich, weil die Funktion 17 Zoll (4:3) verfügbar war. Diese ist aber kein guter Ersatz, da nur ein kleiner Bereich des Monitors für die Bilddarstellung genutzt wird. Über den 1:1-Modus kann grundsätzlich jedes Signal seitengerecht wiedergegeben werden, aber auch dort nur mit großen Balken an allen Seiten. Möchten Anwender exotische Signale zuspielen, muss mit diesen Einschränkungen gelebt werden. Übliche 16:9-Signale können natürlich problemlos und bildschirmfüllend dargestellt werden.

Skalierungs-Optionen bei angeschlossenem Blu-ray-Player
Skalierungs-Optionen bei angeschlossenem Blu-ray-Player

Einen Filmmodus besitzt das Gerät nicht, dieser ist nur verfügbar, wenn HDR aktiviert wird. Einen großen Unterschied zum Standard-HDR-Modus konnten wir nicht ausmachen. Die HDR-Funktion ist zudem die einzige Besonderheit in diesem Bereich. Das Gerät besitzt zum Beispiel keinen Bild-in-Bild-Modus oder andere Extras, um in diesem Abschnitt noch Zusatzpunkte zu sammeln.

Eine 24-Hz-Wiedergabe wollten wir über den Blu-ray-Player erzwingen, der Monitor konnte diese aber nicht wiedergeben, stattdessen wurde auf 60 Hz zurückgesprungen. 50 Hz sind dagegen darstellbar. 120 und 144 Hz beherrscht das Gerät ebenfalls, was in diesem Bereich aber nicht so wichtig wie ein 24-Hz-Modus ist.

Generell ist deutlich zu merken, dass die Ausrichtung auf den Gaming-Eigenschaften liegt. Farbmodell und das Eingangssignal können nicht manuell gewählt werden, sodass auf die Automatik des Gerätes vertraut werden muss. Dies funktioniert in der Regel gut, solange keine exotischen Geräte angeschlossen werden. Eine Overscan-Einstellung besitzt der Monitor ebenfalls nicht.

3 KOMMENTARE

  1. Hallo Herr Kraft,
    ihm Test steht, dass der Monitor Display Port 1.4 Anschlüsse hätte was ja auch Sinn machen würde. Beim Hersteller steht es seien nur Display Port 1.2. Also entweder ist das hier falsch oder der Hersteller weiß nicht was er verbaut. DP 1.2 ergibt aber auch keinen Sinn weil man damit meines Wissens kein HDR nutzen kann. Und HDMI 2.0 kann zwar HDR aber dafür nur 120Hz.

  2. Danke Christian Kraft für diesen Bericht!
    Du als Xbox Gamer… Wäre dieser geeignet und eventuell auch genug stark für die nächste Generation? Bin Fieberhaft auf der Suche nach einem Monitor für die one x sowie ein wenig mehr für next gen….

  3. Habt ihr den Monitor auch bezüglich G-SYNC getestet? Wie sehen da die Reaktionszeiten aus, gibt es irgendwelche Probleme bei Nutzung dieses Monitors in Verbindung mit einer Nvidia Grafikkarte und Adaptive-Sync?

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